Ein Dortmunder Bezirksligist will nach oben. © Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga

Dortmunder Bezirksligist: „Wir wollen diese Liga schnellstmöglich verlassen“

Noch herrscht Stillstand im Amateurfußball. Doch sobald es weitergeht, will ein Dortmunder Klub seinen ambitionierten Weg fortsetzen - und der soll den Bezirksligisten mindestens eine Liga nach oben führen.

Weiterhin ist nicht wirklich abzusehen, wann und ob der Spielbetrieb im Amateurfußball wieder aufgenommen werden kann. Ein Dortmunder Bezirksligist will dann angreifen und den Aufstieg in die Landesliga erreichen. Wie realistisch das ist, darüber haben wir mit einem gesprochen, der es wissen muss – mit dem Kapitän der Mannschaft.

„Wir wollen diese Liga schnellstmöglich verlassen“, kündigt Marcel Ramsey selbstbewusst an. Der 30-Jährige ist Kapitän des FC Roj, der derzeit drei Punkte hinter Spitzenreiter FC Nordkirchen in der Bezirksliga rangiert, dabei aber eine Partie weniger absolviert hat.

„Es ist auf jeden Fall realistisch, dass wir das schaffen“, erklärt Ramsey, „auch wenn es in diesem Jahr vielleicht noch nicht klappt“. Dafür gebe es zu viele Unwägbarkeiten, die die Pandemie mit sich bringt.

Ramsey: „Habe die richtige Entscheidung getroffen“

Als Ramsey im Sommer zu Roj wechselte, bedeutete das für den erfahrenen Mittelfeldspieler zunächst vor allem einen sportlichen Abstieg: Aus der Oberliga, in der er für den ASC 09 Dortmund kickte, in die Bezirksliga. Zum FC Roj, der in der damals gerade beendeten Saison den 13. Platz erreichte und dem Abstieg in die Niederungen der Kreisliga deutlich näher war als einem Landesliga-Aufstieg.

Im Sommer aber hat sich einiges getan beim Nordstadt-Klub. „Das Projekt hat mich überzeugt. Ich habe auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen“, sagt Ramsey rückblickend.

Denn Roj ist kein normaler Bezirksligist: „Alle arbeiten hier sehr professionell, sowohl der Trainer als auch die Sportliche Leitung.“ Insbesondere Coach Jan Ramadan hat Ramsey beeindruckt: „Der Klub kann sehr froh sein, ihn zu haben. Seine Handschrift hat man in den Spielen, die wir mit ihm absolviert haben, schnell erkannt.“

Voller Einsatz: Roj-Kapitän Marcel Ramsey (o.) © Foltynowicz © Foltynowicz

Auch Ramadan kam im Sommer neu zum FC, dazu weitere Kicker mit Erfahrung in höheren Ligen. Geht Roj also den Weg, den Türkspor Dortmund und der TuS Bövinghausen bereits geebnet haben?

Nur eine Parallele zwischen Roj, TSD und Bövinghausen

„Die einzige Parallele, die ich sehe, ist, dass es sich in allen drei Fällen um offenkundig ambitionierte Vereine handelt“, verneint Ramsey den Vergleich. Aus seinen Bestrebungen macht jedenfalls keiner der drei Klubs einen Hehl – ganz im Gegenteil: Sie werden offensiv nach außen getragen.

Ramsey möchte mit seiner Erfahrung dazu beitragen, dass der FC Roj seine Ziele erreicht. Der 30-Jährige, der im Laufe seiner Karriere für so einige Vereine aufgelaufen ist, will dies auch über die Saison hinaus tun: „Ich fühle mich sehr wohl hier und stehe immer noch hinter dem Projekt.“

Für Ramadan ist Ramsey zudem eine Schlüsselfigur, auf und neben dem Platz. „Es läuft viel über mich. Ich bin Kapitän, auf dem Rasen der verlängerte Arm unseres Trainers“, berichtet Ramsey.Viel Verantwortung also für den Fußballer, der die Anerkennung von Vereinsseite zu schätzen weiß: „Ich bin froh darüber und stolz darauf, dass mir nach so kurzer Zeit dieses Vertrauen geschenkt wird.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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