Jan Held stören die vielen Gegentore des ASC. © Stephan Schütze
Fußball-Oberliga

Der ASC 09 und die Gegentore – „Können nicht jedes Spiel vier Tore schießen“

In der Oberliga Westfalen steht der ASC 09 Dortmund nach drei Spielen auf Platz sechs. Trotz ansteigender Formkurve bleibt ein Problem bei den Aplerbeckern.

Nach der 1:3-Niederlage zum Saisonstart beim 1.FC Kaan-Marienborn scheint die Mannschaft des ASC nun in die Spur gefunden zu haben. Zunächst folgte ein 5:2-Erfolg über Victoria Clarholz, am letzten Sonntag besiegte die Mannschaft von Trainer Antonios Kotziampassis den TuS Ennepetal mit 3:2. Somit stehen nach drei Spielen sechs Punkte und neun geschossene Tore zu Buche. Auf der anderen Seite musste der Oberligist aus Dortmund auch schon sieben Gegentreffer hinnehmen. Mehr haben in der Liga bisher nur Clarholz (8), Westfalia Herne (10) und der RSV Meinerzhagen (11) und die stehen allesamt im Abstiegskampf.

Ein Problem, welches auch Torhüter Jan Held erkennt. „Es ist schön, dass wir gewinnen, die Gegentore sind aber natürlich nicht so schön.“ Der 28-Jährige erkennt, dass es Stand jetzt „deutlich zu viele Gegentore“ seien. Der Fokus müsse nun darauf liegen, „die Defensive zu steigern“ und dementsprechend die Anzahl der Gegentore zu reduzieren. Es sei schließlich nicht möglich, „jedes Spiel drei, vier Tore zu schießen“.

Zumindest wäre das eine extreme Herausforderung für die Offensive des ASC. Auch Held selber stört die hohe Anzahl der Treffer gegen seine Mannschaft: „Natürlich kriege ich als Torhüter nicht gerne Gegentore.“ Und auch wenn die Offensive ihre Qualitäten auf den Platz bringt und die Spiele gewonnen werden, blieben die Gegentore „immer ein kleiner Wermutstropfen“, so Held, der in allen drei Spielen dieser Saison das Tor des ASC hütete.

Auch in der letzten Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, stellten die Gegentore beim ASC bereits ein Problem dar. In lediglich neun Spielen musste Jan Held 17 Mal hinter sich greifen, das sind somit fast zwei Gegentore pro Spiel. Das zu verbessern sei die Arbeit einer „Mischung aus Torhüter und der ganzen Mannschaft“, betont der Keeper.

In erster Linie sei es wichtig, „defensiv besser zu verteidigen.“ Eine Aufgabe also, die die Feldspieler zu bewältigen haben. Selbstkritisch merkt Held jedoch auch an, es habe in den letzten Jahren auch „den ein oder anderen Ball“ gegeben, „den ich hätte halten können.“ Der ASC-Schlussmann wolle sich selbst hinsichtlich seines Torhüterspiels verbessern.

Wenn ihm das gelingt und gleichzeitig die Verteidigung stärker auftritt, kann in Zukunft bestenfalls schon ein eigener Treffer zum Erfolg führen.

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