Mit Brecheisen ausgestattet bewegt sich ein Einbrecher durch Kellergänge (Symbolfoto). © picture alliance / dpa
Einbrüche

Keller in Scharnhorst aufgebrochen: Polizei gibt Tipps zum Schutz

Am Wochenende sind in einem Scharnhorster Mehrfamilienhaus mehrere Keller ausgeräumt worden. Die Polizei ermittelt und gibt Hinweise, um solche Taten zu verhindern.

In der Nacht von Freitag auf Samstag (13. auf 14.2.) sind in einem Mehrfamilienhaus an der Severingstraße in Scharnhorst mehrere Kellerräume aufgebrochen worden. Die Polizei Dortmund bestätigte auf Anfrage der Redaktion, dass aus drei Kellerräumen Werkzeuge, Elektrogeräte und Fahrräder gestohlen worden seien.

„Keller sind oft nicht so gut gesichert“

Häufig handele es sich in solchen Fällen um Beschaffungskriminalität, die Polizei ermittelt. „Keller sind oft nicht so gut gesichert“, sagt Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt. Meist hänge nur ein kleines Schloss vor den einzelnen Parzellen und die Tür zum Keller stünde häufig offen.

Da sei es ein Leichtes, sich Zugang zu verschaffen und Gegenstände zu stehlen. Oft würden Hausbewohner erst Tage später den Einbruch bemerken. „In diesem Fall war es aber so, dass hier tatsächlich am nächsten Tag die Polizei informiert wurde“, sagt Nina Kupferschmidt.

Als Wohnungseinbruch werden Kellerdiebstähle übrigens nicht behandelt. „Das ist ein ganz anderes Delikt“, so Kupferschmidt. „Wohnungseinbrüche werden sehr häufig von Profis begangen.“ Die Gefahr, dort von den Bewohnern erwischt zu werden, sei schließlich viel größer. Bei Wohnungseinbrüchen handele es sich in der Regel um eine geplante Tat, die wohlüberlegt sei.

Bei Kellereinbrüchen handele es sich meist um andere Täter, die vielleicht einfach die Gelegenheit wahrnehmen, wenn beispielsweise Haus- oder Kellertür offenstehen.

Wichtigster Tipp der Polizei: Aufmerksam sein

Um solchen Diebstählen vorzubeugen, rät die Polizei dazu, aufmerksam zu sein. „Drücken Sie nicht einfach die Haustür auf, wenn jemand klingelt, den Sie nicht kennen. Horchen und gucken Sie nach, wenn jemand von unten ‚Post’ ruft“, rät Nina Kupferschmidt. Es könne durchaus sein, dass sich bloß jemand als Briefträger ausgebe, um sich Zugang zu verschaffen.

„Und schließen Sie die Kellertür ab. Ich weiß, dass das lästig sein kann, gerade wenn auch die Mülltonnen dort gelagert werden“, sagt die Polizistin. Das helfe aber, um einen Einbruch abzuwehren.

Unbekannte Menschen im Hausflur solle man offensiv ansprechen und im Zweifelsfall die 110 wählen.

Im Haus an der Severingstraße haben die Ermittler die Hausbewohner nach verdächtigen Personen befragt und eine Bestandsaufnahme der gestohlenen Gegenstände angefertigt. Bei den entwendeten Fahrrädern könne eine Rahmennummer helfen, um eine Sachfahndung einzuleiten. Vielleicht tauchen die Räder an anderer Stelle wieder auf.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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