Drei von fünf Empfangsbalken - selbst das konnten O2-Kunden in Husen, Kurl und Wickede während es 5G-Netzausbaus mit ihrem Smartphone nicht erreichen. © Lydia Heuser
Mobilfunk-Ausbau

O2-Störung in Dortmund nach mehreren Wochen behoben

O2-Kunden mussten wochenlang ohne oder mit schlechtem Handyempfang auskommen. Immer wieder wurden sie vertröstet. Die fehlende Anlage ist nun endlich am Netz, meldet der Mobilfunkanbieter.

Für mehr als zwei Wochen war die Sendemast-Anlage am Baumwirtsweg in Dortmund Scharnhorst ausgefallen, weil der Anlagenbetreiber O2 den Mast komplett abbauen ließ. Der Grund: der Ausbau auf 5G.

Eigentlich gut für O2-Kunden, da das Netz schneller und besser sein soll, nur mussten viele Mobilfunknutzer mehrere Wochen gänzlich auf stabiles Netz verzichten.

O2-Kunden sind genervt

Auf Facebook mehrten sich die Kommentare genervter Handynutzer: Sie hätten wenig Empfang oder gar keinen – so der Tenor. Betroffen waren O2-Nutzer im Bereich Husener Eichwaldstraße, Kurler Straße und Flemerskamp. Auch der nördliche Teil von Wickede werde durch die Anlage abgedeckt.

O2 ist einer von drei Netzbetreibern in Deutschland, neben Vodafone und der Telekom. Anbieter wie Blau, Base, Aldi, Ay yildiz, Yourfone, Deutschland sim, Hello Mobile, Simply, Tchibo, Winsim, Fonic, Maxxim und Smartmobile nutzen das O2-Netz.

Eine O2-Kundin sprach mit unserer Redaktion über die Auswirkungen des Ausfalls. Ihre LTE-Box funktioniere derzeit nicht, weshalb sie nicht mehr Zuhause arbeiten könne. Um Kontakt zu ihrer Firma in Übersee zu halten, wechselte sie zum stabilen Internet im Elternhaus.

Ständig vertröstete O2 seine Kunden und auch gegenüber der Redaktion zeigte sich Unternehmenssprecher Jörg Borm immer wieder hoffnungsvoll. Wir berichteten bereits am 27. Januar (Mittwoch) von dem Fall: Im Laufe des Tages sollte es wieder klappen, verkündete Jörg Borm, aber es tat sich nichts. Am Freitag (29.1.) ging O2 davon aus, dass die Anlage am Montag (1.2.) in Betrieb gehen werde.

„Wieder Gesprächsabbrüche“

O2-Nutzer Christoph Brand hatte an dem Tag aber noch Schwierigkeiten mit dem Netz, wie er der Redaktion mitteilte. „Ich hatte gerade wieder Gesprächsabbrüche“, erzählt er. Das Problem bestehe seit drei Wochen. Und auch auf seinem Display sei zu erkennen, dass der Empfang schlecht sei – mit Glück käme er auf zwei von fünf Empfangsbalken.

Die Maßnahme sei wohl „doch leider spürbar“, sagte der Unternehmenssprecher noch bei unserer ersten Anfrage. Eigentlich sei O2 davon ausgegangen, dass benachbarte Anlagen den Ausfall kompensieren würden. „Offenbar ist das Netz aber nicht so engmaschig.“

Am Dienstag-Nachmittag (2.2.) dann endlich: Die Anlage ist am Netz. „Seit heute geht wieder alles“, schrieb Christoph Brand. Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Unternehmenssprecher Jörg Borm: „Die Verzögerungen beim Aufbau bedauern wir sehr, dafür gab es verschiedene Gründe, die wir aktuell intern aufarbeiten.“

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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