Handball-Bundesliga

Borussia Dortmund erspielt sich souveränen Derbysieg und sichert sich den begehrtesten Platz

Borussia Dortmund gewinnt das Rhein-Ruhr-Derby gegen Bayer Leverkusen souverän und schnappt sich so den Platz an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga.
Erzielte mit sechs Treffern die meisten gegen Bayer Leverkusen: Borussia Dortmunds Außenspielerin Tina Abdulla. © Ludewig (A)

Borussia Dortmund sichert sich die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga durch den 27:21 (10:13)-Erfolg im NRW-Derby gegen Bayer 04 Leverkusen.

Und der BVB legte einen sehr ordentlichen und erfolgreichen Auftritt in der Rheinstadt hin.

„Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden. Wir haben heute nicht geglänzt, aber das ist ein Arbeitssieg. Es war kein leichtes Spiel“, kommentierte Andreas Heiermann, Abteilungsleiter des BVB. Trainer André Fuhr befand ähnlich: „Heute waren es mehr Dinge, die uns nicht so gut gefallen haben. Wir waren nie gefährdet, haben ein paar Körner geschont.“

Die Gastgeberinnen spielten ein sehr couragiertes und leidenschaftliches Spiel gegen das Spitzenteam der Liga, doch das Fehlen von Mia Zschocke, Fanta Keita und Mareike Thomaier machte sich bei den Werkselfen bemerkbar.

Dortmund benötigte ein paar Minuten, um in die Partie reinzukommen, übernahm dann Stück für Stück immer mehr das Kontrollgeschehen. Bei Leverkusens erster Auszeit (21.) führte der BVB bereits mit drei Treffern (10:7).

Starke Torhüterinnen auf beiden Seiten

Es hätten auch mehr sein können, doch die Dortmunder Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig und Fuhr hadern. Hinzu kommt: Bayer Leverkusen hatte in Vanessa Fehr eine sich stark präsentierende Torhüterin zwischen den Pfosten (sechs Paraden nach 28 Minuten), doch auch Yara ten Holte im BVB-Tor bestätigte ihre sehr gute Form (13 Paraden) und ihren Stammplatz in den vergangenen drei Spielen.

„Die macht da einen richtig guten Job, da bin ich sehr stolz drauf“, kommentierte Heiermann.

Im zweiten Durchgang erhöhte der neue Spitzenreiter der Bundesliga gleich das Tempo, führte bereits nach drei Minuten mit fünf Treffern Vorsprung.

Was sich vor allem bemerkbar machte: Dortmund konnte das schnelle Konterspiel, welches zu zahlreichen Torerfolgen in den vergangenen Wochen führte kaum ins Rollen bringen, da Leverkusen nicht allzu viele Fehler offensiv machte und in der Defensive schnell hinter den Ball kam. Trotzdem schaffte es Schwarzgelb immer wieder das Bayer-Bollwerk zu durchbrechen und Kombinationen in Tore umzuwandeln.

Der Toreabstand ließ im zweiten Abschnitt aber zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd Spannung aufkommen und bestätigt den Eindruck der vergangenen Wochen: Der BVB bringt seine Leistungen mit Routine und bestätigt die Rolle als Favorit auf die deutsche Meisterschaft.

Ein gutes Zeichen

Durch den Erfolg ist Borussia Dortmund nun auf den ersten Platz der Liga gesprungen, hat Hauptkonkurrent Bietigheim auf Rang zwei verwiesen, bei einem BVB-Spiel weniger. Und hält man diesen Moment inne, ist es schon bemerkenswert: 13 Spiele, 13 Siege, die mit großem Abstand beste Tordifferenz der Liga (+148). „Der Vorsprung auf Bietigheim ist wichtig, ob wir jetzt auf Platz eins oder zwei stehen, ist nicht so wichtig“, sagte stellvertretender Abteilungsleiter Andreas Bartels.

BVB: Ten Holte, Duijndam, Roch – Grijseels, Monti Danielsson (1), van Zijl (2), Smits (5), Abdulla (6/1), Stockschläder (5), Gutierrez Bermejo (1), Freriks (3), Dulfer (3), van der Heijden, Vollebregt, Rode, Bleckmann (1)

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