Der jüngste Trainer der Dortmunder Kreisliga A1 bleibt seinem Team auch in der Saison 2021/22 erhalten. © Bernd Paulitschke
Fußball-Kreisliga

Einzigartiger Kreisliga-Trainer bleibt seinem Verein weiterhin treu

Auch wenn im Amateurfußball zurzeit ruht, sind die Vereinsverantwortlichen in diesen Tagen nicht untätig - es ist die Zeit der personellen Weichenstellung für die nächste Saison.

Das gilt auch für eine Mannschaft der Dortmunder Kreisliga A1, die auch in der Spielzeit 2021/22 von einem Eigengewächs trainiert wird, der von sich behaupten kann, etwas Einzigartiges in der Liga zu sein.

Die Rede ist vom TuS Holzen-Sommerberg, dessen Coach Arne Werner im Januar gerade mal 25 Jahre als wird. Damit ist er der jüngste Trainer der Liga.

Autoritätsprobleme hat Werner trotz seines jungen Alters noch nie gehabt, sagt er – auch deshalb musste der Trainer-Youngster nicht lange überlegen, ob auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie im Holzener Eintrachtstadion stehen wird.

Arne Werner bleibt über die aktuell unterbrochene Saison hinaus der Trainer des Fußball-A-Ligisten TuS Holzen-Sommerberg. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

„Ich habe mir keinerlei Gedanken gemacht, etwas Anderes zu machen. Es war schnell klar, dass ich in Holzen bleibe – es passt einfach“, sagt Werner, der eine ausgeprägte Verbundenheit zu „seinem“ Verein hat.

Arne Werner hat als Vierjähriger angefangen

Im Jahr 2000 hat er als Vierjähriger dem Fußball in Holzen angefangen und ist dem TuS mit Ausnahme eines einjährigen Intermezzos beim SV Berghofen („Da hatten wir in Holzen für die A-Jugend zu wenig Leute und haben keine Mannschaft zusammengekriegt“) immer treu geblieben.

Die Wertschätzung beruht auf Gegenseitigkeit, denn auch von Vereinsseite war die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem jungen Coach eine Entscheidung ohne jedes Konfliktpotenzial.

„Ein junges Alter schützt vor Kompetenz nicht. Mit Arne Werner haben wir einen unheimlich ehrgeizigen und empathischen Trainer, der eine gute Bindung zur Mannschaft hat und der uns über kurz oder lang unter die ersten Fünf in der Liga bringen wird“, sagt Christian Siebert als Sportlicher Leiter der Holzener Fußballer.

Nachdem Arne Werner in der Spielzeit zuvor unter Olaf Kiesheyer als Co-Trainer fungiert hatte, ist Werner seit Beginn der aktuellen Saison auch offiziell der Chefcoach – zu Beginn noch im Gespann mit dem erfahrenen Pietro Perrone, der sich nach ein paar Wochen aber von der Holzener „Ersten“ zurückzog und Werner das Feld allein überließ.

Holzen mit fünf Siegen und drei Niederlagen

Mit fünf Siegen und drei Niederlagen stehen die Holzener in der zurzeit unterbrochenen Saison der Dortmunder Kreisliga A1auf dem vierten Tabellenplatz – ein Zwischenresultat, mit dem sie Holzen recht zufrieden sind. So sagt Trainer Werner mit Blick auf den noch unbekannten Zeitpunkt, an dem der Ball wieder rollen wird: „Wir wollen da weitermachen, wo wir vor der Corona-Pause aufgehört haben.“

Und zwar mit einem jungen Trainer am Spielfeldrand, der dann möglicherweise ein B-Lizenzinhaber sein wird. Für den Eignungstest als Voraussetzung zu besagter B-Lizenz hatte sich Werner schon angemeldet. „Der Test sollte im November sein, fiel dann aber Corona zum Opfer“, berichtet der Coach. Als neuen Termin hat der Verband den 12. Januar 2021 anvisiert, aber Werner ist eher skeptisch, dass nur zwei Tage nach dem Ende des harten Lockdowns dieser Eignungstest über die Bühne gehen kann.

Doch ob mit oder ohne B-Lizenz – der Ehrgeiz des jüngsten Trainers der Liga, seine Mannschaft zu einem Top-Team der Liga zu entwickeln, ist ungebrochen.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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