Christian Franke freut sich auf drei Neuzugänge - einer davon unterstützt ihn an der Seitenlinie. © Schütze
Fußball-Kreisliga

Dortmunder Kreisligist im Tabellenkeller: „Dann ist das Ziel natürlich nicht Klassenerhalt“

Ein Dortmunder A-Ligist steht nach elf Spielen im Tabellenkeller. Die Mannschaft hatte sich vor der Saison etwas anderes ausgerechnet, hat jetzt aber Gründe für die bisher schwache Saison.

Lediglich neun Punkte konnte der SV Arminia Marten bisher in der Dortmunder Kreisliga A1 sammeln. Damit steht man aktuell auf dem 14. Tabellenplatz – dem Platz, der eine Relegation zur Folge hätte. Nur ein Punkt Abstand hält man zum ersten direkten Abstiegsplatz. Der Trainer und die Mannschaft zeigen sich selbst ein wenig überrascht.

SV Arminia Marten steht im Tabellenkeller

Christian Franke überlegt einen Moment, aber „den einen Grund gibt es nicht“ für die Bilanz seiner Mannschaft in dieser Spielzeit. Nur zwei Siege wurden bis dato eingefahren, dazu kommen drei Unentschieden und sechs Niederlagen. Den einen bestimmten Grund gebe es zwar nicht, dennoch kann sich Franke den Status quo seines Teams zumindest in Teilen erklären. „Wir sind personell arg gebeutelt“, verrät er, man habe, glaubt Franke, „auch noch die Corona-Nachwirkungen zu spüren bekommen“.

Gemeint seien damit unter anderem weniger Intensität und ein abgenommenes sportliches Potenzial mancher Spieler. Auch die Abgänge im Sommer könnten ein Grund für das negative erste Saisondrittel sein. „Vielleicht konnten wir zwei, drei Abgänge nicht eins-zu-eins ersetzen“, vermutet Franke. Von fünf Neuzugängen seien zudem drei verletzt und hätten somit gar nicht die Möglichkeit gehabt, sich zu empfehlen und der Mannschaft zu helfen. Frankes Credo für die kommenden Wochen: „Jetzt müssen wir uns da irgendwie durchhangeln“.

Zielsetzungen habe man immerhin nicht direkt verfehlt – konkrete habe es nämlich gar nicht gegeben. „Nach Corona wusste keiner richtig, wo er steht“, erklärt Christian Franke. Vor der zweiten Saisonunterbrechung durch die Corona-Pandemie habe man allerdings auf Platz drei der Kreisliga gestanden. „Dann ist das Ziel natürlich nicht Klassenerhalt“, gibt Franke zu.

Arminia Marten muss „Pünktchen um Pünktchen ergattern“

Die Plätze vier bis sieben habe man stattdessen eher in den Blick genommen, aber „wenn es nicht läuft, läuft es nicht“. Auch die Spieler untereinander hätten nicht damit gerechnet, so weit unten in der Tabelle zu landen. Diese Situation müsse man jetzt „annehmen und gegenarbeiten“. Dazu gehöre es, „Pünktchen um Pünktchen zu ergattern“ und auch mal „Überraschungspunkte“ gegen Topteams zu sammeln.

Trotzdem: „Die Tabelle lügt nicht, wir müssen jetzt Gas geben“, mahnt Franke, der zudem bemängelt, die direkten Duelle in der unteren Tabellenhälfte oftmals „nicht für uns“ entschieden zu haben. Und ausgerechnet jetzt wartet der Tabellenzweite TuS Holzen-Sommerberg auf die Arminia. Deren Fußballlehrer leugnet nicht, dass „der TuS klarer Favorit“ sei. Wegen der Qualität des Gegners und wegen der eigenen Verletzungsmisere.

Aus dem letzten Ligaspiel, einem 3:3 gegen den VfL Hörde, habe man weitere vier Verletzte davon getragen. „Wer gegen Holzen-Sommerberg aufläuft, weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht“, verrät Franke. Insgesamt stünde man aktuell bei einer Verletztenliste bestehend aus ganzen elf Spielern. Zu den fitten Spielern sollen sich im Winter auch einige Neuzugänge hinzugesellen, um im Abstiegskampf ausreichend zu punkten.

„Wir führen viele Gespräche, zwei, drei Spieler sind fix“, verrät Franke, der darüber hinaus versichert, dass es sich bei den Spielern um „keine direkte Konkurrenz“ handele, ohne konkrete Namen zu nennen. Insgesamt sollen es „vier bis fünf neue Spieler“ werden. Und auch über eine Vertragsverlängerung seinerseits sollen im Winter Gespräche geführt werden. „Vor drei Jahren haben wir einen Neuaufbau gestartet, der läuft noch“, sagt Christian Franke. Zunächst müsse bei Arminia Marten aber alles dafür getan werden, aus der Abstiegszone der Kreisliga A1 herauszukommen.

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