Amateurfußballer kämpft mit Klub um den Abstieg, anstatt bei der Eishockey-WM aufzulaufen

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Marcel Brandt im Trikot seiner Eishockey-Bundesliga-Mannschaft Straubing Tigers. © IMAGO/Eibner
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Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist durch ein 1:4 gegen Tschechien aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Nicht mit dabei gewesen: der 2021 als bester Verteidiger der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ausgezeichnete Marcel Brandt. Dafür unterstützt er allerdings eine andere Mannschaft im Abstiegskampf.

Denn der 30-Jährige, der bei den Straubing Tigers unter Vertrag steht, ist gleichzeitig auch noch als Kicker seines niederbayerischen SV Motzing unterwegs. In einem Interview, das er dem Online-Portal „fussball.de“ gab, sprach der gebürtige Dingolfinger über die Hintergründe.

Nach Saisonende in der Eishockey-Bundesliga: Kicker in der Kreisliga

Aufgrund von Kieferproblemen hatte Brandt das Turnier in Finnland kurzfristig absagen müssen. Weil er aber nach Saisonende in der Eishockey-Bundesliga seit Jahren noch für den SV Motzing in der Kreisliga Kreis Straubing aufläuft, war trotz Verletzung keine komplette Pause vom Sport möglich.

Zumindest sah das Marcel Brandt so, der sein Team auch in dieser Saison im Abstiegskampf unterstützen wollte. Aktuell steht der SVM nämlich auf einem Relegationsrang. Der Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt gerade einmal drei Punkte.

Marcel Brandt: „Das ist ja immer noch meine Freizeit“

Das der Profisportler dadurch Probleme mit den Straubing Tigers oder der Nationalmannschaft bekommen könnte, glaubt dieser übrigens nicht. Zumindest sagte Marcel Brandt gegenüber „fussball.de“: „Was sollen sie denn sagen? Das ist ja immer noch meine Freizeit, in der ich meinem Hobby nachgehe. Ich könnte ja auch mit dem Fahrrad stürzen oder – blöd gesagt – gegen eine Wand laufen. Natürlich könnte ich mich beim Fußball verletzen, das stimmt schon. Aber mein Verein legt mir keine Steine in den Weg“, sagte Brandt dem Onlineportal.

So oder so: Abstiegskampf in der Kreisliga anstatt Eishockey-WM in Finnland – eine kuriose Amateurfußball-Geschichte bleibt es auf jeden Fall.