Borussia Dortmund

BVB: Top-Spielerin verlängert den Vertrag, Weltklasse-Duo wird den Klub verlassen

Vor dem Bundesliga-Derby bei Bayer 04 Leverkusen gab Borussia Dortmund Auskunft über Personalentscheidungen für die nächste Saison. Drei Spielerinnen haben verlängert, fünf werden gehen.
Bei den Handballerinnen von Borussia Dortmund wird sich personell etwas tun zur kommenden Saison. © Ludewig

Der Rhythmus bleibt dauerhaft gleich. Alle drei bis vier Tage ein Spiel, ändern wird sich daran nichts für die Handballerinnen von Borussia Dortmund in den kommenden Wochen. Doch trotz des Blickes auf das Weiterkommen in der Champions League, was nach dem Sieg am vergangenen Sonntag wieder möglich ist, und dem Ziel der deutschen Meisterschaft in der Handball-Bundesliga, laufen auch die Personalplanungen für die kommende Spielzeit bei Borussia Dortmund.

Wie der Verein am Dienstagabend bekannt gab, wurden die Verträge von Alina Grijseels (bis Sommer 2022), Merel Freriks (bis Sommer 2022 mit Option auf ein weiteres Jahr) und Dana Bleckmann (für zwei Spielzeiten) verlängert. Vor allem die Vertragsverlängerung von Kapitänin Alina Grijseels hat für Freude bei den Verantwortlichen gesorgt. „Wir freuen uns, dass sich Alina in dieser für alle schwierigen Zeit für uns entschieden hat. Sie ist uns einen großen Schritt entgegengekommen“, sagt Andreas Heiermann, Abteilungsleiter der Handballabteilung des BVB.

Wird auch kommende Spielzeit für Borussia Dortmund auflaufen: Alina Grijseels (l.). © Ludewig © Ludewig

Auch Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsleiter, vertritt diesen Ansatz: „Die Vertragsverlängerungen mit diesen drei Spielerinnen sind sehr wichtige Bausteine, das Bekenntnis von Alina Grijseels zum BVB ist als sehr positiv zu bewerten.“

Weltklasse-Duo wird gehen

Doch neben dem Verbleib der talentierten Rückraumspielerin Bleckmann und Kreisläuferin Freriks, laut Heiermann „auf ihrer Position die kommende Nummer eins in Europa“, verlassen gleich fünf Spielerinnen Borussia Dortmund.

Der größte Verlust ist dabei der Abgang vom niederländischen Weltklasse-Duo Kelly Dulfer und Inger Smits. Beide sind auf den Verein zugekommen und haben mitgeteilt, sich sportlich verändern zu wollen. „Es ist nun unsere Aufgabe, speziell die Abgänge von Dulfer, Smits und Vollebregt sportlich gleichwertig zu ersetzen, aber da haben wir klare Vorstellungen wie der Kader zukünftig aussehen wird“, kündigte Bartels an.

In den kommenden Wochen sollen drei deutsche Nationalspielerinnen als Neuzugänge der Schwarzgelben vorgestellt werden. Neben Smits und Dulfer, wird auch Kelly Vollebregt den Verein verlassen und sich Odense anschließen (wir berichteten). Nicht einig geworden über eine Verlängerung des Vertrages ist sich der Verein mit Außenspielerin Johanna Stockschläder, die seit 2017 für Borussia Dortmund spielt und am Ende der Saison geht. Genauso wie Torhüterin Isabell Roch. Die 30 Jahre alte deutsche Nationalspielerin wird den Klub nach Auslaufen ihres Vertrages im Sommer verlassen.

Kelly Dulfer wird ab kommender Saison nicht mehr in Dortmund spielen. © Ludewig © Ludewig

„Es ist ganz klar, das wir unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren werden“, macht Andreas Bartels deutlich, „wir wollen national ein Spitzenteam sein und uns international weiterentwickeln.“ Dafür möchte der BVB sich rüsten, weitere Personalien sollen in den kommenden Wochen präsentiert werden.

Duell mit „Pokalspiel-Charakter“ in der Liga

Doch erstmal steht am Mittwochabend das Rhein-Ruhr-Derby gegen Bayer Leverkusen an (Anwurf 19.30 Uhr, live auf sportdeutschland.tv). Bartels nennt es ein Duell mit „Pokalspiel-Charakter“. Für den Tabellensiebten lief es zuletzt nicht allzu rund, es gab zwei Niederlagen gegen Teams aus dem unteren Drittel des Tableau (Oldenburg und Halle-Neustadt). Doch kein Grund für BVB-Coach André Fuhr das Team zu unterschätzen: „Leverkusen ist als Derby für uns eine besondere Aufgabe. Wir werden auf der Hut sein. Wir wissen, dass es zu den komplizierteren Auswärtsspielen gehört.“

Mit dabei wird dann auch wieder Clara Monti Danielsson sein, die ihre Gehirnerschütterung auskuriert hat. Eben so wie Kelly Dulfer, die angeschlagen aus dem Champions-League-Spiel am vergangenen Sonntag ausgewechselt worden ist, am Dienstag aber trainierte.

Dorsten am Abend

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