Ein Spieler der DJK TuS Körne wird als „Hasan Salihamidzic von Körne“ bezeichnet. © picture alliance/dpa
Amateurfußball

Der „Hasan Salihamidzic von Körne“ sorgt für die Transfers aus der Bezirks- in die Kreisliga

Er sorgt für die Transfers und hat sich dadurch den Spitznamen „Hasan Salihamidzic“ geangelt. Was er kommende Spielzeit vorhat und wie es zu den Transfers gekommen ist, verriet er im Interview.

Die Zweite von TuS Körne hat sich für die kommende Saison enorm verstärkt und wird mit seinem prominent besetzten Kader für reichlich Furore in der Kreisliga B sorgen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Junge zählt zu den Top-Favoriten im Kampf um den Aufstieg in die A-Liga.

Neben Trainer Stefan Junge zählt der 30-jährige Andreas Brach, den beim TuS alle nur den „Hasan Salihamidzic von Körne“ nennen, zu den Machern bei der Zweiten. Der Innenverteidiger spielt, bis auf einen kurzen Abstecher zum SV Brackel 06, seit der D-Jugend für „seinen“ TuS Körne. Wir haben mit dem Urgestein über die aktuelle Entwicklung und über die Zukunftsperspektive seines Klubs gesprochen.

Wann kamen Sie auf die Idee, mit etlichen ihrer Weggefährten aus der Ersten gemeinsam in der Zweiten aufzulaufen?

Vor Beginn der Corona-Pandemie haben wir häufig gemeinsam die BVB-Spiele im TV geschaut oder uns einmal im Monat auf ein oder mehrere Bierchen getroffen. Aus einer Bierlaune heraus haben wir dabei den Entschluss gefasst, alle zusammen da aufzuhören, wo wir unsere schönste Zeit verbracht haben. Daraus ist der Plan entstanden, gemeinsam in der Zweiten des TuS aufzulaufen.

Wie hat der Vorstand auf Ihre Idee reagiert?

Unser Vorsitzender Andreas Langner ist bekanntlich ein total geselliger Typ. Er war von Beginn an sehr positiv gestimmt und hat unsere Idee mit Begeisterung aufgenommen. Der gesamte Vorstand unterstützt uns bei der Planung und Umsetzung unseres Konzeptes.

Andreas Brach (l.) spielt kommende Saison in der zweiten Mannschaft des DJK TuS Körne. © Kirchner-Media © Kirchner-Media

Wie haben Sie es geschafft gestandene Bezirksligakicker wie Patrick Czaplygin, Marvin Heinrich, Cedric Weise und Niklas Uellendahl für die B-Liga zu begeistern?

Es sind ja nicht nur die vier genannten Akteure. Außerdem kommen noch Domagoj Jurcevic, Salvatore Fiorentino, Christopher Ruwe und Dominik Baschek dazu. Wir hatten zunächst eine WhatsApp-Gruppe gegründet. Alle Jungs waren sofort Feuer und Flamme. Mein Cousin Domagoj Jurcevic hat dann meinen Ehrgeiz mit folgender Wette geweckt: „Wenn Du es schaffst die Kumpels von früher zum Kicken in einem Team zu gewinnen, spendiere ich bei jedem Heimspiel einen Kasten Bier“. Auf die Einlösung der Wettschulden freut sich jetzt die gesamte Mannschaft in der kommenden Saison.

Sie werden beim TuS der Hasan Salihamidzic von Körne genannt. Gefällt Ihnen der Name oder hätten Sie lieber einen anderen wie zum Beispiel Michael Zorc?

Michael Zorc wäre mir als BVB-Fan natürlich lieber. Aber Hasan Salihamidzic ist ja auch nicht die größte Birne, sonst hätte er es beim glorreichen FC Bayern nicht so weit gebracht. Ich finde es grundsätzlich witzig und kann damit durchaus leben, auch wenn deshalb mal der ein oder andere Spruch auf dem Platz fallen wird. Unser Trainer und Schalke-Fan Stefan Junge hat sich übrigens den Namen ausgedacht.

Wodurch hebt sich der Verein TuS Körne von vielen anderen Vereinen im Stadtgebiet ab?

Bei mir persönlich sind etliche Freundschaften durch den Verein TuS Körne entstanden. Im Verein gibt es eine sehr familiäre Atmosphäre, die insbesondere durch den Vorstand vorgelebt wird. Es gibt nicht in vielen Vereinen einen so extrem, starken Zusammenhalt wie bei uns in Körne.

Mit welchen Zielen geht die Zweite des TuS in die kommende Kreisliga B Saison?

Wir werden mit Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und der nötigen Ernsthaftigkeit die kommende Saison angehen. Natürlich wollen wir um den Aufstieg mitspielen. Es würde dem Verein guttun, wenn die Zweite als Unterbau für das Bezirksligateam den Sprung in die A-Liga schaffen würde.

Wie schwierig ist es einen so großen Kader mit fast 30 Akteuren bei Laune zu halten?

Unsere Mannschaft ist intakt. Insbesondere die erfahrenen Spieler und Trainer Stefan Junge werden in der nächsten Saison gefordert sein, damit erst gar keine schlechte Stimmung aufkommt. Grundsätzlich sind aber alle Spieler sehr pflegeleicht. Deshalb sehe ich der ganzen Geschichte mit einer großen Portion Optimismus entgegen.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth

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