Der SV Westrich hat vor zwei Jahren in der Halle viel Stimmung gemacht. © Stephan Schuetze
37. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft Dortmund

Die Hallen-Könige aus Westrich: Wie groß ist die Vorfreude auf die Hallen-Stadtmeisterschaft?

Der SV Westrich war das Überraschungsteam der vergangenen Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Wie sieht es jetzt beim B-Ligisten aus? Das Turnier ist nicht mehr weit entfernt.

Nach der Auslosung der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft ploppten gleich zwei Nachrichten auf dem Handy von Jan Sauer auf. Der Tenor war bei beiden gleich: Die Zwischenrunde sollte ganz sicher für Sauers Klub sein.

In Dortmund hat man den SV Westrich auf den Schirm. Den B-Ligisten, der so forsch aufspielte bei der letzten Hallenfußball-Stadtmeisterschaft vor zwei Jahren. Westrich implizierte das gallische Dorf, welches sich gegen die übermächtigen Gegner stellte. Nicht aus Rom, wie in den Heften von Asterix und Oberlix, sondern aus Aplerbeck, Kirchhörde, Schüren, Sölde, Körne und noch einigen mehr.

Westrich war dabei nicht nur forsch, sondern spielte ansehnlichen Hallen-Fußball. Der Klub zog bis in das Viertelfinale ein, wo es vom TuS Bövinghausen gestoppt worden ist.

„Es ist das erste Jahr, wo ich mich nicht auf die Halle freue“, gesteht Sauer, der Sportlicher Leiter des Klubs ist. Der Grund: „Ich habe total Angst, dass wir in so eine Hallen-Euphorie geraten.“

Die Erwartungshaltung an den Klub könnte groß sein. Viel hat sich nämlich nicht verändert. Ein Großteil der Spieler von damals ist noch da. Namen wie Marvin Middeldorf, Niklas Ernst, Pascal Wieczorek oder Torwart Christian Nowak könnten auch in diesem Jahr beim Turnier eine tragende Rolle spielen. Sauer ist Sportlicher Leiter, genau so vor zwei Jahren. Und Tobias Ahland trainiert das Team.

„Klar, der ganze Verein befindet sich da in absoluter Vorfreude“, sagt Ahland, „als Trainer muss man das zum jetzigen Zeitpunkt immer noch ein bisschen bremsen“.

Denn es sind noch anderthalb Monate bis zum Startschuss in der Vorrunde (27./28. Dezember) und in Westrich hat man ein größeres Ziel, als beim Hallenturnier aufzutrumpfen.

SV Westrich: Platz eins in der Kreisliga B

Der Aufstieg in die Kreisliga A soll gelingen. „Wir können momentan super, super zufrieden sein. Wir haben ein beschissenes Spiel gemacht. Da waren wir schlecht und kopflos. Das hat mich echt gewundert“, sagt Sauer. 2:3 verlor der SV Westrich im B-Liga-Topspiel damals. Der einen Niederlage stehen aber zehn Siege und Platz eins gegenüber. Also, alles im Soll.

„Unser Ziel muss es sein, unbedingt aufzusteigen“, betont Sauer. „Es ist alles schön und gut, was wir in der Halle mitnehmen, aber wir haben am 6. Februar ein ganz wichtiges Meisterschaftsspiel.“

Sportlicher Leiter Jan Sauer (l.) und Trainer Tobias Ahland. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Der Blick geht weiter hinaus in Westrich. Wobei die Halle natürlich Thema ist. „Bisher noch keiner auf mich zugekommen und hat freiwillig drauf verzichtet“, sagt Ahland über seine Spieler. Er gehe auch nicht davon aus, viele Absagen für das Turnier zu erhalten. Eher wird es umgekehrt sein, wenn Ahland womöglich Spielern absagen muss: „Mir tut es jetzt schon leid, in das ein oder andere traurige Gesicht blicken zu müssen.“

Vor zwei Jahren kam ein verwunderter Pascal Wieczorek in die Halle Wellinghofen. Frisch vom Flughafen, direkt in die Zwischenrunde. Eigentlich davon ausgegangen, dass sein Team ausgeschieden wäre. Doch plötzlich stand er am nächsten Tag selbst auf dem Platz und kam mit seiner Mannschaft in die Endrunde.

Es würde nicht verwundern, wenn der SV Westrich in diesem Jahr eine ähnliche Geschichte schreibt.

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David Nicolas Döring

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