Handball-Bundesliga

BVB erhält den Meisterpokal: „Eine Saison, die in die Geschichtsbücher eingeht“

Borussia Dortmunds Handballerinnen wird beim letzten Heimspiel der Saison der Meistertitel überreicht.
Wird den Meisterpokal in Empfang nehmen: BVB-Kapitänin Alina Grijseels. © Ludewig

Als Alina Grijseels 2014 zu Borussia Dortmund wechselte, war dieser Tag in ihren Vorstellungen nicht vorhanden. Der Tag, an dem sie als Kapitänin den bedeutendsten Titel des nationalen Handballs überreicht bekommt: Den Pokal für die Deutsche Meisterschaft.

Diesen Samstag ist es so weit. Anlässlich des letzten Heimspiels der Borussia, wird die Handball Frauen-Bundesliga den Titel überreichen. „Das war schon weit weg“, erzählte Grijseels im aktuellen Podcast des BVB. Damals wechselte sie in die 2. Bundesliga, schaffte mit dem Team den Aufstieg in das deutsche Spitzenetablissement und feiert nun den Höhepunkt ihres bisherigen Werdegangs.

„Da hat keiner mit gerechnet“

„Ich wusste, dass der Verein das Ziel hatte aufzusteigen. Das war damals für mich der perfekte Schritt für mich“, sagt sie über die damalige Zeit, „Dass sich der Verein so rasant entwickelt, da hat keiner mit gerechnet.“ Strukturen hätten sich verändert, die Arbeitsweise hat sich professionalisiert und Borussia Dortmund ist aus der nationalen Spitzengruppe nicht mehr herauszunehmen. Hundertprozentig realisiert hat sie diesen Titelgewinn noch nicht, wie sie zugab: „So ganz angekommen, ist es noch nicht. Das passiert vielleicht Samstag, wenn wir die Meisterschale überreicht bekommen.“

Doch bevor es zum zeremoniellen Teil kommt, steht noch ein Spiel an: Die Neckarsulmer Sport-Union ist zu Gast. Der Klub, wo kommende Saison BVB-Linksaußen Johanna Stockschläder spielen wird, aktuell auf Rang sechs im Tableau (Anwurf 18 Uhr, live auf sportdeutschland.tv). Bis auf die Langzeitverletzte Delaila Amega werden da alle Spielerinnen mit dabei sein. Auch die zuletzt fehlende spanische Linksaußen Jennifer Gutierrez Bermejo.

Und das Ziel ist klar, wie die junge Dana Bleckmann, ebenfalls zu Gast im Podcast mit Grijseels, deutlich machte: „Wir haben versucht uns neue Ziele zu stecken. Wir wollen die letzten Spiele jetzt gewinnen und ungeschlagen Deutscher Meister sein.“

Eine Saison für die Geschichtsbücher

Es ist das neue und groß ausgeschriebene Ziel der Schwarzgelben. Es täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Fans die gesamte Spielzeit über gefehlt haben, wie Bleckmann preisgibt: „Jetzt, wenn man Deutscher Meister ist und weiß, man könnte mit den Fans feiern, vermisst das umso mehr. Wir denken an die Fans.“ Denn es wäre wohl klar gewesen: Die Saison hätte wohl viele Spiele mit vollem Haus in Wellinghofen mit sich gebracht. Durch die Coronavirus-Pandemie wird es – so wie am Samstag – leere Tribünen geben. Doch es schmälert nicht, was der Titelgewinn für den Klub und die Spielerinnen von Borussia Dortmund bedeutet. Welchen Stellenwert der Titel hat.

So oder so, das machte Grijseels auch noch mal deutlich: „Es wäre trotz allem eine Saison, die in die Geschichtsbücher eingeht.“

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