Aplerbecks Samir Habibovic hat einen jungen Trainer auf seinem Zettel. © Stephan Schuetze
Fußball-Oberliga

Angebot aus der Regionalliga: Verliert der ASC eines seiner Supertalente?

Eines der Toptalente des ASC 09 Dortmund spricht offen über den Abschied Richtung Fußball-Regionalliga. Der Sportliche Leiter Samir Habibovic hofft weiter auf den Verbleib.

Der ASC 09 Dortmund bringt Jahr für Jahr neue Talente hervor, die sich in der Oberliga durchsetzen. Die große Gefahr? Höherklassige Vereine werden natürlich auf die jungen Spieler aufmerksam. So ist zum Beispiel vor der aktuellen Spielzeit Maurice Buckesfeld zum Regionalligisten TSV Steinbach gewechselt. In der Saison davor Jan-Patrick Friedrich und Nico Wolters zum damaligen Regionalligisten TuS Haltern.

Friedrich ist längst wieder zurück beim ASC und hat schon für die Spielzeit 2021/22 verlängert. So auch elf weitere Topspieler des Klubs. Auch der Coach Antonios Kotziampassis und der stark umworbene Sportliche Leiter Samir Habibovic bleiben dem Klub erhalten. Ein Talent, mit dem der Verein gerne längst verlängert hätte, zögert noch.

Das Talent Lars Warschewski ist ein Paradebeispiel für die alte Transferpolitik des ASC 09 Dortmund © x © x

Es handelt sich um den offensiven Mittelfeldspieler Lars Warschewski. Der 21-Jährige liebäugelt mit einem Wechsel in die Regionalliga. „Für mich ist die Zeit gekommen, den Schritt zu wagen. Ich glaube daran, dass ich das schaffen kann“, sagt Warschewski, „es gibt auch schon ein Angebot. Das stammt aber nicht aus der Umgebung.“

Warschewski kam von den A-Junioren des TSC Eintracht zum Klub und erreichte unter Trainer Adrian Alipour gleich einen Stammplatz. Auch bei Daniel Sekic und jetzt Kotziampassis gehört er zu den Leistungsträgern. Warschewski ist ein Unterschiedsspieler. Er ist manchmal 70 Minuten nicht zu sehen, dann gelingt ihm aber ein genialer Pass oder ein Traumtor zum Erfolg.

Eine unglaubliche Schusstechnik

Er hat eine unglaubliche Schusstechnik, die seinesgleichen in der Liga sucht. Er schafft es gezielt, dass der Ball zweimal in der Luft die Richtung wechselt. So hat er schon einige Keeper zur Verzweiflung gebracht und sie schlecht aussehen lassen. „Es gibt noch zwei, drei lockere Kontakte zu Regionalligisten in der Nähe“, sagt er. Bis zum 1. März möchte er sich entscheiden.

Er hält es aber nicht für ausgeschlossen, beim ASC zu bleiben. „Das Angebot, das ich ja habe, ist von weiter weg. Und wenn wegen Corona in der Nähe vielleicht aktuell nichts möglich ist, versuche ich es in der Saison danach“, sagt Warschewski. Er hält die aktuelle Zeit für problematisch, weil er gar nicht die Chance hat, sich bei Probetrainings zu beweisen.

Entscheidung am 1. März

„Wir wollen Lars natürlich gerne behalten. Er ist zum Stammspieler gereift. Ich glaube, ein Jahr bei uns würde ihm echt noch gut tun“, sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic. Für Warschewski wäre es keine Enttäuschung, beim ASC zu bleiben und nicht in die Regionalliga zu wechseln.

„Der ASC ist mehr als ein Verein, er ist meine Familie. Er hat mir meinen Führerschein ermöglicht, mir eine Ausbildung besorgt und mir die Chance in der Oberliga gegeben. Wenn ich bleiben würde, dann mit Freude“, sagt er. Am 1. März wissen alle Parteien mehr, was er macht.

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Thomas Schulzke

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