Handball-Bundesliga

Borussia Dortmund schafft das, was kaum einem Sportteam gelingt

30 Spiele, 30 Siege. Was eine Spielzeit für Borussia Dortmund! Auch im letzten Spiel präsentierten die Handballerinnen des BVB, warum sie Deutscher Meister geworden sind.
Der BVB feiert die perfekte Saison. © Ludewig

Ein letzter Tanz, ein abschließender gemeinsamer Auftritt der Handballerinnen von Borussia Dortmund. Und die Zielformulierung war eindeutig: Sieg 30 im Spiel 30 sollte her. Die perfekte Saison. Eine Traumvorstellung, die ein Gros aller Sportmannschaften nie erreichen wird. Borussia Dortmund hat es geschafft. Deutscher Meister und die perfekte Spielzeit hingelegt.

Eine historische, vollendet dank des 38:29 (20:15)-Sieges im letzten Spiel bei der HSG Blomberg-Lippe. „Wir sind alle ganz zufrieden, wir haben gewonnen, um die Saison mit weißer Weste abzuschließen“, sagte Borussias Trainer André Fuhr zu dem Spiel. Doch der letzte Tanz gestaltete sich wacklig, begann nicht mit der Meister-Lockerheit. Blomberg zeigte, warum es um Platz drei in der Bundesliga-Tabelle kämpft.

Blomberg präsentiert sich gut

Immer wieder stark bei Blomberg: Marie Michalczik. Die 19-jährige spielt eine außerordentliche Spielzeit, war vor ihrem Wechsel nach Ostwestfalen auch für den BVB aktiv, wo sie mit den A-Junioren 2019 die Deutsche Meisterschaft gewann. Mit ihrer starken Rückraum-Partnerin Nele Franz, die kürzlich zur Bundesliga-Spielerin des Jahres gewählt worden war, sorgte sie immer wieder für Probleme im BVB-Innenblock. Mal größer, mal kleiner.

Doch es ist auch mal wieder deutlich geworden, was Borussia Dortmund in dieser Spielzeit auszeichnet: Konstanz. Kam Blomberg ran, gab Schwarzgelb die passende Antwort, wie beim 9:6 durch Laura van der Heijden (13.), dem 1000. Dortmunder Saisontor, oder dem verwandelten 15:9-Siebenmeter durch Alina Grijseels.

Das 20:15 für den BVB zur Pause wirkte deutlich, war aber harte Arbeit. Trainer André Fuhr musste viel dirigieren, haderte mit der eigenen Chancenverwertung, aber auch mit der Durchlässigkeit der eigenen Defensive. Blomberg hätte das Spiel spannender gestalten können, doch agierte vor dem Tor zu ungenau oder scheiterte an der starken Isabell Roch im BVB-Tor.

Der letzte BVB-Tanz ist geglückt

Im zweiten Abschnitt kam die Meister-Lockerheit immer mehr. Schwarzgelb spielte sich leichtfüßig durch die HSG-Defensive und präsentierte Konsequenz im Abwehrverbund. Die Folge: ein deutlicher Ausbau der Führung (27:18 für den BVB; 40.), Blomberg-Trainer Steffen Birkner nahm das Timeout, während sein Gegenüber mehr rotierte. Bis auf Torhüterin Rinka Duijndam kamen alle der acht Spielerinnen, die den Verein verlassen, auf ihren Abschieds-Einsatz.

Wenngleich die Konzentration etwas nachließ, brachte der BVB das Spiel so erfolgreich zu Ende wie die gesamte Saison. Souverän, dominant und wahrlich perfekt. Der letzte Tanz ist geglückt. „Wir haben eine sensationelle Saison gespielt, über 1000 Tore geworfen. Das ist Rekordverdächtig“, resümierte Fuhr diese außergewöhnliche BVB-Spielzeit.

BVB: Roch, ten Holte, Duijndam – Abdulla (1), van Zijl (3), Freriks (2), Bleckmann, Grijseels (6/5), Stockschläder (6), van der Heijden (4), Dulfer (5), Smits (4), Rode, Vollebregt, Monti Danielsson

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