Jana Zöllner ärgert sich über den verwahrlost wirkenden Müllplatz vor ihrem Haus in der Straße Ortdieck 3 in Brechten. © Andreas Schröter
Im Ortdieck

Müllproblem: Brechtener Mieter ärgern sich über Vivawest

Es ist kein schöner Anblick, wenn man aus dem Fenster schaut und direkt auf einen Berg aus blauen Mülltüten blickt. Ein Paar aus Brechten erlebt genau das - und kritisiert Vivawest.

Jana und Sebastian Zöllner, die in der Straße Ortdieck in Brechten wohnen, ärgern sich über den verwahrlost wirkenden Müllplatz, der zu ihrem Haus gehört. Grund seien Nachbarn, die immer wieder blaue Säcke vor die Mülltonnen werfen.

Diese blauen Säcke nehme die EDG bei der regelmäßigen Leerung aber nicht mit, sodass sie tage- und wochenlang im Umfeld des Müllplatzes herumliegen und den ansonsten durchaus ansprechenden Gesamteindruck der Siedlung verunzieren. Alle paar Tage kommen neue Müllsäcke hinzu. Auch von Mülltrennung halten die Verursacher offenbar nichts – egal, ob Pappe, Restmüll oder Batterien, alles werde zusammengeworfen.

Wohnungsunternehmen schon mehrfach angesprochen

Schon acht oder neun Mal habe sie den Vermieter, das Wohnungsunternehmen Vivawest, auf diesen Missstand aufmerksam gemacht, sagt Jana Zöllner. Passiert sei rein gar nichts. Es sei einfach kein schöner Anblick, wenn man aus dem Fenster schaue und der Blick immer sofort auf einen Müllberg falle.

Vor dem Haus Ortdieck 3 in Brechten liegen seit Langem Sandberge, um die sich niemand kümmert
Vor dem Haus Ortdieck 3 in Brechten liegen seit Langem Sandberge, um die sich niemand kümmert. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Vivawest-Sprecher Gregor Boldt sagt, der Müll werde in diesen Tagen beseitigt. Bis Mittwochabend, 18.30 Uhr, ist das nicht passiert. Boldt weiter: „Die Verursacherin ist uns bekannt und bereits in der Vergangenheit auf die Thematik angesprochen worden. Wir werden sie nun erneut kontaktieren.“

„Umfeld wirkt schon lange wie eine Baustelle“

Sebastian Zöllner hat noch eine zweite Beschwerde: Die Müllplätze seien erst vor Kurzem neu angelegt worden. Leider wirke das gesamte Umfeld immer noch wie eine Baustelle, und daran ändere sich auch nichts: Die Sandberge sind unübersehbar. Leider sei es generell so, dass sich Vivawest zu wenig um die kleinen Sorgen der Mieter kümmere.

Dazu sagt Gregor Boldt: „Derzeit werden die Außenanlagen des gesamten Quartiers überarbeitet. Alle geplanten Müllplätze und Hauszuwegungen sowie die Pflanzarbeiten sind fertiggestellt.“ Witterungsbedingt habe das beauftragte Unternehmen aber am 22. Februar die Arbeiten einstellen müssen. Der Boden sei nach der Frostperiode und den starken Regenfällen so durchnässt, dass die Flächen auch mit kleinen Baugeräten nicht mehr zu befahren seien.

„Trockenperiode von zehn Tagen ist notwendig“

Aus diesem Grund sei die Wiederherstellung der Rasenflächen sowie die Fertigstellung der restlichen Kellereingänge und Spritzschutzstreifen nicht möglich. Um die Arbeiten abzuschließen, sei eine Trockenperiode von etwa zehn Tagen notwendig. Das beauftragte Unternehmen beobachte die Witterung und werde die Arbeiten fertigstellen, sobald es möglich sei.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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