Der Ex-Borusse Marc Hornschuh spielt mittlerweile in der Schweiz Fußball. © imago images/Geisser
Fußball

Ex-BVB-Spieler Marc Hornschuh findet neue Aufgabe – bei einem Erstliga-Klub in der Schweiz

Marc Hornschuh ist gebürtiger Dortmunder und hat früher auch mal für Borussia Dortmund gespielt. Jetzt hat der 30-Jährige eine neue Aufgabe gefunden - in der Schweiz. Wir haben mit ihm darüber gesprochen.

Marc Hornschuh hat in seiner Fußballerkarriere schon eine Menge erlebt. Seine ersten Versuche mit dem runden Spielgerät hat der 30-Jährige bei der DJK TuS Körne gemacht. Von dort aus ging es weiter zu Borussia Dortmund, zum FC Ingolstadt, zum FSV Frankfurt und schließlich nach Hamburg. Dort spielte und lebte er sechs Jahre – für den FC St. Pauli und für den Hamburger SV. Jetzt hat Hornschuh eine neue Aufgabe in der Schweiz gefunden. Darüber, seine Zeit in Hamburg und seine Kontakte nach Dortmund haben wir mit ihm im großen Interview gesprochen.

Herr Hornschuh, Sie haben insgesamt sechs Jahre in Hamburg gespielt: erst für den FC St. Pauli, zuletzt für den HSV II in Liga 3 – warum verlassen Sie die Hansestadt nun?

Ich habe mit meiner Freundin sechs Jahre in Hamburg gewohnt. Das letzte Jahr habe ich aber nur beim Hamburger SV II gespielt – aufgrund der Verletzungen, die ich vorher beim FC St. Pauli hatte. Es war für mich sehr wichtig, noch einmal so hoch wie möglich zu spielen. Dann hat sich die Chance ergeben, mich im Training beim FC Zürich zu beweisen. Nach zwei Wochen im Training habe ich Anfang Juli ein Angebot bekommen.

Aber warum konkret haben Sie Hamburg nun verlassen. Sie müssen nach sechs Jahren doch etwas heimisch geworden sein…

Hamburg ist zu meiner Heimat geworden, ja. Über die sechs Jahre hinweg habe ich viele Freunde in Hamburg gefunden. Mein Fokus lag aber darauf, so hoch wie möglich zu spielen. Ich habe Ziele und auch den Ehrgeiz dafür. Die Perspektive habe ich in Hamburg nicht mehr gesehen.


Ihr nächste Station liegt deutlich tiefer im Süden: es geht in die Schweiz zum FC Zürich – wie kam dieser Wechsel zustande?

Ich habe einen Anruf von Marinko Jurendic (Sportchef FC Zürich, Anm. d. Red.) bekommen. Er meinte, dass ihm mein Profil gefalle und dass er mich gerne zur Vorbereitung einladen würde. Für mich war direkt klar, dass ich überzeugen und Gas geben muss. Zürich ist eine tolle Aufgabe und hat sich vom ersten Tag an richtig angefühlt. Ich bin super froh, dass ich hier bin.

Sie finden viele lobende Worte für Ihren neuen Klub – was macht ihn so speziell für Sie?

Der FC Zürich ist ein Traditionsklub in der Schweiz, ein sehr familiärer Verein. Das ist vergleichbar mit meinen anderen vorherigen Vereinen. Man hat eine enge Verbindung zu den Fans und ich bin von der Mannschaft und dem Team drumherum super aufgenommen worden. Ich habe ein gutes Gefühl, das wird eine super Aufgabe. Der Klub hat in den letzten Jahren nicht überragend abgeschnitten, steht vor einem kleinen Umbruch und möchte neu angreifen. Das passt zu mir.

Es ist ihre erste Auslandsstation – war das Ausland für Sie Pflicht für eine erfüllende Karriere?

Pflicht nicht, aber ich finde es super interessant und reizvoll, mal im Ausland zu spielen. Zürich als Stadt ist zudem super schön. Hier ist es sehr lebenswert.

Ziehen Sie in die Schweiz um?

Ja, das ist der Plan. Ich bin jetzt gerade auf Wohnungssuche, wohne derzeit in einem kleinen Apartment. Die Wohnung in Hamburg ist aber auch noch da. Meine Freundin wird nach Zürich mitkommen. Wir wollen so schnell und stressfrei wie möglich hierherziehen. Es ist aber nicht einfach, eine passende Wohnung hier zu finden. Der FCZ steht einem hier jedoch unterstützend zur Seite.

Bereits am Sonntag beginnt in der Schweiz die Meisterschaft – mit einem Auswärtsspiel beim FC Lugano…

Wir hatten jetzt fünf Wochen Vorbereitung. Das war eine sehr intensive Phase für uns Spieler. Wenn die Saison losgeht, freut man sich riesig darauf. Hier in der Schweiz erwartet mich jetzt auch ein anderer Modus mit nur zehn Mannschaften. Das wird super interessant.

Sie kommen gebürtig aus Dortmund, haben für den BVB und ganz früher für die DJK TuS Körne gespielt. Was bekommen Sie aus ihrer Heimatstadt noch mit?

Mit dreieinhalb Jahren bin ich zum TuS Körne gegangen, habe da meine Kindheit verbracht. Auch aktuell verfolge ich DJK noch ein bisschen. Ich habe auch noch ein, zwei Leute dort, die ich kenne. Markus Prandzioch zum Beispiel, zu ihm habe ich ab und zu Kontakt. Aber auch mit ein paar Spielern von früher habe ich sporadischen Kontakt, da geht es aber mehr um die Freundschaft. Mein Bruder wohnt noch in Dortmund, meine Freundin kommt auch aus Dortmund, deswegen sind die Connections nach Dortmund noch sehr eng.

Blicken wir mal in die Zukunft: Wird es nach ihrer aktiven Karriere eine Rückkehr nach Dortmund geben – vielleicht sogar in den Amateurfußball?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wir haben eine enge Verbindung nach Dortmund, haben aber auch einen sehr engen Freundeskreis in Hamburg. Da möchte ich mich nicht festlegen. Jetzt bin ich in Zürich gelandet und möchte gerne noch Fußball spielen.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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