ASC-Trainer Antonios Kotziampassis ist von der aktuellen Personallage nicht gerade verwöhnt. © Stephan Schütze
Oberliga

ASC 09 sagt Generalprobe ab – Muskelfaserrisse, eine OP und etliche weitere Verletzungen

Gut eine Woche vor dem Saisonstart will sich das Lazarett beim Dortmunder Oberligisten ASC 09 nicht so recht lichten. Das hat schwerwiegende Folgen für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit.

Antonios Kotziampassis zählt aktuell mit sorgenvoller Miene beim Training durch. Der Trainer des Oberligisten ASC 09 hat kurz vor dem Start in die neue Saison mit einer echten Verletzungsmisere seiner Mannschaft zu kämpfen.

Erste Folge: Das Testspiel gegen den Niederrhein-Oberligisten 1. FC Mönchengladbach an diesem Samstag musste abgesagt werden. „Das ist bitter für uns, aber natürlich auch für den Gegner, dem wir zwar nicht erst gestern, aber doch kurzfristig absagen mussten. Und für die Mannschaft, die hätte spielen können, ist sowas natürlich immer besonders übel. Aber wir hatten tatsächlich keine andere Möglichkeit.“

Hintergrund ist, dass der ASC sein Vorbereitungsspiel gegen SV Sodingen am Dienstag gleich mit vier danach angeschlagenen Spielern beendete. „Das hätte bedeutet, dass wir gegen Mönchengladbach nur 13 Feldspieler zur Verfügung gehabt hätten. Und dass Risiko, dass sich eine Woche vor Saisonstart auch von denen noch einer verletzt, war uns einfach zu groß“, sagt der Trainer.

Die Liste der Verletzten oder zumindest gerade nicht einsatzfähigen Akteure beim ASC ist lang. Florian Rausch fällt wegen einer Operation am Meniskus schon länger aus.

Der Trainer hofft, dass Maxi Podehl (Bild am Ball) bis zum Ligaauftakt wieder einsatzbereit ist. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Hinzu kommen jetzt die Vier, die in Sodingen nicht verletzungsfrei blieben: Maximilian Podehl zog sich eine Leistenzerrung zu. Das gleiche Schicksal ereilte Mike Schäfer. Auch er laboriert nun an einer Zerrung. Luis Weiß musste bereits in der 13. Minute das Feld mit einem Muskelfaserriss verlassen. Said Dahoud spielte zwar in Sodingen noch durch, konnte aber am Donnerstag nicht mehr mittrainieren, weil die Achillessehne die Belastung vom Dienstag nicht gut verkraftet hatte.

Schon seit gut zwei Wochen fehlt Lars Warschewski, der ebenfalls einen Muskelfaserriss auskuriert. Zudem ist Barabaros Inan nicht fit. Ihn plagen Rückenprobleme. Außer Gefecht gesetzt ist schließlich auch Danielle Werlein. Eine Fußverletzung entpuppte sich zwar letztlich nicht als Bruch. Doch auch die Folgen der starken Prellung setzten ihn schließlich außer Gefecht. „Das wird sich auch noch etwas ziehen“, sagt Kotziampassis.

Trainings- und Wettkampfpause

Schlägt da jetzt die vielfach vorhergesagte Verletzungsmisere aufgrund der ewig langen Trainings- und Wettkampfpause zu? „Wenn überhaupt, dann nur zum Teil“, sagt Kotziampassis. „Bei Florian Rausch, Danielle Werlein und Barabaros Inan ist das sicher nicht der Grund. Da sind die Umstände einfach unglücklich gewesen, so wie es einfach immer passieren kann. Bei den Zerrungen spielt das vielleicht schon eher eine Rolle, weil da sicher auch die Belastung ein Grund ist. Aber letztlich sind die leichten Zerrungen nichts, was die Spieler gleich für ein paar Wochen außer Gefecht setzt – eher für vier oder fünf Tage. Aber das ist letztlich nichts, was in all den Jahren vorher nicht auch vorgekommen ist.“

Problematisch für den ASC ist nur, dass sich diese Ausfälle in der Endphase der Saisonvorbereitung ereignen. „Das mussten wir auf das Testspiel verzichten, weil wir den Kader dafür ja auch nicht mit Spielern aus der zweiten Mannschaft oder aus der A-Jugend ergänzen konnten. Die sind ja auch alle auf der Zielgrade ihrer Vorbereitung.“

Knaller zum Ligastart

Also muss der Oberligist sich bis zum Ligastart mit Training begnügen. Und mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Kaan-Marienborn hätte die Aufgabe zum Start kaum schwieriger sein können. „Das ist ganz klar einer der drei Topfavoriten der Liga, so wie die sich verstärkt haben“, sagt Kotziampassis, geht aber auch davon aus, am 29. August mit mehr als 13 Feldspielern die Reise nach Siegen anzutreten. „Bei Maxi Podehl, Mike Schäfer, Luis Weiß und Said Dahoud hoffe ich schon, dass sie bis dahin wieder ins Training eingestiegen sein werden.“

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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Gerhard Vogelsang

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