Der kleine Stadtteilpark im Bereich Flughafen- / Gleiwitz- / Lautastraße inklusive viel genutztem Spielplatz wird häufig für illegale größere Feste missbraucht. Das will die Bezirksvertretung Scharnhorst eindämmen. © Andreas Schröter
Bezirksvertretung Scharnhorst

Müll und menschliche Hinterlassenschaften: Lösung für Stadtteil-Park in Sicht

Ein Dortmunder Stadtteil-Park wird regelmäßig für größere Grillfeste missbraucht. Die Begleitumstände sind unschön. Das soll sich nun ändern. Wir erklären, welche Lösungen sich die Politik überlegt hat.

Anwohner aus Alt-Scharnhorst haben sich, wie berichtet, jüngst über Missstände in dem kleinen Stadtteilpark im Bereich Flughafen-/ Gleiwitz-/ Lautastraße beschwert. Dort komme es regelmäßig zu größeren Feierlichkeiten, bei denen die Teilnehmer den Park mit Autos befahren, um Tische, Bänke, Gartenstühle und Grills heranzuschaffen.

Sie sorgen für Lärm und hinterlassen jede Menge Müll. Auch verrichteten sie nach Anwohnerangaben ihre großen und kleinen Geschäfte an der Grenze zu den Grundstücken an der Lautastraße. Ganze Geburtstagspartys mit Pavillons würden dort bis spät in die Nacht gefeiert.

Bezirksvertretung Scharnhorst schlägt Lösungen vor

Die Bezirksvertretung Scharnhorst beauftragt nun auf Antrag der SPD-Fraktion die Stadt, die Zufahrten durch geeignete Anlagen für Fahrzeuge aller Art zu sperren und auf dem Erdhügel, der den Stadtteilpark von der Bebauung an der Lautastraße trennt, einen möglichst undurchlässigen, dornenreichen Bewuchs anzupflanzen und zu belassen.

Leider, so ergänzte Bezirksbürgermeister Werner Gollnick (CDU) in der Juni-Sitzung des Gremiums, habe das Grünflächenamt zwar versprochen, dort nicht alle Büsche zu roden, das sei aber nun doch passiert, sodass der Bereich zu den Grundstücken hin wieder sehr durchlässig geworden sei.

Dieser Erdhügel, der den Park von der Wohnbebauung an der Lautastraße abgrenzt, sollte als natürliche Barriere mit dornenreichen Büschen bepflanzt werden
Dieser Erdhügel, der den Park von der Wohnbebauung an der Lautastraße abgrenzt, sollte als natürliche Barriere mit dornenreichen Büschen bepflanzt werden. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Thomas Offermann (CDU) merkte kritisch an, es müsse sehr wohl gewährleistet sein, dass beispielweise die Fahrzeuge der EDG oder der Feuerwehr den Park befahren können. Er erinnere sich zudem gerne an diverse – vorher genehmigte – Stadtteilfeste im Park. Auch für die Zulieferer solcher Feste müsste der Park in Zukunft erreichbar sein. Aber das könne man sicher mit Schranken oder Pollern regeln, die mit speziellen Schlüsseln im Bedarfsfall geöffnet werden können.

Grillasche unschön und gefährlich für spielende Kinder

Auch über das wilde Grillen in größerem Ausmaß haben sich die Anwohner beschwert. Es sorge nicht nur für eine Geruchsbelästigung, auch sei die Asche, die dabei zurückbleibe, unschön und gefährlich für die vielen Kinder, die den dortigen Spielplatz nutzen, so Herbert Niehage (SPD).

Die SPD-Fraktion schlägt vor, an bestimmten Stellen geeignete Plätze zum Grillen auszuweisen. Jürgen Focke (CDU) sprach sich für gemauerte Grillplätze aus, so wie man das aus dem Urlaub in südlichen Ländern kenne – etwas worauf sich die Bezirksvertretung letztlich einigte.

Diese Grillplätze – zwei an der Zahl – sollen auf Anregung von Bezirksbürgermeister Werner Gollnick in der Nähe der Flughafenstraße entstehen – also möglichst weit weg von Spielplatz und Häusern an der Lautastraße.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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