Ein Dortmunder Klub fühlt sich wie nach einer gewonnenen Bundestagswahl. © picture alliance/dpa
Fußball

Dortmunder Klub freut sich über die Einteilung, als hätte er die Bundestagswahl gewonnen

Am Montag veröffentlichte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) die überkreislichen Ligeneinteilungen. Ein Dortmunder Team war extrem erleichtert.

Wenn es einen Dortmunder Verlierer bei der veröffentlichten Ligeneinteilung gibt, dann ist das der Fußball-Bezirksligist TuS Eichlinghofen. Der Klub aus dem Dortmunder Süden wurde von vier Dortmunder Teams getrennt, stattdessen gewann Eichlinghofen SuS Olfen, Union Lüdinghausen und den FC Nordkirchen hinzu. Drei Teams aus dem Münsterland. Die kürzeste Anfahrtszeit beträgt hier 40 Minuten (Olfen, Nordkirchen), nach Lüdinghausen ist der TuS fast 50 Minuten unterwegs.

Wenn es einen Dortmunder Verlierer gibt, muss es aber auch einen Gewinner geben. Das ist dann wohl der Westfalenligist Westfalia Wickede. Bis zur Veröffentlichung der Ligen war der Klub voller Sorge, aus regionalen Gesichtspunkten in die Staffel 1 eingruppiert zu werden.

Denn die heimische Staffel 2 mit den Dortmunder Konkurrenten FC Brünninghausen, BSV Schüren und TuS Bövinghausen war überfüllt. Zwei Teams mussten mindestens gehen, um auf 18 Teams in beiden Ligen zu kommen. Bekannt war, dass der Lüner SV die Umgruppierung beantragt hatte. Somit war noch ein Wechsel vakant.

„In der Nacht auf Montag habe ich eigentlich gut geschlafen.“ Doch je näher die angekündigte Veröffentlichung am Montag um 12 Uhr rückte, so nervöser wurde Wickedes Sportlicher Leiter Daniel Dukic. „Es hat schon im Bauch gekribbelt. Ich kam mir vor wie bei einer Wahl, bei der du auf das Ergebnis wartest“, sagt er.

Auch Wickedes Kapitän Anil Konya hatte ein „mulmiges Gefühl“. Auch er war voller Sorge. „Nachdem TuS Bövinghausen aufgestiegen ist, haben wir alle gesagt, ‚sauber, ein Dortmunder Derby mehr‘. Plötzlich stand im Raum, dass wir vielleicht wechseln müssen. Das wollten wir natürlich nicht“, sagt Konya.

Als Dukic am Montag die Einteilung sah, war er erleichtert. „Als ich gelesen haben, dass wir mit den anderen Dortmund Teams in der Gruppe 2 bleiben, habe ich mich gefühlt, als hätten wir die Bundestagswahl gewonnen“, beschreibt Dukic sein Gefühlsleben. Er hatte einfach keine Lust, die Staffel zu wechseln.

Neben dem Lüner SV wechselte nun der TuS 05 Sinsen in die Parallelstaffel. Überraschend dagegen, dass auch die Spielvereinigung Erkenschwick umgruppiert wird. Der Traditionsklub ist eigentlich eine feste Größe der Gruppe 2. Erkenschwicks Platz nimmt der Aufsteiger RW Deuten ein.

„Wir sind jetzt nur froh, nicht wechseln zu müssen“, sagt Dukic. Er beschreibt die Westfalenliga 2 als sehr interessante Staffel, in die starke Aufsteiger wie der TuS Bövinghausen, Hagen 11, Borussia Dröschede und Wacker Obercastrop hinzukommen. Konya schätzt vor allem Hagen stark ein. „Da hat man gehört, dass die gut aufgerüstet haben“, sagt Konya.

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Thomas Schulzke

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