Ein ehemaliger Deutscher Meister möchte im Dortmunder Amateurfußball neu angreifen. © picture alliance / dpa
Amateurfußball

Ex-BVB-Spieler greift in Dortmund noch einmal an: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Bei Borussia Dortmund wurde er Deutscher Meister, unterhält bis heute gute Kontakt zu Edin Terzic und Co. Nach langer Verletzungspause will der Torwart jetzt noch mal ein- und angreifen.

Er ist bereits Deutscher Meister mit Borussia Dortmund geworden und unterhält auch noch heute gute Kontakte zu manchem BVB-Mitglied. Nun hat sich der Spieler einem Dortmunder Amateurfußballklub angeschlossen. Gemeint ist dieses Mal aber nicht Kevin Großkreutz.

Eines Tages, so erzählt es Dani Balic, sei Bövinghausens Boss Ajan Dzaferoski auf ihn persönlich zugekommen und habe ihn gefragt, „ob ich noch mal richtig angreifen will“. Balic wollte. Er, der durchaus stolz auf eine „kleine Vita“ blickt, will noch mal angreifen, hat für ein Jahr unterschrieben. „Wenn nicht jetzt“, sagt der Keeper, „wann dann?“

Bei Westfalenligist TuS Bövinghausen soll der 23-Jährige neben Felix Schiffer Stammtorhüter Ricardo Seifried Beine machen. „Klar“, sagt Balic, „mit mir wurde besprochen, dass er sich hier etabliert hat. Ich will nicht respektlos sein und gegen den Torwart schießen. Aber“, sagt er, „aber der Fußball ist schnelllebig.“ Und: „Ich will es mir noch mal beweisen.“

Bövinghausen-Neuzugang hatte lange Rückenprobleme

Denn Balic wurde lange Zeit ausgebremst. Ihn plagten heftige Schmerzen im unteren Rückenbereich, „da rieben zwei Knochen aufeinander, das wurde fast chronisch. Dummerweise habe ich nicht weniger Sport getrieben, ich bin trotzdem Boxen gegangen und habe Fußball gespielt“, erzählt Balic. „Das war falsch, die Belastung war zu hoch.“

So befasste er sich später intensiv mit der Physiotherapie, dosierte seinen Trainingsrhythmus und schaffte die Genesung. Vom Fußball war er seinerzeit etwas weggekommen. In der Jugend stand Balic noch bei Borussia Dortmund unter Vertrag, wurde unter der Leitung von Hannes Wolf B-Jugendmeister. Sein größter sportlicher Erfolg.

Dani Balic wechselte vom BVB zu RW Ahlen

Er wechselte zu RW Ahlen, wurde allerdings immer stärker von seinen Rückenproblemen geplagt. „Ich bin damals in ein Loch gefallen, hatte nicht mehr so große Lust auf Fußball. Irgendwann habe ich wieder beim FC Sarajevo-Bosna angefangen.“ In der Kreisliga B. Mit Freunden kicken, bei überschaubarem Ergebnisdruck – das war der Gedanke, von dem sich Balic jedoch zügig verabschiedete.

Als nämlich Dzaferoski anfragte, sei er „schnell Feuer und Flamme gewesen“. In diesem Winter hätte er ebenfalls zum SC Paderborn II in die Oberliga wechseln können, sagt Balic, „das verträgt sich aber nicht mit meiner Arbeit. Ich bin selbständig.“ Also wurde es Bövinghausen, „eine geile Mannschaft mit geilen Spielern.“ Und einem Ex-Kollegen.

Dani Balic hat noch viele Kontakte aus der BVB-Zeit

Mit Innenverteidiger Andreas Orgrzall spielte Balic einst beim BVB. „Wir hatten kürzlich wieder Kontakt. In Dortmund, das muss ich ganz klar sagen, hatte ich die geilste Zeit meines Lebens. Noch heute“, so erzählt es der Torwart, „habe ich Kontakt zu einigen Jungs. Wir haben damals alles kurz und klein geschossen.“ Balic sammelte zwei Einsätze in der Meistersaison 2014/2015.

„Noch heute habe ich Kontakt zu einigen, zu Geppi (Sebastian Geppert, jetzt Co-Trainer beim BVB, d. Red.), Edin Terzic (Cheftrainer BVB), Dzenis Burnic (Heidenheim), Janni Serra (Holstein Kiel), Jacob Bruun Larsen (RSC Anderlecht), das sind alles tolle Leute “, sagt Balic mit Nachdruck. „Die haben es weit gebracht, die Zeit mit ihnen möchte ich nicht missen.“

Dani Balic will mit Bövinghausen in die Oberliga

Nun beginnt für den Torhüter ein neues Kapitel. Er hat ein klares Ziel: „Wir wollen aufsteigen, keine Frage.“ Balic möchte seinen Teil dafür leisten.

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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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