Die Köpfe zweier Rehe wurden am 11. Januar (Montag) auf einer Grünfläche in Scharnhorst entdeckt. Bei der Polizei sind inzwischen Hinweise eingegangen. © picture alliance / dpa
Jagdwilderei

Nach Fund von zwei Rehköpfen: Das ist der Stand der Ermittlungen

Nach dem grausigen Fund zweier abgetrennter Rehköpfe ermittelte die Polizei wegen des Verdachts auf Jagdwilderei. Inzwischen sind Hinweise eingegangen - und auch die Stadt hat recherchiert.

Grausiger Fund in Scharnhorst: Am 11. Januar (Montag) entdeckten Polizeibeamte auf einer Grünfläche zwei abgetrennte Reh-Köpfe. Die Polizisten waren dabei einem anonymen Hinweis nachgegangen.

Vier Hinweise sind bei der Polizei eingegangen

Die Polizei wandet sich daraufhin an die Öffentlichkeit mit der Frage: „Wer macht sowas?“ Die Ermittler gehen davon aus, dass die Rehe irgendwann um den 11. Januar in den frühen Morgenstunden illegal erschossen und enthauptet wurden.

Da der Fundort nahe eines Wohngebiets liegt, hofften sie auf Zeugen, die vielleicht die Schüsse gehört oder ein verdächtiges Auto gesehen haben könnten.

„Vier Hinweise sind seitdem bei uns eingegangen“, erklärt Polizeisprecher Peter Bandermann auf Anfrage der Redaktion. „Die Polizei ist sehr dankbar für die Hinweise – aber leider konnten sie nicht zur Aufklärung der Tat beitragen.“

Austausch mit der Stadt

Die Polizei stehe außerdem im Kontakt mit der Stadt, da sie Eigentümerin des Forstbestandes des Naturschutzgebiets Alte Körne sei, der sich in der Nähe des Fundortes befindet. Stadtsprecher Christian Schön erklärt auf Anfrage, dass man recherchiert habe. Aber niemand der dort tätigen Jäger habe „diese Köpfe gesehen“: „Wir können den Fund nicht zuordnen.“

Es wäre nämlich durchaus auch möglich, dass die Tiere legal geschossen wurden und die Köpfe im Wald für Fleischfresser wie Füchse oder Dachse zurückgelassen und womöglich von solchen Tieren auf die Wiese gezerrt wurden. Danach sieht es nun aber nicht aus.

Hinweise nimmt die Polizei entgegen

Die Polizei sucht deshalb weiter. Hinweise nimmt die Kriminalwache der Polizei unter Tel. 0231 1 32 74 41 entgegen.

Über die Autorin
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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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