Im Kreis Hellweg trafen die Handballerinnen des Lüner SV zuletzt unter anderem auf den VfL Brambauer. © Günther Goldstein
Handball

Endlich Klarheit: Entscheidung über LSV-Wechsel in Dortmunder Handballkreis steht fest

Lange wurde über den Wechsel des Lüner SV in den Handballkreis Dortmund diskutiert. Schon im vergangenen Jahr hatte sich der Verein zu diesem Schritt entschlossen. Nun gibt es eine Entscheidung.

Schon auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen August hatte die Handballabteilung des Lüner SV über einen möglichen Wechsel vom Kreis Hellweg in den Kreis Dortmund diskutiert und sich mit knapper Mehrheit für einen solchen Schritt entschieden.

Vorhaben des Lüner SV hatte mehrere Gründe

Einen endgültigen Vollzug gab es bislang allerdings noch nicht zu vermelden, was unter anderem auch an formellen und strukturellen Fragen lag, die es im Vorfeld zu klären galt. Nun hat der Verein allerdings eine Entscheidung bekannt gegeben: Ab sofort wird der Lüner SV Handball dem Kreis Dortmund angehören.

Eine Entscheidung, die verschiedene Ursachen hat: „Die Beweggründe für den Kreiswechsel sind recht vielfältig“, so der Sportliche Leiter der Handballer, Marcel Mai. „Ein sehr wichtiger Aspekt dabei ist die Ausrichtung der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit dem TV Brechten. Die Jugendspielgemeinschaft umfasst ab der kommenden Saison, neben den Jungs der D-, C-, B- und A-Jugend, auch die Jungs der E-Jugend und die Mädchen der E- und D-Jugend“, betont Mai.

Durch die Pandemie seien in den vergangenen anderthalb Jahren in den unteren Bereichen kaum Neuanmeldungen zu verzeichnen gewesen. Demzufolge wäre es für den Verein schwierig geworden, eigenständige Teams aufzustellen. „Aufgrund des in den letzten Jahren gestiegenen Mädchenanteils beim TV Brechten war es also ein logischer Schritt die Kräfte zu bündeln, um die erfolgreiche Arbeit im Mädchenbereich weiterführen und vielleicht sogar ausbauen zu können“, so der Sportliche Leiter.

Marcel Mai wird im Handballkreis Dortmund demnächst auf andere Vereine treffen.
Marcel Mai wird im Handballkreis Dortmund demnächst auf andere Vereine treffen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Ein weiterer interessanter Aspekt im Jugendbereich sei die Tatsache, dass im Kreis Dortmund auch eine F-Jugend existiere. So könne man bereits in jüngeren Jahren eine klarere Trennung vornehmen und die Kinder schon führzeitig gezielter auf das Handballspiel vorbereiten.

Höhere Leistungsdichte im Handballkreis Dortmund

Zudem sei im Kreis Hellweg zuletzt fortlaufend zu spüren gewesen, dass die Zahl der Mannschaften und Vereine sinke. Der Handballkreis Dortmund bilde hier laut Mai Kooperationen mit den anderen umliegenden Kreisen, so dass in allen Bereichen ein sportlich attraktiver Wettbewerb gegeben sei.

„Wir sind froh und glücklich, dass der Kreiswechsel bis jetzt so geräuschlos verlaufen ist. Die Mannschaften werden im Spielbetrieb des Kreises Dortmund in die selben Klassen eingeteilt, in denen sie auch im Kreis Hellweg gespielt haben“, betont der Vorsitzende des LSV-Handball Sven Weber.

Der Kreiswechsel führe außerdem dazu, dass die Seniorenmannschaften in Zukunft auf weitere attraktive Gegner treffen werde. „Und auch die Ligen sind aus unserer Sicht ein stückweit stärker, da auch hier in vielen Bereichen bereits mit anderen Kreisen kooperiert wird und so die Leistungsdichte deutlich höher ist“, so Weber.

Zeitgleich blicke man beim LSV auf viele aufregende Jahre mit Erfolgen und Misserfolgen im Handballkreis Unna oder später im Handballkreis Hellweg zurück. „Deshalb möchten wir auf jeden Fall auch danke sagen. Danke denen, die sich in ihrer Freizeit im Vorstand des Handballkreises engagieren und natürlich auch den Vereinen im Kreis Hellweg, die meist – trotz allem Konkurrenzdenken – sportlich und fair für den Handballsport unterwegs sind.

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul
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