Fußball

Als Anführer geholt, nur 20 Minuten gespielt – ein Westfalenliga-Kicker fühlt sich trotzdem wohl

Sein aktueller Verein hatte ihn im Sommer verpflichtet - unter anderem als Leader und Führungsspieler. Der Zugang kam aber nur auf 20 Spielminuten. Dennoch ist er gerne Teil des Klubs.
Erst 20 Minuten Spielzeit hatte ein ambitionierter Dortmunder Westfalenliga-Spieler. © Stephan Schuetze

Ein aktueller Dortmunder Westfalenliga-Fußballer gehörte viele Jahre in seinen bisherigen Klubs zu den absoluten Stammkräften. Der Kicker hat schon einige Erfahrungen gemacht und mehrere Titel gefeiert. Im Sommer verpflichtete ein Dortmunder Westfalenligist den Akteur. Auch dort sollte er eine Leader-Rolle einnehmen. Doch das klappte bislang nicht. Er stand nur 20 Minuten auf dem Platz. Dennoch fühlt er sich in Dortmund wohl. Wie kommt das?

Lukas Ziegelmeir hat in seiner Fußballerlaufbahn schon ein paar Vereine hinter sich. Er kickte für den TSC Eintracht Dortmund, danach folgte seine Lüner Zeit beim BV Brambauer und beim Lüner SV. Danach landete er beim DSC Wanne-Eickel mit dem er fast den Oberliga-Aufstieg gepackt hätte. Die nächste Aufgabe führte den 27-Jährigen zurück nach Dortmund.

Der FC Brünninghausen ist es geworden. Dort wollte Ziegelmeir eine ähnlich große Rolle einnehmen wie in seinen Stationen davor, bei denen er unter anderem Kapitän war. Geklappt hat das bislang nicht so. Ziegelmeir absolvierte bisher nur 20 Saisonminuten für den FCB.

„Ich würde die Hinrunde insgesamt für mich persönlich als unglücklich bezeichnen. Die gesamte Vorbereitung lief sehr gut und schmerzfrei. Beim letzten Test gegen den ASC hat der Muskel im Bein zugemacht. Ich habe dann zu früh angefangen und bin dadurch länger ausgefallen, als gedacht. Nachdem ich dann endlich fit war und die ersten Minuten gesammelt habe, hat auch mich Corona erwischt und ich war in Quarantäne. Anschließend wurde die Saison unterbrochen“, wird Ziegelmeir in einem Interview des FC Brünninghausen auf der Vereinshomepage zitiert.

Lukas Ziegelmeir (r.) spielt in der kommenden Saison in der Westfalenliga für den FC Brünninghausen.
Lukas Ziegelmeir (r.) spielt in der kommenden Saison in der Westfalenliga für den FC Brünninghausen. © Goldstein © Goldstein

Bislang kam Ziegelmeir nur im Spiel gegen den SV Sodingen zum Einsatz. Das gewann der FCB deutlich mit 4:1. Es war nicht der einzige Sieg, den die Südlichen feierten. Der Klub steht derzeit auf Rang drei – mit Kontakt zum Tabellenführer TuS Bövinghausen. Daher beschreibt Ziegelmeir die Saison im Interview auch als „überdurchschnittlich gut“.

„Mit so einem positiven Verlauf hätte man in keinem Fall rechnen können. Umso schöner ist es, wenn man auf die Tabelle blickt. Nichtsdestotrotz ist es nur eine Momentaufnahme. Wenn am Ende der Saison die Tabelle so aussehen sollte, ist es eine überaus gelungene Saison gewesen“, wird Ziegelmeir vom FCB auf der Homepage weiter zitiert.

Dass der 27-Jährige als Führungsspieler geholt wurde, ist ihm bewusst. Und auch wenn es noch nicht für mehrere Einsätze gereicht hat, wolle Ziegelmeir diese Rolle einnehmen. „Ich werde sicherlich mit meiner Erfahrung den Jungs auf dem Platz helfen können. Dafür wurde ich auch unter anderen geholt. Gerade deshalb bedauere ich den persönlichen Verlauf. Selbstverständlich habe ich den Anspruch an mich selbst, in jedem Spiel auf dem Platz zu stehen und immer 100 Prozent zu geben“, sagt er im FCB-Interview.

Wann dies allerdings wieder der Fall sein wird, steht in den Sternen. Der Lockdown ist er kürzlich bis zum 14. Februar verlängert worden. Ein Re-Start im Februar ist daher schon jetzt nicht mehr möglich. Ob es im März klappt, hängt vor allem von den Corona-Zahlen ab.

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