An den ersten zwei Januarsonntagen (3. und 10.1.) können Besucher Segensaufkleber in den drei Kirchen des Pastoralverbundes Eving-Brechten abholen und Spenden abgeben. © Jörg Unterkötter
Lockdown

Sternsinger-Aktion im Dortmunder Nordosten läuft anders als gewohnt

Eigentlich ziehen jetzt die Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus und sammeln Spenden für das Kindermissionswerk. Die Gemeinden in Dortmund-Nordost setzen auf Alternativen.

Mit vielen Traditionen wird dieser Tage gebrochen: nach Weihnachten und Silvester wird nun auch das Sternsingen anders ausfallen als gewohnt. Die als die Heiligen Drei Könige verkleideten Kinder dürfen keine Segenswünsche an die Haustüren schreiben und keine Spenden annehmen.

Die Kirchen Dortmund-Nordost nutzen unterschiedliche Alternativen

„Begegnungen an der Haustür sind nicht möglich“, erklärt Alexander Steinhaus von der Katholischen Kirche Dortmund-Nordost. Deshalb haben sich die Initiatoren andere Möglichkeiten einfallen lassen.

In Kirchderne werden die Ehrenamtler „in Zivil“ unterwegs sein, wie der Gemeindeassistent sich ausdrückt. Die „Sternsinger-Postboten“ werden um die 650 Briefe an die katholischen Haushalte in Kirchderne verteilen. In der Briefsendung enthalten: ein Segensstreifen, der über der Haustür angebracht werden kann, ein Brief der Kirche St. Bonifatius und ein Flyer mit Infos und Kontoangaben für die Sternsinger-Aktion.

In den Kirchen St. Johannes-Baptista (Kurl) und St. Petrus Canisius (Husen) liegen die selbstklebenden Segensstreifen aus. Beide Kirchen sind sonntags zwischen 9.30 und 10.30 Uhr geöffnet. St. Petrus Canisius können Besucher über einen Seiteneingang links der Kirche betreten und dort auch außerhalb der Öffnungszeiten für die Sternsinger-Aktion spenden und einen Segen mitnehmen.

In Lanstrop verteilen die Pfadfinder Segenspakete. Haushalte, die beliefert werden möchten, können eine Mail mit Adresse und Name in der ersten Kalenderwoche an dpsg-lanstrop@web.de schicken.

Youtube-Video und Himmelsflitzer in Dortmund-Ost

Der Pastorale Raum Dortmund Ost hat sich einen ganz anderen Weg einfallen lassen, um den Segen ins Haus zu bringen. Die ehrenamtlich Engagierten der Pfarrkirche Vom Göttlichen Wort haben „in Heimarbeit“, so Pfarrer Ludger Keite, ein Youtube-Video erstellt.

In diesem Video singen ehemalige und aktuelle Sternsinger vor ihren eigenen Haustüren. Aus diesem Grund sei auch das Tragen einer Mund-Nasen-Maske nicht nötig gewesen.

Am Mittwoch (6.1.) wird außerdem der „Himmelsflitzer“, ein motorisiertes, dreirädriges Fahrzeug des Pastoralen Raums für öffentliche Veranstaltungen, von 10 bis 14 Uhr auf dem Vorplatz der evangelischen Kirche in Brackel stehen. Dort werden dann Aufkleber verteilt und Spenden gesammelt.

Wer eine E-Mail an Andrea Schulze Röbbecke (a.schulze-roebbecke@kirche-dortmund-ost.de) schreibt, bekommt den Segensaufkleber zugeschickt.

In der Kirche St. Nikolaus von Flüe liegt eine Liste aus, in die sich eintragen kann, wer einen Segen nach Hause gebracht bekommen möchte.

Eine große Spendenaktion ist bereits abgeschlossen: Um die 1.500 Euro seien bei der Krippen-Ausstellung in St. Clemens zusammengekommen. „Schon Heiligabend haben wir in allen Kirchen insgesamt 2000 Geschenktüten verteilt“, erzählt Ludger Keite.

In Eving sind die Sternsinger am Sonntag im Einsatz

Der Pastoralverbund Eving-Brechten startete am Sonntag (3.1.) mit seinen Sternsingeraktionen vor den Kirchen St. Antonius, St. Marien und St. Barbara. Am kommenden Sonntag (10.1.) sammeln die Sternsinger von 10 bis 11 Uhr in St. Antonius und St. Marien sowie von 11 bis 12 Uhr in St. Barbara. Auch hier kann der Segen mitgenommen werden.

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mobil ist oder den Kontakt meiden sollte, der bekommt den Segen auch in den Briefkasten geliefert. Gemeindereferentin Claudia Schneider rät in dem Fall dazu, die Gemeindebüros unter 851900 oder 801861 zu kontaktieren.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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