Fußball-Regionalliga

Die BVB-U23 verpasst es, den Vorsprung auf Rot-Weiss Essen auszubauen

Die U23 des BVB hatte am Sonntag die große Chance, den Vorsprung auf den spielfreien Konkurrenten Rot-Weiss Essen auszubauen. Der SC Wiedenbrück hatte etwas dagegen.
Steffen Tigges feiert das 1:0. © Bielefeld

Schon Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Essen hatte es zweifach erwischt, in beiden Spielen gegen den SC Wiedenbrück reichte es nur für ein Remis. Jetzt machte die U23 von Borussia Dortmund jene Erfahrung. Nachdem die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen das Hinspiel noch 4:1 gewinnen konnte, kam der BVB II in Duell Nummer zwei nur zu einem 2:2 (2:1).

Dabei hatte der derzeitige Tabellenführer einen hervorragenden Start erwischt. Kapitän Steffen Tigges, beim 2:2 der Dortmunder Profis gegen die TSG Hoffenheim am Samstag nur auf der Bank, traf per Kopf nach einer Taylan-Duman-Ecke (7.), wiederum sieben Minuten danach nutzte der Stürmer einen groben Fehler der Wiedenbrück-Defensive. Tim Geller köpfte unorthodox und reichlich überraschend für seine Kollegen quer übers Feld; Tigges schaltete am schnellsten.

Aggressive Spielweise

Der SC Wiedenbrück, bis dahin vor allem wegen seiner aggressiven Spielweise und den lauthals vorgetragenen Beschwerden auffällig, brauchte nachfolgend ein wenig Zeit. Tief mit Fünferkette aufgereiht ließ der Dorfklub die Borussia kommen – die fand nicht sonderlich viele gestalterische Möglichkeiten, doch blieb defensiv sicher. Bis Franz Pfanne im Zentrum keine Anspielstation fand, den Ball im Aufbau verlor – und Wiedenbrück zum erhofften Konterspiel ansetzen konnte.

Über zwei Stationen landete die Kugel bei Phil Beckhoff, mit dem sich der BVB II im Winter und erfolglos wegen eines Sommer-Transfers getroffen hatte. Der Stürmer überwand Dortmunds Stefan Drljaca, wobei der den Ball durchaus erreicht hatte, nur eben nicht entscheidend (37.) – das 1:2, mit dem die Borussia in die Pause gehen musste.

Immerhin, könnte man an dieser Stelle hinzufügen. Denn die BVB-Führung hielt nach dem Seitenwechsel schließlich nicht allzu lange. Wieder ursächlich für Gegentreffern Nummer zwei war ein individueller Fehler. Niklas Dams, sonst sicher und abgeklärt, spielte den Ball unsauber in Richtung seines Torwarts Drljaca – Daniel Latkowski brauchte nur noch einzuschieben (57.).

Die Borussia befand sich plötzlich in Zugzwang, probierte noch mal, das eigene Angriffsspiel anzukurbeln. Auf dem Kunstrasen in Brackel ergaben sich allerdings weiterhin nicht allzu viele Chancen. Die größte verpasste der für Tigges eingewechselte Moritz Broschinski, als er knapp vorbeizielte (87.). Zwei Minuten später traf er den Ball nicht richtig. So endete das Aufeinandertreffen unentschieden.

Wiedenbrück konnte damit deutlich besser leben. Die Borussia hingegen verpasste es, ihren Vorsprung gegenüber RWE auf fünf Punkte auszubauen. Sie ist jetzt drei Punkte im Plus, hat allerdings auch zwei Spiele mehr absolviert.

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