Phönix Eving beklagt sich über Jugendliche, die den in der Corona-Zeit gesperrten Platz für einen privaten Kick nutzen. © Andreas Schröter
Ärger für Vereine

Jugendliche nutzen gesperrten Fußballplatz für privaten Kick

Dortmunds Fußballplätze sind zurzeit wegen der Corona-Pandemie gesperrt. Das hält einige Jugendliche nicht davon ab, Zäune zu überklettern und trotzdem dort zu kicken.

Der Vorstand der SG Phönix Eving ärgert sich: Obwohl alle Sportplätze von der Stadt Dortmund gesperrt sind, muss Ralph Wulhorst täglich zum Platz kommen, um fußballspielende Jugendliche zu vertreiben. Wulhorst, langjähriges Mitglied von Phönix Eving, wohnt in der Nähe und wird oft von Spaziergängern telefonisch informiert, dass wieder der Platz unberechtigterweise bespielt wird.

Obwohl alles umzäunt und abgeschlossen ist, gelinge es den Jugendlichen trotzdem, dies zu umgehen. Auch Geschäftsführerin Martina Michel hat beobachtet, wie einfach die „Sportler“ über die Tore klettern, der Türgriff diene als Kletterhilfe. Rufe man die Polizei, ergreifen alle die Flucht. Am Sonntag (31.1.), bei schönen Wetter, seien mindestens 20 Spieler auf der Anlage gewesen, die dann durch den Grävingholz geflüchtet seien.

„Anstrengend, den Platz im Auge zu behalten“

Es seien meist Jugendliche aus anderen Vereinen, die, wenn man nachfrage, zur Antwort geben, dass der eigenen Platz ja gesperrt sei. Martina Michel sagt: „Es ist ganz klar, alle haben das Bedürfnis, sich an der frischen Luft zu bewegen, aber für die SG Phönix Eving ist es auch anstrengend, den am Wald gelegenen Sportplatz ständig im Auge zu behalten.“

SG-Phönix-Eving-Geschäftsführerin Martina Michel beklagt sich über Jugendliche, die unberechtigterweise den Platz des Vereins für einen privaten Kick nutzen
SG-Phönix-Eving-Geschäftsführerin Martina Michel beklagt sich über Jugendliche, die unberechtigterweise den Platz des Vereins für einen privaten Kick nutzen. © Oliver Schaper (A) © Oliver Schaper (A)

Da seien dann auch die Eltern gefragt, mal darauf zu achten, was ihre Kids so treiben, wenn sie sich ausgestattet mit Bällen und Sportzeug treffen. Es sei durch die Corona-Schutzverordnung vom Kreis Dortmund verboten, die Sportanlagen zu betreten, in diesem Falle handele es sich sogar um einen Hausfriedensbruch, so die 1. Vorsitzende Andrea Bienert. Es wäre auch gut, wenn andere Vereine mit ihren Jugendlichen in Kontakt treten und dieses ausdrücklich erklären würden.

So idyllisch sieht der Sportplatz von SG Phönix Eving am Grävingholz im Schnee aus
So idyllisch sieht der Sportplatz von SG Phönix Eving am Grävingholz im Schnee aus. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

„Wir werden bei jedem Verstoß die Polizei in Kenntnis setzen“

Andrea Bienert sagt: „Wir werden jetzt bei jedem Verstoß die Polizei in Kenntnis setzen, sodass auf die Jugendlichen oder ihre Eltern erhebliche Bußgelder zukommen könnten.“ Vielleicht gäbe es auch Möglichkeiten, die Tore anders zu gestalten, dass das Darüberklettern nicht mehr zu bewältigen sei.

Auch TV-Brechten-Schatzmeister Peter Bartow hatte sich neulich darüber beklagt, dass auf der Anlage am Schiffhorst Ähnliches passiere. Er habe durchaus Verständnis für den Wunsch der Jugendlichen, sich zu bewegen und Fußball zu spielen, aber es könne auch nicht sein, dass der Platz für die Vereinsmitglieder gesperrt sei, Vereinsfremde aber dann nachmittags darauf spielten.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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