Das Becken im Freibad Derne ist umzäunt und es gibt einen separaten Ein- und Ausgang. Der hintere Teil für Schwimmer ist in drei Bereiche aufgeteilt. © Tobias Larisch
Freibad-Öffnung

Mit Zäunen und Security: Ein neuer Alltag im Freibad Derne

Seit Montag hat das Freibad Derne wieder geöffnet. Die Besucher müssen sich dabei an viele neue Regeln gewöhnen. An einen klassischen Freibad-Besuch erinnert deswegen nicht mehr viel.

Fast 30 Grad, strahlend blauer Himmel am Dienstagvormittag (23.6.) – eigentlich perfektes Freibad-Wetter. Pünktlich zum Sommeranfang hat das Freibad Derne seit Montag auch wieder geöffnet.

Spontan zum Freibad, das der SV Derne betreibt, zu kommen und ein paar Bahnen zu ziehen oder sich einfach auf der Wiese zu sonnen, ist aufgrund der Corona-Vorschriften aber nicht möglich, wenn Interessierte kein Glück haben.

„In der Regel müssen sich Besucher einen Tag vorher telefonisch anmelden“, sagt Christiane Bartel, Geschäftsführerin vom SV Derne. „Wenn es noch freie Plätze gibt, können Gäste auch am selben Tag kommen. Eine telefonische Anmeldung ist aber trotzdem nötig.“

Dienstagvormittag sind etwa 60 Personen im Freibad. Am ersten Tag der Öffnung war es circa die Hälfte. „Da war es morgens aber auch noch nicht so warm“, sagt Bartel. „Um die Abläufe kennenzulernen, war das angenehm.“ Pro Tag sind maximal 120 Besucher erlaubt. Normalerweise dürfen 600 Gäste ins Freibad.

Nur Familien dürfen ins Nicht-Schwimmerbecken

Auch die Anzahl der Menschen im eingezäunten Becken ist beschränkt. 30 Personen gleichzeitig sind im ganzen Becken zugelassen. „Das kann eventuell aber auch ausgeweitet werden“, sagt Bartel. Getrennt ist das Becken in zwei Bereiche: Einen fürs Schwimmen, der in drei Teile zum Bahnenschwimmen aufgeteilt ist, und einen Nicht-Schwimmerbereich.

In diesem Abschnitt ist auch das Spielen erlaubt. „Dort dürfen aber nur Familien rein und es darf nicht zu voll sein“, sagt Bartel. Auch im Umkleidebereich und an den Imbissständen werde darauf geachtet, dass es zu keinen Ansammlungen komme. Zudem herrsche auf dem Weg dahin Maskenpflicht.

Am Imbissstand herrscht Einbahnstraßenverkehr und Maskenpflicht.
Am Imbissstand herrschten Einbahnstraßenverkehr und Maskenpflicht. © Tobias Larisch © Tobias Larisch

Die einzige offene Dusche im Außenbereich ist zwar geöffnet, aber im Umkleidebereich sind nur höchstens sechs Personen erlaubt und die Spinde sind zu. „Die Vorschriften sind für die Besucher zwar ungewohnt, aber sie verstehen sie“, sagt Bartel.

So sieht es auch Gaby H.. „Ich habe gebettelt und gebibbert, dass wir endlich wieder kommen dürfen“, sagt das „Urgestein“ des Freibads, wie sie sich selbst bezeichnet.

Christiane Bartel, Geschäftsführerin des SV Derne, empfängt die Gäste am Eingang.
Christiane Bartel, Geschäftsführerin des SV Derne, empfängt die Gäste am Eingang. © Tobias Larisch © Tobias Larisch

Um das Freibad öffnen zu dürfen, sei laut Bartel ein finanzieller und personeller Mehraufwand nötig. Doppelt so viele Mitarbeiter seien im Einsatz. Dazu zählen auch zwei Sicherheitsleute am Eingang.

„Wir rechnen in den kommenden Wochen mit einem deutlich höheren Andrang und damit, dass auch viele Personen ohne Anmeldung kommen könnten“, sagt Bartel. „Deswegen sollen die Security-Kräfte dann auf die Einhaltung der Regeln achten.“

Für die Mehrkosten, die Bartel als dreimal so hoch beziffert, habe der Stadtrat finanzielle Unterstützung zugesichert. „Deswegen sind auch die Eintrittspreise nicht gestiegen“, sagt sie.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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