Weihnachtlich erstrahlt der Vorarten am Holtbeuteweg 2 im Evinger Zentrum. Lichterketten, Nikoläuse, Rentiere und Engel finden sich dort. © Andreas Schröter
Wärmendes in Corona-Zeiten

Weihnachtlicher Vorgarten begeistert Kinder (und Erwachsene) in Dortmund

Zwei Frauen aus dem Dortmunder Norden sind begeisterte Weihnachtsfans und dekorieren ihren Vorgarten seit vielen Jahren entsprechend. Viele Passanten haben daran ihre Freude.

Wer in diesen Tagen bei Dunkelheit den Holtbeuteweg im Evinger Zentrum entlangläuft, dem wird ein bestimmter Vorgarten besonders ins Auge fallen. In ihm leuchten Lichterketten, Nikoläuse, Rentiere und Engel um die Wette. Evinger, die vorbeikommen, sagen ganz spontan: „Ach, was ist das schön.“ Sogar vermeintlich coole Jugendliche tun das.

Beleuchtetes Rentier aus Kristall

Der Garten gehört Helga und Jasmin Zarth, Mutter und Tochter, die ihn schon seit 20 Jahren zur Weihnachtszeit auf diese Weise herrichten. „Und jedes Jahr wird es ein bisschen mehr“, sagt Jasmin Zarth.

Erst neulich habe sie in einem Deko-Laden ein beleuchtetes Rentier aus Kristall gesehen. Gut möglich, dass das demnächst oder spätestens im nächsten Jahr den Garten bereichert. Auch eine weitere Lichterkette, die direkt am Zaun angebracht wird, können sich die beiden Weihnachts-Fans noch vorstellen.

Jasmin und Helga Zarth (v.l.) haben ein Faible für eine leuchtende Weihnachtsdeko
Jasmin und Helga Zarth (v.l.) haben ein Faible für eine leuchtende Weihnachtsdeko. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

„In diesem Jahr sind wir bewusst etwas früher angefangen“, sagt Helga Zarth, die vielen Evingern auch als engagierte Kümmerin beim TuS Eving-Lindenhorst bekannt sein dürfte. „Wir wollten gerade in dunklen Corona-Zeiten etwas Positives entgegensetzen.“ Besonders die Kinder seien es natürlich, die mit großen Augen staunend vor dem Garten stehen.

Immer wieder hören Helga und Jasmin Zarth in ihren Wohnungen die Ahs und Ohs von draußen, und wenn sie dann ans Fenster treten, sehen sie, wie wieder eine Schar von Kindern am Gartenzaun steht. Und genau diese Kinderbegeisterung sei für sie auch die Hauptmotivation, den Garten jedes Jahr auf diese Weise herzurichten. Auch mit den Bewohnern der Dogewo-Demenz-WG Sonnenhof, wo Helga Zarth arbeitet, sei sie schon zu Besuch gewesen.

Jedes Jahr kommen neue Teile hinzu, sodass der weihnachtliche Vorgarten von Jasmin und Helga Zarth ständig wächst
Jedes Jahr kommen neue Teile hinzu, sodass der weihnachtliche Vorgarten von Jasmin und Helga Zarth ständig wächst. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Etwa vier Stunden brauchen sie, um all die schönen Deko-Artikel, die während des Rests des Jahres einen ganzen Kellerraum füllen, auf diese Weise zu arrangieren und zu verkabeln. „Manchmal haben wir mit Kriechströmen zu kämpfen“, sagt Jasmin Zarth, „dann müssen wir erst lange prüfen, wo der Fehler liegt.“

Die übliche Nässe und der Frost, die in dieser Jahreszeit auftreten können, mache den vielen Lämpchen dagegen nichts aus. Das sei alles speziell für den Einsatz draußen gebaut worden, so die Zarths.

Mit Vandalismus haben die beiden Frauen kaum zu tun. Früher, als es noch die Disko Prisma in Eving gab, sei das zeitweise anders gewesen. Da seien manchmal spät in der Nacht betrunkene Jugendliche vorbeigekommen. Einmal habe einer eine Figur mitgenommen, die die Zarths dann am nächsten Morgen ein paar hundert Meter weiter zerstört gefunden haben. Aber das sei eine von wenigen Ausnahmen gewesen.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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