Koch Sebastian Nickel aus Derne bietet seine Kochkünste auch in den Wohnungen seiner Kunden an. Der Wirtschaftsförderung war diese Idee 8000 Euro Preisgeld wert. © Andreas Schröter
Corona-Pandemie

Restaurant-Erlebnis zu Hause: Dortmunder Koch gewinnt Preis für besondere Idee

Wer einen Restaurantbesuch vermisst, dem bietet Koch Sebastian Nickel nun eine Alternative: Er bekocht seine Kunden in deren eigener Küche. Die Wirtschaftsförderung hat diese Idee honoriert.

„Heimspiel.Dortmund“ ist der Name eines Wettbewerbs, mit dem die Wirtschaftsförderung Dortmund Unternehmen dabei helfen möchte, geeignete Strategien und Maßnahmen in der Corona-Pandemie zu entwickeln und umzusetzen.

Einer der Gewinner kommt aus Derne: Der selbstständige Koch Sebastian Nickel möchte den Menschen einen zauberhaften Restaurantbesuch zu Hause bereiten, wenn die schon nicht auswärts möglich sind.

Dazu bringt er nach vorheriger Absprache mit seinen Kunden alle erforderlichen Lebensmittel und eventuell auch Equipment mit, kocht und serviert vor Ort und verlässt die Küche aufgeräumt, sodass die Gäste – in aller Regel die Hausherren – den Abend wie im herkömmlichen Restaurant genießen können. 8000 Euro war der Wirtschaftsförderung diese Idee wert.

Was ein solcher Abend für die Kunden, die ihn buchen, kostet, hängt natürlich ganz von den individuellen Wünschen und dem Speiseplan ab. Nickel nennt als Durchschnittspreis für ein Drei- bis Vier-Gänge-Menü für zwei Personen 280 bis 300 Euro.

Sebastian Nickel hat für seine Dienste auch eine eigene Website kreiert
Sebastian Nickel hat für seine Dienste auch eine eigene Website kreiert. © Screenshot © Screenshot

Zum Beispiel mit mariniertem Feldsalat mit Kartoffeldressing, westfälischen Schinkenchip und Granatapfelkernen (Gang 1), Petersilienwurzelsuppe mit Entenbrust und Gewürzbrot (Gang 2), Hirschragout in Wacholdersauce mit Rotweinbirne, Preiselbeeren, Rosenkohl und Kartoffelplätzchen (Gang 3) und Lebkuchentiramisu mit Glühweinkirschen und Haselnusshippe (Gang 4).

Der Liebe wegen nach Dortmund gezogen

Der 39-jährige gebürtige Brandenburger ist erst vor knapp einem Jahr der Liebe wegen nach Dortmund gezogen. Zuvor hat er im Rhein-Main-Gebiet gelebt und sich in erster Linie als selbstständiger Koch – etwas, das er nach eigenen Angaben von der Pike auf gelernt hat – verdingt: zum Beispiel als Caterer im Stadion des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim in Sinsheim oder beim Hurricane-Musikfestival in Scheeßel.

Zuvor habe er auch schon im Luxushotel Büllerhöhe in Baden-Baden, im Main-Tower-Restaurant in Frankfurt und zuletzt auch im Restaurant „Budde’s Schmelztiegel“ in Witten gearbeitet.

Natürlich sei es etwas anderes, in fremden Küchen zu arbeiten als in großen Restaurantküchen. Oft gebe es nicht viel Platz und manchmal sei der Essbereich direkt an die Küche angrenzend, sodass er leise arbeiten müsse, um die Kunden beim Essen nicht zu stören.

Aber das alles bekomme er hin, schließlich sei er es gewohnt, in unterschiedlichen Situationen zu arbeiten – zur Not auch in einem Studentenhaushalt mit zwei Kochplatten. Teller, Gläser und Besteck könne er bei Bedarf mitbringen. Ebenso könne er sich um die Getränke kümmern, sagt er.

Nähere Infos unter Tel. 0162-2751477, E-Mail hunger@zauberkoch-nickel.de oder www.zauberkoch-nickel.de

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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