Der Real-Markt, der im September geschlossen wird, ist das Herzstück des Einkaufszentrums (Bildmitte) in der Evinger Mitte. © Oskar Neubauer
Resolution im Rat

Solidarität mit Real-Beschäftigten – und Gespräche über Evinger Mitte

Das Aus für den Real-Markt in Eving hat auch die Politik aufgeschreckt. Der Rat der Stadt hat dazu eine Resolution verabschiedet. Und es gab auch ein wenig Hoffnung für die Evinger Mitte.

Ende September ist Schluss für den Real-Markt in der Evinger Mitte – und das Einkaufszentrum auf dem früheren Zechengelände verliert seinen Magneten. Für den Rat der Stadt war das Anlass, am Donnerstag (11.2.) eine von der SPD eingebrachte Resolution zu verabschieden. Darin solidarisiert sich die Politik mit den Beschäftigten der Supermarkt-Kette, die von der Schließung betroffen sind.

Die angekündigte Schließung der real-Filiale sei ein schwerer Schlag für die dort Beschäftigten und den Stadtbezirk Eving, heißt es zur Begründung. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen wissen, dass wir an Ihrer Seite stehen und uns für sie einsetzen. Gleichzeitig müssen wir gemeinsam daran arbeiten, dass die Evinger Mitte ein attraktiver Einzelhandelsstandort bleibt“, erklärte die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Silvya Ixkes-Henkemeier.

„Bei einem Leerstand der Real-Fläche gehen auch viele kleine Geschäfte den Bach runter“, befürchtet der SPD-Fraktionsvorsitzende Hendrik Berndsen, der auch Ratsvertreter für Eving ist. „Wenn die Evinger Mitte den größten Player verliert, ist das ein Schlag ins Kontor.“

Stadt führt Gespräche

Für den Fall dass ein Käufer für den Real-Markt gefunden wird, verlangt die Resolution vom Metro-Konzern als bisherigem Real-Eigentümer, die Nachfolgenutzung nicht zu blockieren. Ein möglicher neuer Eigentümer wird aufgefordert, die bisherigen Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Die Verwaltung wird gebeten, Bemühungen um eine Nachfolgenutzung und Attraktivierung des Einkaufszentrums in der Evinger Mitte zu unterstützen.

Bis auf die AfD schlossen sich alle anderen Fraktionen der Resolution an. „Die Evinger Mitte muss als attraktiver Standort erhalten bleiben“, erklärte Grünen-Fraktionssprecherin Ingrid Reuter. CDU-Wirtschaftssprecher Udo Reppin forderte eine „ganzheitliche Betrachtung des Themas“. Deshalb solle die Zukunft der Evinger Mitte auch im Wirtschaftsförderungs-Ausschuss beraten werden, ergänzte sein Fraktionskollege Uwe Waßmann.

Ein wenig Hoffnung konnte Oberbürgermeister Thomas Westphal machen. „Es werden von uns schon Gespräche geführt“, berichtete er. Man habe regelmäßige Kontakte mit den Expansionsmanagern großer Supermarkt-Ketten.

Und daraus gibt es offenbar erste Hinweise zur Vermarktbarkeit der Fläche. Der Standort stimme, als schwierig wird wohl der Zuschnitt des Einkaufszentrums eingeschätzt, erklärte Westphal.

Der Evinger Real-Markt liegt oberhalb einer Einkaufspassage mit zahlreichen kleineren Geschäften im Obergeschoss des Einkaufszentrums und ist vom Haupteingang aus nur über ein langes Laufband zu erreichen. „Vielleicht muss man das ganze Teil komplett neu anpacken“, überlegt auch Hendrik Berndsen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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