Andreas Lüder und Mengede 08/20 sprangen gleich an die Tabellenspitze. © Volker Engel
Fußball-Bezirksliga 8 un 9

Die Dortmunder Bezirksligisten: Alle Spielberichte, alle Statistiken, alle Trainerstimmen

Die zwölf Dortmunder Bezirksligisten sin gestartet. Hier bekommt ihr alles über die ersten Partien der Klubs.

Zwei Remis in Derbys und ein 2:0 nach Siegen der hiesigen Teams über die Castroper Konkurrenz – der Start in die neue Saison endete für sechs Dortmund Teams in der Fußball-Bezirksliga 8 überwiegend erfreulich. In der Staffel 9 gewannen zwei Teams.

Bezirksliga 8

ASC 09 II – BV Brambauer 1:1 (1:1) – Eine bittere Partie für den ASC 09 Dortmund II zum Start. „Über 75 Minuten haben wir die Partie bestimmt. In den letzten 15 Minuten haben wir es dann nicht mehr gut gemacht“, analysierte ASC-Spieler Tim Schwarz, der sein Team selbst in der 52. Minute in Führung geschossen hatte. In der Nachspielzeit kassierte das Team dann nach einer Ecke den Ausgleichstreffer durch Dennis Köse. „Wir haben mit acht Spielern aus den Jahrgängen 2001 und 2002 gespielt. Die Jungs haben richtig Spaß gemacht. Aber sie ebenötigen halt noch ihre Zeit, um auf Top-Niveau zu kommen“, sagt Schwarz.

ASC: Altfeld – Wrobel, Martinek (90. Adams), Buderus, Gutierrez Blanco, Myakotin, Schwarz (85. Raiferkerschrte), Belkezzi, Giering (72. Venhuis), Mielsch, Hövel (72. Yayah Benali)

Tore: 1:0 Schwarz (52.), 1:1 Köse (90.+1)


TuS Körne – Westfalia Wethmar 1:2 (0:2) – Als extrem ernüchternd beschreibt Körnes Trainer Dominik Grobe die Auftaktniederlage. „Das Spiel hat mir nicht gefallen. Wir haben viel zu kompliziert gespielt und hatten nicht die richtigen Lösungen. Wir müssen uns steiger“, sagte Grobe. Der Anschlusstreffer durch Connor O´Reilly fiel zu spät (90.) Christian Strelau sah nach wiederholtem Foulspiel in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte

TuS: Wiegand – Müller, L. Gründel, K. Gründel, Lammers (70. Weigel), Ferreira, Hiltenkamp, Brüggemann, O´Reilly, Senft (56. Klein), Strelau

Tore: 0:1 Wehner (9.), 0:2 Strelau (16., Eigentor) 1:2 O´Reilly (90.)


TuS Hannibal – Türkischer SC Kamen 4:2 (2:0) – Der TuS Hannibal zählt in dieser Spielzeit zu den Geheimfavoriten auf den Titelgewinnen. Gegen den Türkischen SC kamen fuhr das Team auch gleich den ersten Dreier ein. Mittelfeldmotor Muhammed Najdi traf auch doppelt. „Wir haben einen guten Gegner gut gespielt und verdient gewonnen. Die beiden Gegentore resultierten aus Freistößen, die waren nicht zu verteidigen“, sagte Trainer Hamsa Berro.

TuS: Krause – Boulila, Lepinski, Ucar, Ljatifi, M. Najdi, Cildir, Ribeiro (80. Hamdaoui), Odum (50. Abaraghoin), Amhaouach, Kopuz (60. Kaya)

Tore: 1:0 Kopuz (7.), 2:0 M. Najdi (14.), 2:1 Celiktas (63.), 3:1 Ucar (66.), 4:1 M. Najdi (75., FE), 4:2 Cengiz (80.)


Holzwickeder SC II – VfR Sölde 1:2 (0:1) – Start geglückt. Drer VfR Sölde gewann die Auswärtspartie beim Holzwickeder SC II. Fabien Garando schoss den VfR Sölde in Führung (30.), Marvin Koschinski erzielte später das 2:0.Der Holzwickeder SC verkürzte zwar noch einmal, konnte den Sölder Sieg aber nicht gefährden.

„Hauptsache gewonnen, verdient gewonnen. Es hätte aber auch deutlich höher für uns ausgehen können. Martin Striewski beispielsweise schießt beim Stande von 1:0 für uns aus fünf Metern den schon geschlagenen Torwart an. Dass Holzwickede noch einmal herankam, hätten wir uns somit erspart“, so Trainer Marco Nagel.

VfR: Preuß – Hutmacher, Krahn, Koschinski, Garando, Aksoy, Striewski, Loos (46. D. Zahn), Kuhfeld, Döring, Koschinski (86. J. Zahn)

Tore: 0:1 Garando (30.), 0:2 Koschinski (50.), 1:2 Jusufi (67.)


