Diesen Bereich vor dem Husener Dorfgrill möchte die SPD in der Bezirksvertretung Scharnhorst attraktiver gestalten. © Andreas Schröter
Bezirksvertretung Scharnhorst

Platz vor dem Husener Dorfgrill soll attraktiver werden

Der Platz vor dem Husener Dorfgrill macht einen unübersichtlichen und wenig attraktiven Eindruck. Die SPD in der Bezirksvertretung Scharnhorst hat Ideen entwickelt, das zu ändern.

Auf Initiative der SPD-Fraktion unternimmt die Bezirksvertretung Scharnhorst den Versuch, den Platz vor dem Husener Dorfgrill attraktiver zu gestalten. Ziel sei es, so erklärte Herbert Niehage (SPD), die dortigen Buslinien zusammenzuführen, um das Umsteigen zu erleichtern, sichere Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder zu schaffen und E-Bike-Ladestationen zu errichten.

Beidseitige Radwege und breitere Bürgersteige sollen ebenfalls angelegt werden. Auch möge die Verwaltung doch den Bau eines Kreisverkehres im Einmündungsbereich Wickeder Straße / Husener Straße prüfen.

Eine lange Containerreihe trennt den Platz von der Husener Straße.
Eine lange Containerreihe trennt den Platz von der Husener Straße. „Wenig attraktiv“, findet die SPD in der Bezirksvertretung Scharnhorst. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Der Platz werde derzeit suboptimal genutzt, so die SPD in ihrem Antrag, der in der BV-Sitzung am Dienstag (8.9.) diskutiert wurde. Dominierend seien eine Reihe von Altglas- und Altpapiercontainern, die den Dorfplatz unattraktiv erscheinen lassen. Die Container sollten, so Niehage weiter, vielleicht im Bereich des Zechengeländes „Zeche Kurl“ aufgestellt werden.

Der Platz sollte einen zentralen Busbahnhof erhalten, wo alle den Bereich Husen anfahrenden Buslinien zum Ein- und Aussteigen anhalten. Gerade viele Senioren nutzen laut SPD das Husener Zentrum als Einkaufsmöglichkeit mit Banken, Apotheke und Ärzten.

CDU: „Zusammenlegen von Buslinien ist unmöglich“

Die CDU hat bei einigen Punkten Bedenken: Ein Zusammenlegen der Buslinien sei schlicht nicht möglich. Um das zu erreichen, müssten einige Linien künftig unnötige Schleifen fahren, weil das Husener Zentrum nicht ihre Endstelle sei.

Hinzu komme, dass die Busse zu unterschiedlichen Zeiten in Husen halten, sodass ein Umsteigen ohnehin selten geschehe. Auch die Verlegung der Container sei problematisch. Sie in den Außenbereich an der ehemaligen Zeche Kurl zu verlagern, so CDU-Fraktionssprecher Jürgen Focke, sei dem Recycling-Gedanken nicht zuträglich. Solche Container-Standorte befänden sich gerade deshalb im Zentrum von Ortsteilen, um die Bürger auf sie aufmerksam zu machen.

Mit dem Kreisverkehr ist die CDU einverstanden, jedoch dürfte er sich, wie Werner Gollnick ausführte, eher in Richtung Dorfgrill erstrecken, sodass sowieso nicht viel Platz zur Umgestaltung bleibe. E-Bike-Ladestationen seien eher dort wichtig, wo man sein E-Bike länger stehen lasse – also zum Beispiel am Kurler Bahnhof, bevor man mit dem Zug zum Job in die Stadt pendle etwa.

Dann könne man sein E-Bike abends aufgeladen wieder in Empfang nehmen. Auch am Rewe oder Lidl seien solche Stationen hilfreich. Dann könne man sein Fahrrad während des Einkaufs wenigstens kurz aufladen.

Die SPD zeigte sich diesen Argumenten gegenüber aufgeschlossen und machte aus ihrem Antrag einen Prüfauftrag: Die Stadt möge prüfen, welche Veränderungen für den Platz gegenüber dem Dorfgrill hilfreich sind.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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