Ein Dortmunder Klub verliert eine Stammkraft an ein College in den USA. © Nils Foltynowicz
Fußball

Eine Stammkraft zieht es Richtung USA – Auf der Bank bleibt aber alles beim Alten

Die Planungen der Dortmunder Fußball-Klubs laufen und laufen. Jetzt hat der nächste Verein verkündet, wie es weitergeht. Einen prominenten Abgang gibt es.

Der Re-Start ist weiter ungewiss. Am Dienstag ist wieder das Bund-Läder-Treffen. Dann weiß man wieder mehr. Es ist aber davon auszugehen, dass die Maßnahmen verschärft und der Lockdown verlängert wird. Das hindert die Dortmunder Vereine nicht daran, die Planungen voranzutreiben.

Der Frauenfußball Zweitligist SV Berghofen hat den Vertrag mit seiner Trainerin Laura Marienfeld um ein Jahr verlängert. Der Aufsteiger hat zwei seiner drei bisher ausgetragenen Saisonspiele gewonnen und belegt in der unterbrochenen Saison zurzeit den achtbaren vierten Tabellenplatz. Die Berghoferinnen haben zwei Zähler Vorsprung auf den sechsten Tabellenplatz, der ein Relegationsspiel zur Sicherung des Ligaerhalts gegen einen Vertreter aus der Südgruppe bedeuten würde.

Das neue Berghofer Team startet in die Saison. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

„Wir sind froh, dass Laura Marienfeld unabhängig von der Ligenzugehörigkeit den Vertrag um ein Jahr verlängert hat“, freut sich Berghofens Sportlicher Leiter Stephan Gebling. „Es ist Zug in die Mannschaft reingekommen, die sich im bisherigen Saisonverlauf als homogene Einheit präsentiert hat. Das ist sicherlich auch ein Verdient von Trainerin Laura Marienfeld“, ergänzt Gebling. Auch in Sachen Kaderplanung gibt es erfreuliches beim SVB zu vermelden: „Aus dem aktuellen Kader haben bereits 15 Spielerinnen für die kommende Saison zugesagt“, berichtet der Sportliche Leiter.

Die Verantwortlichen der Berghoferinnen sind bestrebt das Team mit einigen jungen Talenten weiter zu verstärken. „Wir gehen unseren Weg weiter und werden uns mit jungen Spielerinnen von denen wir überzeugt sind verstärken“, sagt Stephan Gebling. Der Sportliche Leiter und Trainerin Laura Marienfeld werden gemeinsam ausloten, auf welchen Positionen noch externe Verstärkungen erforderlich sind. Auch die Unterlagen zum Lizenzierungsverfahren für die kommende Zweitliga-Saison hat der SV Berghofen bereits beim DFB eingereicht.

Etat des SV Berghofen ist nicht auf Kante genäht

„Unser Etat ist nicht auf Kante genäht, wir haben sogar noch kleine Reserven“, rechnet Stephan Gebling mit einer unproblematischen Lizenzerteilung durch den DFB. „Ich fühle mich wohl in Berghofen, die Arbeit mit der Mannschaft macht mir enormen Spaß. Außerdem haben die Spielerinnen mir ein positives Feedback gegeben“, äußert sich Laura Marienfeld zur Vertragsverlängerung. „Im Sommer 2020 dem SV Berghofen meine Zusage zu geben war genau die richtige Entscheidung. Die Spielerinnen sind sehr wissbegierig und ziehen toll mit. Die Unterstützung durch den Verein ist auch top“, ergänzt Marienfeld.

Die Trainerin wird im Sommer auch einigen Talenten aus der Zweiten, die in der Westfalenliga spielt, die Chance geben, sich im Rahmen der Vorbereitung zu zeigen. Ein Abgang der weh tut, steht allerdings bei den Berghoferinnen fest. Die talentierte Torfrau und U-20 Nationalspielerin Wiebke Willebrandt wird den SVB wie geplant nach nur einer Saison wieder verlassen. Willebrandt wird ab Sommer in die USA wechseln und im College-Team der Boston Eagles im Tor stehen.

Genau der richtige Schritt

„Das ist genau der richtige Schritt für ihren persönlichen Werdegang, auch wenn Ihr Abgang für uns einen herben Verlust bedeutet“, hat Marienfeld Verständnis für den Wechsel. Aufgrund der Corona-bedingten Saisonunterbrechung hat die Trainerin die Winterpause für die Spielerinnen zunächst bis zum 31. Januar verlängert.

Alle Augen der Verantwortlichen, der Spielerinnen und auch der Fans sind zunächst auf den 21. Januar gerichtet: Im Rahmen einer virtuellen Managertagung soll unter anderem über die weitere Vorgehensweise hinsichtlich der unterbrochenen Saison entschieden werden. Der DFB hat außerdem eine Task-Force eingerichtet, die ein Hygienekonzept entworfen hat, das eine Fortsetzung der Saison ermöglichen soll, sofern es von den zuständigen Behörden abgesegnet wird.

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Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth

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