Bezirksliga 9

Viktoria Kirchderne – BW Huckarde 1:1 (0:0) – Gerechter kann ein Ergebnis wohl nicht sein, wenn sich beide Trainer so einig sind: „Nach unserer holprigen Vorbereitung ist das okay. Vielleicht hätte David Losch in der Schlussphase für uns noch das 2:1 machen müssen. Aber wir wollen uns nicht beschweren. Huckarde war einfach ein ebenbürtiger Gegner.“ So blieb es beim Kirchderner Tor durch Benjamin Schulz (65.)

In der Gesamtanalyse stimmte BW-Sportlicher Leiter Thomas Sprenger den Kirchdernern völlig zu. Aber auch er hatte sich noch eine Szene herausgepickt, die ein besseres Ergebnis für sein Team hätte bringen können. Aaron Spichal soll den Hand vor einem möglichen 2:1 an die Hand bekommen haben. Ich habe es allerdings nicht genau erkennen können.“ Bis zum Strafraum habe seine Mannschaft gut gespielt. Allerdings schaffte es nur Bryan Walter, den Ball mit seiner Wucht ins Tor zu bringen (73.).

Kirchderne: Kube- Kekec, Fröse (19. Akman) , Schulz, Milde – Olesch (70. Losch), Behrends – Rudek, Kasper, Bouhadi, Piastowski (87. Budde)

Huckarde: Burbaum – El-Bakouri (70. Schürmann), Drögeler, Aksöez, Al Salti – Mund-Reyes, Kalan -Lange, Baris (80. Kozul), Spichal – Walter (90. Kopperschläger)

Tore: 1:0 Schulz (65.), 1:1 Walter (73.)


Westfalia Huckarde – FC Roj 3:3 (1:1) – Mathias Tomaschewski hatte mächtig Spaß am Derby. Der Huckarder Spielertrainer sprach von einer „tollen Performance“. Auf die Rückstände habe seine Mannschaft sehr gut reagiert und weiter gespielt. „Wir sind konditionell gut drauf. Ich hätte gerne noch weiter spielen lassen.“ Das hätte Jan Ramadan aber nicht so gerne gehabt: „Unsere Mannschaft hat keine vernünftige Vorbereitung gehabt. Anfangs waren wir fünf Leute. Dafür haben wir es gut gemacht. Aber es waren Leistungsträger immer noch nicht dabei. Ich habe uns bei allen drei Gegentoren durch den Schiedsrichter benachteiligt gesehen.“ Aber seine Mannschaft rettete die Führungen durch Hakan Cevirme (16.) mit dem 1:0, Mücahit Deniz (50.) und Ali Shaibu (60.) nicht über die Zeit. Die Huckarder Reaktionen erfolgten durch Maurice Schwanenberg (25.), Sascha-Marc Reinholz (68.) und Ron Hibbeln (88.).

Westfalia: Jung – Echamlali, Höse (34.Dökmeci), Babosek, Blunck – Tomaschewski (81. Mertin), Pawelczyk – Schwanenberg, Sträter (74. Yende) -Reinholz, Hibbeln (88. Singh)

Roj: Jusufi – Beouyenzer, Rosenkranz, Deniz, Azzou Chantah – Bruno, Cevirme- (78. Ait Hadda) Kosumi (63. Bouzekry), Ramsey, Sulaiman – Shaibu (68. Fouelifack)

Tore: 0:1 Cevirme (16.), 1:1 Schwanenberg (25.), 1:2 Deniz (50.), 1:3 Shaibu (60.), 2:3 Reinholz (68., Foulelfmeter), 3:3 Hibbeln (88.)


TuS Eichlinghofen – FC Castrop -Rauxel 2:1 (1:0) – Trainer Marc Neul war nach seinem Einstand sehr zufrieden: „Gegen einen hochgerüsteten Gegner haben wir uns richtig gut verkauft. Stark, wie unser Neuer Florian Peterhülseweh gleich hinten verteidigt. Und unser neuer Torjäger hat auch zugeschlagen.“ Nein, Levi Butt ist schon länger beim TuS. Aber Neul beorderte den gelernten Verteidiger nach vorne. Und er eröffnete auch gleich den Torreigen. Auf Fatih Yetimoglus Ausgleich (50.) antwortete Andi Dapi mit dem Siegtreffer. „Und unser Dorf war glücklich“, schilderte Neul die Eindrücke aus Eichlinghofen.

Eichlinghofen: Meyer – Peterhülseweh, Uphues, Schreiber, Hirsch – Desiderio 883. Wöhl), Much (90. Risse),Dapi – Voss (58. Niemeyer), Dickehut – Butt (75. Pluck)

Tore: 1:0 Butt (21.), 1:1 Yetimoglu (50.), 2:1 Dapi (78.)


