Ahmed Ersoy (gelbes Trikot) stürmt ab Sommer für den BSV Schüren in der Westfalenliga. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

BSV-Neuzugang Ahmed Ersoy hat Respekt vor der Westfalenliga und mit Gahmen ein großes Ziel

Ahmed Ersoy heißt die neueste Verpflichtung des BSV Schüren. Der Angreifer kommt aus der A-Liga von der SG Gahmen. Bevor er nach Schüren wechselt, hat Ersoy aber noch ein großes Ziel.

Ahmed Ersoy spielt ab Sommer drei Ligen höher als noch zuletzt. Der 24-jährige Angreifer wechselt nach nur einem Jahr von der SG Gahmen aus der Kreisliga A zum Westfalenligisten BSV Schüren. Vor der neuen Aufgabe hat der Stürmer Respekt, die Vorfreude ist aber noch größer. Bevor es zum Wechsel kommt, hat Ersoy allerdings noch ein Ziel – auch wenn das wohl eher unrealistisch ist.

Kontakt zum BSV Schüren hatte Ahmed Ersoy schon länger. Schon vor rund anderthalb Jahren gab es heiße Verhandlungen zwischen dem Westfalenligisten und dem Stürmer. Damals kickte Ersoy noch für den VfL Kemminghausen in der Landesliga. Dann jedoch verletzte sich Ersoy, zog sich eine komplizierte Schambeinentzündung zu, die ihn lange außer Gefecht setzte. „Es hätte so keinen Sinn für mich gemacht, höher zu spielen. Deshalb bin ich dann zu Türkspor und anschließend zu Gahmen gewechselt. Nun bin ich aber wieder topfit und möchte mich in der Westfalenliga beweisen“, so Ersoy über sein neues Engagement.

Obwohl er mehrere Angebote gehabt habe, stand die Entscheidung pro Schüren schnell fest. Ersoy hat schon jetzt einen guten Draht zu seinem neuen Klub. „Ich hatte mich damals schon sehr gut mit Peter Seifert und Mehmet Aslan verstanden, beides super Typen. Letztlich gefällt mir auch die Mannschaft sehr gut, ich glaube, ich werde mich dort sehr wohlfühlen“, sagt der Torjäger.

Die Entscheidung, Gahmen nach nur einem Jahr wieder zu verlassen, sei keine gegen seinen noch aktuellen Klub. Ersoy fühlt sich beim Lüner A-Ligisten wohl, lobt die SGG in den höchsten Tönen. „Die Mannschaft, der Vorstand und der Trainer sind klasse bei der SG Gahmen, ich habe mich komplett wohlgefühlt und habe, wenn auch nur kurz, gerne gespielt. Meine Entscheidung ist nicht gegen Gahmen, sondern ich möchte nun endlich wieder höher spielen. Ich werde ja auch nicht jünger“, sagt Ersoy und schiebt dann einen entscheidenden Satz nach.

Ahmed Ersoy will mit Gahmen noch aufsteigen

„Ich hoffe fest, dass wir noch gemeinsam mit Gahmen den verdienten Aufstieg schaffen. Und drücke dem Verein auch in der neuen Saison fest die Daumen.“ Die SG Gahmen war formidabel in die aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison gestartet, hatte von fünf Saisonspielen alle fünf gewonnen und die Liga bislang dominiert. Von allen anderen Klubs wurde die SGG zu Saisonbeginn auch als Topfavorit auf den Aufstieg genannt.

Ob sich Ersoys Wunsch noch erfüllt, darf aber verzweifelt werden. Erst kürzlich hat die Politik den bestehenden Lockdown verlängert. Ein Re-Start der Spielzeit wird aufgrund der Zeitknappheit – die Saison muss bis zum 30. Juni beendet sein – immer unwahrscheinlicher.

So oder so: Für den möglichen Re-Start aber auch schon für die neue Saison hält sich Ersoy derzeit tapfer fit und legt einige Einheiten ein. Er weiß, was ihn in der Westfalenliga erwarten wird. „Ich weiß, dass ich sehr motiviert dabei sein muss und jogge auch schon privat für die Westfalenliga, ich möchte ja nicht gleich in der Vorbereitung aus der Puste sein. Ich habe definitiv Respekt davor, aber ich glaube fest an mich und bin motiviert“, so der 24-Jährige, der sich klassisch im Sturm am wohlsten fühle, dennoch aber variabel einsetzbar sei.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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