Pascal Königs ist zurück in Dortmund. © Stephan Schütze
Fußball-Westfalenliga

Er ist wieder da: Pascal Königs wird für den TuS Bövinghausen gegen Sodingen im Tor stehen

Beim TuS Bövinghausen wird am Freitagabend ein Torwart im Tor stehen, der seit über einem Jahr kein Spiel gemacht hat. Der Keeper freut sich auf das Spiel und schließt weitere Einsätze nicht aus.

Spektakulärer Torwartwechsel beim TuS Bövinghausen. Am Freitagabend im Fußball-Westfalenligaspiel gegen den SV Sodingen (Im Livestream auf RN.de/dosport) wird Pascal Königs das TuS-Tor hüten. Königs hatte schon länger auf einen Einsatz zwischen den Pfosten spekuliert.

Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen der ersten beiden Torhüter Ricardo Seifried und Felix Schiffer rückt Königs ins Tor. Das letzte Spiel von Pascal Königs liegt schon eine Weile zurück. Über ein Jahr ist es her, das der mittlerweile 35-Jährige das letzte Mal auf dem Platz stand, damals noch im Trikot von Westfalia Herne. Jetzt wird er also wieder spielen, sein Trainer Sebastian Tyrala findet an dieser Situation erstmal „nicht gut, dass unser Stammtorwart und auch der zweite Torhüter krank sind“.

Bövinghausens Königs muss sich „nicht verstecken“

Dennoch ist sich Tyrala sicher, dass auch Torhüter Nummer drei das Spiel „super meistern wird“. Er mache sich da „keine großen Sorgen“. Aber auch Königs selbst findet es „schade, dass es jetzt so kommen musste“ und Seifried und Schiffer wegen Krankheiten nicht spielen können. Genau wie Tyrala ist Königs davon überzeugt, „dass ich helfen kann“. Die Spielpraxis fehle ihm zwar, hinsichtlich seines Fitnesszustandes aber „muss ich mich nicht verstecken“, gibt er sein Selbstbewusstsein preis.

Darüber hinaus habe er mit einem Großteil der elf Spieler, die am Freitag das rote Trikot anhaben werden schon in Herne zusammengespielt und dort 2017 den Aufstieg in die Oberliga gefeiert. Die gegenseitigen Stärken und Schwächen seien also bekannt, zumal im Training ununterbrochen ein „enger Austausch“ der verschiedenen Mannschaftsteile stattfinde. Für Königs, der neben seiner Position als dritter Torhüter auch als Torwarttrainer beim TuS Bövinghausen fungiert, sei die Spieler-Trainer-Kombination „ein schmaler Grat“, wie er verrät.

Dennoch sei er Teil eines „brutalen Torwarttrios“ und findet, Seifried und Schiffer im Konkurrenzkampf auch noch die Stirn bieten zu können. Seine Vorteile sieht er aufgrund seiner Größe „in der Strafraumbeherrschung“. Die anderen beiden Keeper hätten ihre Stärken dafür in anderen Bereichen, sodass man sich untereinander gut ausgleichen könne. Daher habe auch immer die Hoffnung gehabt, selbst noch einmal auflaufen zu können. „Ich habe mit einem Auge hingeschielt“, bestätigt Königs lachend. „Im Training habe ich immer gesagt, ihr braucht mich noch, auch wenn ich Opa bin‘“.

TuS Bövinghausen: Königs will „Teil der Aufstiegsmannschaft“ sein

So weit ist es noch nicht, aber „mit meinen fast 36 Jahren“ wolle er das Spiel am Freitagabend „genießen und mal gucken, für was es noch reicht“. Mindestens eine Partie in dieser Spielzeit zu bestreiten, war dem 35-Jährigen aus einem bestimmten Grund besonders wichtig: „Um Teil der Aufstiegsmannschaft zu sein“.

Dass es bei dem einen Spiel auch schon wieder bleiben könnte, darauf will sich Pascal Königs indes nicht festlegen. „Wenn ich jetzt ein brutales Spiel mache, warum sollte man dann etwas ändern“, erklärt er seinen leicht durchdringenden Optimismus, noch öfter auf dem Spielberichtsbogen unter den ersten elf zu landen. Gerade wenn die anderen Schlussmänner noch nicht bei hundert Prozent wären, würden weitere Einsätze Sinn ergeben.

Für das Ziel, den Oberliga-Aufstieg, appelliert Königs, müsse jeder einzelne, auch er, „die Eitelkeiten hinten anstellen“. Bedeutet: Wer nicht vollständig fit und bereit ist, sollte nicht spielen. Denn „jedes Spiel ist eine enorme Arbeit. Die Gegner geben alle 150 Prozent und wollen uns ein Bein stellen“. Sebastian Tyrala dürfte das ähnlich sehen und Königs wenn nötig noch mehr Minuten auf dem Rasen bescheren.

„Ich sitze nicht zuhause und denke ‚Oh mein Gott, der Königs muss spielen‘“, sagt Bövinghausens Trainer. Pascal Königs selber denkt das schon gar nicht. Er ist motiviert auf das Freitagabendspiel, muss aber „nicht unbedingt 90 Minuten beschäftigt werden“. Beweisen will er sich trotzdem. Und möglicherweise empfehlen – für weitere Einsätze in dieser Saison.

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