Amateursport

99.000 Euro als Neujahrsgeschenk für einen Dortmunder Klub – jetzt kann gebaut werden

Das Land NRW hat drei weiteren Dortmunder Sportvereinen Fördermittel bewilligt. Was dafür nötig war und wofür ein Dortmunder Fußballklub das Geld benötigt, erklärt der Geschäftsführer.
Das Land NRW unterstützt Sportvereine. © dpa

Zuweilen war es wohl äußerst voll auf dem Gelände eines Dortmunder Amateurfußballklubs. 13 Teams kicken in normalen Zeiten im Trikot dieses Fußballklubs. Doch die räumliche Kapazität, also die Zahl der Kabinen ist begrenzt. Zwei davon hat der Verein aktuell zur Verfügung. Logisch, dass in der Prä-Lockdown-Zeit ab und an reichlich Gedränge herrschte. Jetzt ist Besserung in Sicht. Als einem von drei Dortmunder Sportklubs wurde dem Verein vor Kurzem ein positiver Förderbescheid des Landes NRW ausgestellt.

Land NRW unterstützt Sportvereine

Im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ sollen insgesamt 300 Millionen Euro an Klubs aus Nordrhein-Westfalen ausgeschüttet werden. Der BSV Fortuna Dortmund erhält knapp 99.000 Euro davon – und plant damit, über dem Vereinsheim weitere Kabinen zu bauen. „Manchmal mussten sich zwei Mannschaften von uns parallel umziehen, das geht vielleicht noch bei den E- und F-Jugendlichen“, erklärt Geschäftsführer Tobias Schwarck. „Doch auf Dauer ist es natürlich nicht optimal, vor allem für die älteren Mannschaften.“

Mitte des vergangenen Jahres habe der BSV den Antrag auf Förderung gestellt, erklärt er. Kürzlich trudelte dann das Okay der Landesregierung ein. Jetzt muss sich der Verein noch die Bewilligung der Stadt Dortmund einholen. Da sie das gesamte Prozedere „wohlwollend“ begleite, so Schwarck, sei er „sehr optimistisch“. Sodann könnte die Arbeit immer konkreter werden. Jedoch: Die anfangs formulierte Zielsetzung, mit dem Bauprojekt Ende 2021 fertig zu sein, wird der Klub nicht erreichen. „Corona hat uns die Planung etwas verhagelt“, sagt Schwarck.

BSV-Geschäftsführer: „Es geht um sehr viel Steuergeld“

80 Prozent der Kosten sollen letztlich vom Land NRW übernommen werden, 20 Prozent muss der Verein selbst schultern. Gut sei, „dass wir im Klub einige Leute haben, die sich mit dem Bau und der Abwicklung eines solchen Antrags auskennen“, erklärt Schwarck, „wir hatten ganz gute Voraussetzungen. Der Stadtsportbund stand aber auch jederzeit für Fragen bereit.“ Zudem gab es Informationsveranstaltungen, in denen über das Projekt „Moderne Spielstätten 2022“ aufgeklärt wurde. Insofern ist Schwarck der Meinung, dass der gesamte Prozess für jeden Verein zu bewerkstelligen ist – mehr oder minder kompliziert.

Final galt es einen Antrag zu stellen im Förderportal des Landessportbundes NRW – dann hieß es: abwarten. „Der Stadtsportbund hat uns immer recht zeitnah über den Stand der Dinge informiert“, berichtet Schwarck, der es logisch findet, „dass alles genau geprüft wird. Es geht schließlich um sehr viel Steuergeld, dass an die Vereine gegeben wird.“ So bewertet es auch Wilfried Peters, der seinerseits für den Budo- und Kraftsportverein Dortmund darum bemüht war, Fördermittel vom Land NRW zu erhalten.

Staatssekretärin Andrea Milz ist zufrieden

2019 habe er den Antrag gestellt – und anschließend „sehr, sehr lange gewartet“, sagt Peters. Neben dem BSV Fortuna und RV Dortmund-West e.V. erhielt sein Verein kürzlich den Zuschlag. Schön für Peters, der mit dem Geld – Punkt eins – in der Halle auf LED-Licht umstellen und – Punkt zwei – einen neuen Boden einbauen lassen will, zur besseren Isolierung und aus Gründen der Gesundheitsförderung. Am Ende, berichtet er, werde die gesamte Zahlung über die NRW-Bank abgewickelt.

Über einen Newsletter stieß Peters seinerzeit auf die Fördermöglichkeit, informierte sich danach im Detail – und formulierte den Antrag. Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt (CDU), lässt sich mit den Worten zitieren: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen.“

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