Das Grünflächenamt hat zwei Hainbuchen in Wickede mit Folie umwickelt. Kinder hatten die Rinde entfernt. © Andreas Schröter
Naturschutz

Kein harmloser Streich: Bäume in Dortmund von Kindern massiv beschädigt

Kinder machen im Übermut manchmal Dinge, die nicht gut sind, ohne es böse zu meinen. Zwei Hainbuchen im Dortmunder Osten sind so schwer beschädigt worden, dass sie besonders geschützt werden müssen.

Die Anwohner im Umfeld von Rauschenbusch- und Baedekerstraße in Wickede ärgern sich momentan über einige Kinder, die von zwei Hainbuchen in der Nähe der Kreuzung der beiden genannten Straßen die Rinde entfernt haben.

Lars Terme vom Grünflächenamt sagt: „Das ist Sachbeschädigung.“ Er habe die beiden betroffenen Bäume nun mit Folie einwickeln lassen. Auf die Weise bestehe eine gute Chance, dass sie einen „Flächenkallus“ entwickeln. Das ist eine Schicht, die die Bäume statt der Rinde schützt.

Ohne diese Soforthilfe-Maßnahme entstehen oft Fäulnis und Pilze, sodass die Bäume letztlich gefällt werden müssten. Wichtig sei, die Folie zwar eng anliegend, aber nicht luftdicht um die Bäume zu legen.

Schaden bedeutet Stress für den Baum

Dennoch habe ein Baum mit einem solchen Schaden keine so hohe Lebenserwartung wie ein Baum, den man in Ruhe lässt. Das sei vergleichbar mit Menschen, die viel Stress haben. Die werden in aller Regel auch nicht so alt wie solche mit weniger Stress.

So sah einer der beiden beschädigten Bäume aus, bevor sich das Grünflächenamt seiner angenommen hat
So sah einer der beiden beschädigten Bäume aus, bevor sich das Grünflächenamt seiner angenommen hat. © privat © privat

Lars Terme sieht die Eltern in der Verantwortung, ihren Kindern zu erklären, dass sie mit ihrem Verhalten den Bäumen massiven Schaden zufügen. Zugleich wirbt er aber auch um Verständnis für die Kinder – zumal in der für manche so trostlosen Corona-Zeit: „Auch wir haben früher mal Äste abgerissen, wenn wir eine Bude bauen wollten.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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