In der Kodi-Filiale Scharnhorst waren am Montag (15.2.) ganze Regale mit Absperrband verhängt. Verkauft werden dürfen nur Lebensmittel und Drogerieartikel. © Andreas Schröter
Coronavirus

Öffnung lohnt nicht: Viele Dortmunder Kodi-Filialen haben geschlossen

Während in Schwerte der Kodi-Discounter geöffnet hat und sein gesamtes Sortiment verkaufen darf, dürfen Filialen in Dortmund nur Drogerieartikel und Lebensmittel verkaufen. Warum ist das so?

Städte und Kreise gehen in der Corona-Krise unterschiedlich mit Discountern wie Kodi um. Während die Filiale zum Beispiel in Schwerte (Kreis Unna) geöffnet hat und ihr gesamtes Sortiment verkaufen darf, sieht die Situation für die drei Kodi-Filialen in Wickede, Brackel und Scharnhorst anders aus.

Eine Probe am Montagmorgen (15.2.) ergab: Die Filialen in Brackel und Wickede waren geschlossen, die in Scharnhorst im EKS hatte geöffnet, durfte aber nur Drogerie-Bedarf und Lebensmittel verkaufen. Über Geschenk- oder Deko-Artikeln hingen dicke rote Absperrbänder.

Die Kodi-Filiale am Wickeder Hellweg blieb geschlossen
Die Kodi-Filiale am Wickeder Hellweg blieb geschlossen. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Stadtsprecher Maximilian Löchter erklärt die Regelung des Dortmunder Ordnungsamtes: „Kodi gehört zu den Mischbetrieben. Eine Öffnung ist daher unter den Regelungen des § 11 der aktuellen CoronaSchVO möglich. Verkauft werden dürfen dort allerdings nur Lebensmittel und Drogerieartikel (privilegierte Waren).“

Auch in der Kodi-Filiale am Brackeler Hellweg war am Montag (15.2.) alles dicht
Auch in der Kodi-Filiale am Brackeler Hellweg war am Montag (15.2.) alles dicht. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Für Kodi stellt sich die Frage, ob sich eine Öffnung unter diesen Voraussetzungen lohnt. „Wir sind ein Testbetrieb“, sagte einer Mitarbeiterin der Scharnhorster Filiale, die namentlich nicht genannt werden will, „um zu schauen, ob sich eine Öffnung lohnt.“ Wickede habe ebenfalls drei Tage geöffnet gehabt. Dort sei die Geschäftsführung jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass sich eine längere Öffnung nicht lohne.

Die Kodi-Filiale im EKS in Scharnhorst war am Montag (15.2.) testweise geöffnet, durfte aber nur wenige Waren verkaufen
Die Kodi-Filiale im EKS in Scharnhorst war am Montag (15.2.) testweise geöffnet, durfte aber nur wenige Waren verkaufen. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Die Kodi-Pressetelle in Oberhausen war am Montag (15.2.) für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
Zur Autorenseite
Andreas Schröter

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.