An der Haltestelle Eichwaldstraße fährt momentan kein Stadtbahn. Fahrgäste müssen auf Schienenersatzverkehr ausweichen. © Andreas Schröter
Nahverkehr

Nach Frost kommen Asphalt-Schäden: Probleme bei U43 und U41

Die ÖPNV nimmt langsam wieder an Fahrt auf, doch im Nordosten Dortmunds gibt es weiterhin Probleme mit Bus und Bahn. Wann der Schienenersatzverkehr fährt, gibt die DSW21 nicht gesondert bekannt.

Eine eisige Woche liegt hinter Dortmund und das Tauwetter offenbart nun, was der Frost unter der dicken Eis- und Schneeschicht angerichtet hat.

Für die Stadtbahnlinie U43, die zwischen Westentor und Wickede S-Bahnhof verkehrt, ist der Normalbetrieb noch lange nicht möglich; zwischen Reinoldikirche und Wickede setzt die DSW21 weiterhin Ersatzbusse ein.


Leser Reinhard Raschke schrieb an unsere Redaktion, dass er eigentlich den Schienenersatzverkehr (SEV) nutzen wollte, unerwartet stand er aber vor einem Problem.

Fahrgäste haben Schwierigkeiten, die Abfahrtzeiten der Ersatzbusse herauszufinden

„Die Busse fahren nun meist, aber wann? Auskünfte auf den verschiedenen Apps geben jeweils verschiedene Auskünfte – keine davon stimmt. Wann der SEV auf der U 43 fährt, ist nicht raus zu kriegen.“ Auch die Anzeigen an den Haltestellen seien wenig hilfreich.

DSW21-Pressesprecher Frank Fligge erklärt auf Anfrage der Redaktion: „Der Schienenersatzverkehr orientiert sich am Fahrplan der U43“. Es sei durchaus üblich, so Fligge, dass in den Apps beim SEV nicht die konkreten Fahrzeiten angezeigt würden.

Die Abfahrtszeiten der Stadtbahnen ließen sich außerdem nicht einfach auf die Anzeigentafeln der Bushaltestellen überspielen. Es laufe lediglich der Hinweis durch, dass ein Schienenersatzverkehr eingerichtet sei.

Reinhard Raschke waren die Angaben zu ungenau, weshalb er vergangene Woche lieber zu Fuß von Wambel in die Innenstadt lief, wie er der Redaktion schreibt.

Außerdem wundert er sich darüber, dass der ÖPNV immer noch nicht reibungslos laufe, selbst Fahrräder seien wieder unterwegs.

„Massive Asphalt-Schäden“ auf der Strecke der U43

„Auf den meisten Linien fahren wir wieder, aber vor allem auf der Strecke der U43 haben wir noch Probleme“, gibt der Pressesprecher zu. Der Grund seien „massive Asphalt-Schäden“. Noch sei man dabei, sich einen Überblick zu verschaffen.

In der jüngsten Pressemitteilung erklärte die DSW, dass Asphaltdecke, Gleisbett und Bahnsteig durch Schneemassen und extreme Vereisung beschädigt seien.

Es taut. Stellenweise sind die Gleise aber noch vereist und teilweise sogar ernsthaft beschädigt.
Es taut in Dortmund. Stellenweise sind die Gleise aber noch vereist und teilweise sogar ernsthaft beschädigt. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

„Die Gleise sind in Asphalt eingebettet und wenn da rechts und links der Asphalt weggebrochen ist, fehlt die Stabilität“, erläutert der Pressesprecher das Problem.

„Wir arbeiten weiter mit Hochdruck und allen Kräften daran, alle Strecken wieder befahrbar zu machen“, so Karsten Urlaub, Leiter der Verkehrssteuerung bei DSW21.

„Wir müssen aber unsere Gleise und die Haltestellen sehr sorgfältig prüfen, bevor wir den Verkehr wieder freigeben können. Wir bitten bis dahin um etwas Geduld.“

Die DSW hofft, dass die Stadtbahnlinie im Laufe der Woche zumindest wieder bis Brackel durchfahren kann. Für den restlichen Streckenabschnitt werde dann auch ein weiterer Ersatzverkehr mit Bussen angeboten. Außerdem biete sich dort als Alternative die parallel verlaufende S-Bahn-Linie S4 an.

Buslinie 414 und U41 machen ebenfalls Probleme

Dank des Tauwetters habe sich die Lage in Dortmund weiter entspannt. Bis auf der Buslinie 414, die zwischen Schulte Rödding und Brechten Zentrum verkehrt, seien alle Busse wieder im Einsatz.

Probleme gebe es außerdem noch im nördlichen Abschnitt der Linie U41. Es könne noch bis Ende der Woche dauern, bis die Fahrt bis Brambauer wieder möglich sei. Die Evinger Straße sei zu stark vereist.

Die DSW21 hofft aber, dass sie einen ersten Abschnitt bis Brechten vielleicht schon früher wieder bedienen kann. „Fahrgäste können aktuell einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ab Fredenbaum nutzen, der dann ab Brechten angeboten würde“, teilt die DSW21 mit.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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