Bei der Bezirksvertretungssitzung in Brackel debattierten die Politiker über einen Antrag der Linken+, die eine Übertragung der Sitzungen ins Internet vorschlugen. © Lydia Heuser
Lokalpolitik

Kommt bald die Live-Übertragung der Bezirksvertretung Brackel?

Lokalpolitiker in Brackel diskutierten über eine Live-Übertragung ihrer Sitzungen ins Internet. Die Mandatsträger waren unentschlossen; das zeigt sich in einem kuriosen Abstimmungsergebnis.

Sitzungen aus dem Bundestag und dem Landtag werden längst live ins Internet übertragen. Auch die Stadt Dortmund hat ihre Pressekonferenzen inzwischen in den virtuellen Raum verlegt.

Die Fraktion der Partei Linke+ beantragte bei der vergangenen Bezirksvertretungssitzung in Brackel, dass in Zukunft auch diese Sitzungen gefilmt und ins Internet gestellt werden.

Vorteile einer Übertragung ins Netz

Die Politiker begründen ihren Antrag damit, dass so mehr Brackeler Einblick in die Lokalpolitik erhalten, da sie unabhängig von Uhrzeit und Barrieren vor Ort die Sitzungen verfolgen könnten. „In Mengede“, so Andreas Esch (Linke+), „hat sich die Bezirksvertretung schon für den Antrag ausgesprochen.“

Die Brackeler Politiker zeigten sich unentschlossen. „Einerseits kann ich die Argumente dafür nachvollziehen, andererseits will ich keine Sitzung für die Kamera machen“, erklärte etwa Dr. Thomas Mitra (Grüne).

Bezirksvertretung hofft auf einheitliche Lösung

Das Ergebnis der Abstimmung fiel dementsprechend kurios aus: Fünf Personen stimmten für den Antrag, zwei dagegen und die Mehrheit (10 Personen) enthielt sich.

„Das Meinungsbild“, wie Bezirksbürgermeister Hartmut Monecke das Ergebnis nennt, gehe nun an die Stadt. Man hoffe auf eine einheitliche Lösung für alle Gremien – das könne aber noch dauern. Vorerst wird es keine Live-Übertragung geben.

Über die Autorin
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Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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