SG Castrop-Rauxel – Mengede 08/20 1:5 (1:2) – Der erste Spitzenreiter trägt Rot-Gelb. Der Co-Trainer Christdoph Schulz bezog in die positive Gesamtanalyse eine erste Hälfte mit ein, in der seine Mannschaft zu passiv, zu wenig mutig im Eins gegen Eins und zu weit weg von den Gegnern gewesen sei. Das änderte sich dann aber: „Wir haben uns gesteigert und dank einer starken Mannschaftsleistung klar gewonnen. Dass wir als Kollektiv stark waren, zeigt sich doch darin, dass wir fünf verschiedene Torschützen hatten.“ Kevin Guthardt (21.), Robin Dieckmann (29.), Matthias Schmidt (53.), 1:4 Aaron Vasiliou (60.) und Florian Schulz (70.) trafen.

Mengede: Piskorz – Lüder, Tsalakopoulos, Gebauer, Guthardt – Diwisch, Schulz – Dieckmann, Hill – Schmidt, Vasiliou

Tore: 0:1 Guthardt (21.), 1:1 Akrifou (22.), 1:2 Dieckmann (29.,), 1:3 Schmidt (53.), 1:4 Vasiliou (60.), 1:5 Schulz (70.)


RW Germania – VfL Kemminghausen 1:2 (0:2) – In einem umkämpften Bezirksliga-Derby sicherte sich der VfL Kemminghausen zum Saisonauftakt mit einem knappen 2:1 (2:0)-Erfolg bei RW Germania völlig verdient den ersten Dreier.

Beide Teams begannen die Partie extrem vorsichtig und waren zunächst darauf bedacht, keine Fehlpässe zu produzieren. Der VfL kam nach den ersten fünfzehn Minuten besser in die Partie und hätte durch Rasit Tekin in Führung gehen müssen. Er scheiterte aber am glänzend agierenden Timo Bieniak im Tor der Rot-Weißen (17.). Zwei Minuten später war Routinier Michael Oscicslawski der Wegbereiter zur 1:0-Führung des VfL Kemminghausen. Seine Ecke wurde unglücklich vom auf der Linie stehenden Marcel Herzog ins eigene Tor abgefälscht (19.).

Eine Minute vor der Pause hatte der nächste Routinier auf Seiten des VfL seinen großen Auftritt: Abwehrchef Marco Eckhoff zirkelte einen Freistoß zum 0:2 in die Maschen (44.) Sein Trainer Bülent Kara betätigte sich dabei als Hellseher, denn bereits vor der Ausführung prophezeite er an der Außenlinie, dass der Freistoß ins Tor gehe. „Marco und ich haben am Freitag eine knappe halbe Stunde nur Freistöße geübt, daher war ich mir sicher, dass der Ball reingeht“, erläuterte Bülent Kara nach der Partie.

RW Germania Spielertrainer Alexander Schwarz war mit der Leistung seines Teams vor der Pause überhaupt nicht einverstanden: „Wir waren viel zu lethargisch, die Körperspannung hat gefehlt, außerdem haben wir noch zwei blöde Tore kassiert“, sagte Schwarz. Auch nach der Pause kontrollierte der VfL zunächst die Partie, die allerdings zunehmend hektischer wurde.

Der gute Unparteiische Marvin Lübek zückte am Ende neun Gelbe und eine Gelb-Rote Karte. Im Lager der Gastgeber keimte nach dem tollen Anschlusstreffer von Yannik Tielker, der einen Freistoß zum 1:2 direkt verwandeln konnte noch einmal Hoffnung auf (68.).

Zunächst verpasste aber VfL-Stürmer Rasit Tekin die mögliche Entscheidung, als er aus kurzer Entfernung kläglich am Tor vorbei zielte (74.). Trotz nummerischer Überzahl (VfL-Akteur Bubacarr Jallow wurde in der 81. Minute mit gelb-rot des Feldes verwiesen) hatte RW Germania keine Einschussmöglichkeit mehr und der VfL konnte den Sieg bejubeln. „Wir haben kompakt gestanden, wir haben es nur versäumt unsere zahlreichen Chancen zu nutzen“, freute sich VfL-Trainer Bülent Kara über den Erfolg.

RW Germania: Bieniak – Schwarz, Meißner, Herzog – Staudinger, Kücükaycan (56. Schumann), Schmitt (71. Werkmeister), Najdi, Lavrenz (56. Avci) – Tielker, Sprenger

VfL: Ayasli – Kücükyagci (15. Akbulut), Esen, Eckhoff, Ebel – Marinelli, Jallow, Oscislawski (67. Kahlkopf), Ersoy – Tekin (79. Abou-Saleh), Erkaya (77. Avci) – Tore: 0:1 Herzog (19. Et.), 0:2 Eckhoff (44.), 1:2 Tielker (68.).

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Thomas Schulzke
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