Im Karola-Zorwald-Seniorenzentrum waren insgesamt 24 Mitarbeiter und Bewohner mit Corona infiziert. © Geoportal Ruhr
Dortmunder Seniorenzentrum

Nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim: Lagebild bessert sich schlagartig

In einem Dortmunder Seniorenheim haben sich mehrere Menschen mit Corona angesteckt. Am Dienstag war noch von über 20 Infizierten die Rede – bereits am Tag darauf gibt es positive Nachrichten.

Wenngleich die Lockdown-Maßnahmen Wirkung zeigen und die Tendenz der Fallzahlen in Dortmund eher rückläufig ist, kommt es doch immer wieder zu Ausbruchs-Geschehen in Seniorenheimen.

Am Dienstag (2.2.) gab die Stadt auf Anfrage der Redaktion bekannt, dass im Karola-Zorwald-Seniorenzentrum der Awo an der Sendstraße in Wambel aktuell 21 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert seien. Schon am Tag darauf besserte sich das Bild.

Denn ab Dienstag-Nachmittag seien die Ergebnisse einer Testung von Samstag eingetrudelt, heißt es jetzt. Inzwischen seien Stand Mittwoch (3.2.) nur noch sechs Personen infiziert. „Sie befinden sich in Zimmerquarantäne“, sagt Awo-Pressesprecherin Katrin Mormann auf Anfrage. Die Stadt zählt zusätzlich einen weiteren Mitarbeiter, der noch infiziert sei.

Dass das Virus in der Einrichtung grassiert, wurde durch eine routinemäßige Reihentestung vor bereits knapp zwei Wochen entdeckt, heißt es. „Dreimal wöchentlich führen wir in den Einrichtung bei allen Bewohnern und Mitarbeitern einen Schnelltest durch“, erläutert Mormann einen Aspekt des Hygienekonzepts.

Gesundheitsamt lässt alle testen

„Dabei war der Test eines Bewohners positiv.“ Umgehend, und wie bei einem positiven Fall üblich, habe man das Gesundheitsamt informiert. Zunächst sei nur im Wohnbereich des Erkrankten ein PCR-Test durchgeführt worden, doch als dabei weitere positive Fälle zu Tage traten, habe das Gesundheitsamt veranlasst, die komplette Einrichtung testen zu lassen.

Von den 147 getesteten Bewohnern wurden 19 positiv getestet und von den 125 Mitarbeitern fünf Personen. Laut Mormann waren in der Spitze 24 Menschen infiziert. Stadtsprecherin Anke Widow erklärt auf Anfrage, dass das Gesundheitsamt im Januar insgesamt vier Mal PCR-Testungen veranlasst habe.

Zwei Wohnbereiche unter Quarantäne

Die zwei betroffenen Wohnbereiche von insgesamt fünf wurden unter Quarantäne gestellt und die Hygienemaßnahmen weiter verschärft. „Die Mitarbeitenden trugen Schutzkleidung, den Wohnbereichen waren festen Pflegekräften zugeordnet, Essen wurde in Einmalgeschirr serviert, mehrmals täglich wurden Handläufe, Schalter etc. desinfiziert“, erklärt Katrin Mormann die Maßnahmen.

„Das Gesundheitsamt hat aufgrund dieser guten Entwicklung das Besuchsverbot für die beiden betroffenen Wohnbereiche aufgehoben.“ Besuche seien nun wieder möglich. „Allerdings nur unter den bekannten Bedingungen: Um die Einrichtung betreten zu dürfen, ist ein negativer Corona-Schnelltest nötig.“

Um die Besuchstermine zu koordinieren und weitere organisatorische Aufgaben zu übernehmen, unterstützen seit vier Wochen sechs Bundeswehrsoldaten die Einrichtung.

Seit vergangener Woche seien außerdem alle 145 Bewohner der Einrichtung zum zweiten Mal geimpft worden. Dennoch wolle man an den strengen Schutzvorkehrungen festhalten, um die Menschen vor einer Infektion zu schützen.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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