Der Vorstand der Awo bestand früher aus (v.l.) Sigrid Kochanek, Marlies Rocholl, Ellen Pfingsten, Sigrid Auschrat und Ute Dobmeier. © Oliver Schaper (Archivbild)
Arbeiterwohlfahrt in Dortmund

Lösung für Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Dortmund wird gesucht

Ein Awo-Ortsverein in Dortmund hat ein Problem: Der gesamte Vorstand macht nicht weiter. Damit müssen neue Ehrenamtliche gesucht werden. Einen richtigen Abschied wird es wohl nicht geben.

Da der Vorstand und die Helfer für die ehrenamtliche Tätigkeit im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Brechten/Holthausen und in der Bürgerstube keine Nachfolger gefunden haben, werden die Aktivitäten vorerst eingestellt.

„Wir haben keine Nachfolger gefunden. Es gibt niemanden, der die Arbeit übernehmen möchte“, bedauert Sigrid Kochanek auf Anfrage dieser Redaktion. Sie selbst ist seit 42 Jahren in der Awo.

Im Vorstand ist sie – wie Marlies Rocholl und Ellen Pfingsten – seit 22 Jahren. „Sigrid Auschrat und Ute Dobmeier kamen etwas später dazu. Wir sind jetzt alle über 70, da können und wollen wir nicht fünf weitere Jahre zusagen.“

Jahr ist gut gefüllt

Das Jahr war mit Karnevalsfeier, Osterkaffeetrinken, Basar, Weihnachtsfeier und weiteren Veranstaltungen immer gut gefüllt. Auch Näh- und andere Kurse wurden angeboten.

Die Awo-Bürgerstube ist schon seit Längerem zu. Grund ist die Corona-Pandemie. „Wir haben dort zu wenig Platz“, erklärt Sigrid Kochanek. Es könnten nur acht Menschen rein. „Da lohnt der Aufwand nicht.“

Wie es mit dem 175 Mitglieder großen Ortsverein und der Bürgerstube weitergeht, entscheidet der Awo-Unterbezirk Dortmund.

Abschied zu feiern kommt für den Vorstand wegen des Platzmangels nicht infrage. „Zu unseren Feiern kamen immer um die 150 Gäste“, erklärt Sigrid Kochanek. „Wir möchten keinen vor den Kopf stoßen.“

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Seit über zehn Jahren als freier Journalist tätig und seit einigen Jahren auch für die Ruhr Nachrichten. Ich schreibe gerne über Menschen und ihre Geschichten.
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Tobias Weskamp

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