Ein Wickeder Mittelfeldspieler feierte zwei Treffer Sonntag. © Nils Foltynowicz
Fußball-Westfalenliga

0 Punkte, 2:7 Tore, letzter Platz – Ein Wickeder Spieler sieht trotzdem einen Aufwärtstrend

Für den Dortmunder Westfalenligisten Westfalia Wickede läuft es nicht. Drei Spiele, drei Niederlagen, Tabellenplatz 18. Doch es gibt Hoffnung, glaubt der Spieler, der Sonntag zwei Tore schoss.

Beim Blick auf die Tabelle kann einem schon wieder angst und bange werden. Zumindest, wenn man Fan von Fußball-Westfalenligist Westfalia Wickede ist. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren der Abstieg mit Mühe und Not quasi auf dem letzten Drücker und durch den Corona-bedingten Saisonabbruch verhindert werden konnte, sieht‘s schon wieder ziemlich düster aus. Nach drei Spielen Schlusslicht mit null Punkten, ein Torverhältnis von 2:7. Bitter.

Doch es geht aufwärts in Wickede, da ist sich Finn Heinings sicher. Zwei Tore hat der 24-Jährige bei der knappen 2:3-Niederlagen im Derby gegen den FC Brünninghausen geschossen. Was aber nicht reichte, um endlich mal wieder ein echtes Erfolgserlebnis feiern zu können. „Einen Punkt hatten wir mindestens verdient, vielleicht sogar drei. Wir sind gut in die Zweikämpfe gegangen. Ich kann nicht behaupten, dass zwischen uns als Schlusslicht und Brünninghausen als ungeschlagener Tabellenzweiter ein großer Leistungsunterschied bestand“, analysierte Heinings. Er sei sauer und enttäuscht darüber gewesen, dass es trotz einer sichtbaren Leistungssteigerung der Wickeder nicht gereicht hat gegen Brünninghausen: „Zumal ich am Sonntag meinen 24. Geburtstag hatte.“

Dennoch sei die Stimmung in Wickede besser als man annehmen könnte. Und besser als im Vorjahr, so Heinings, der lange Jahre bei den Junioren des VfL Bochum und der SG Wattenscheid spielte und vor fünf Jahren vom der U19 des Wuppertaler SV nach Wickede wechselte. „Ich habe lange in der Junioren-Bundesliga gespielt, absteigen in die Landesliga will ich mit Wickede auf keinen Fall“, so Heinings.

Nicht nur die Stimmung sei besser als in der Vorsaison. Auch das Mannschaftsgefüge. Die Grundstimmung sei positiv, alle seien wissbegierig, was der Trainer sagt, als Team wachse man auf und neben Platz zusammen, es finde eine gute Entwicklung statt, beschreibt der 24-Jährige die Situation bei den Schwarz-Weißen.

Finn Heinings (r.) glaubt an sein Team. © Foltynowicz © Foltynowicz

Was sich auf die Spielentwicklung auswirkt. „Wir lassen besser den Ball laufen, spielen kaum noch lange Bälle. Wir finden als Team zusammen“, so Heinings. Und langsam aber sicher kann Trainer Marko Schott auch wieder auf Spieler zurückgreifen, die entweder durch Urlaub, Verletzungen oder Krankheiten bislang ausgefallen sind. Jetzt muss nur noch was Zählbares dabei herauskommen. Am kommenden Sonntag beim Tabellensiebten DSC Wanne-Eickel soll endlich der Knoten in Wickede platzen.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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