Rüdiger Hagenbucher ist leidenschaftlicher Radfahrer. In Eving nennt er gleich mehrere Stellen, die gefährlich für ihn und auch für Fußgänger sind. © privat
Verkehrsführung

Gefahr im Verkehr: Radfahrer plädiert für Lösung im Evinger Radweg-Streit

Vor dem Real in Eving komme es immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Fußgängern und Radfahrern, sagt ein Evinger Radfahrer. Auch andere Stellen bergen Gefahr. Das müsse nicht sein, meint er.

In der Diskussion um das Für und Wider von Radwegmarkierungen in Dortmund-Eving meldet sich nun Rüdiger Hagenbucher zu Wort. Wie berichtet, fordern die Grünen in der Bezirksvertretung Eving eine farbliche Markierung der Radwege auf beiden Seiten der Evinger Straße im Evinger Zentrum.

Die SPD lehnt das mit Hinweis auf ein Verwaltungsstatement ab, wonach es sich bei diesen Wegen um „nicht benutzungspflichtige Radwege“ handelt, die nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen.

„Ich kenne die Radwege im Evinger Zentrum“

Hagenbucher sagt, er kenne die Radwege im Evinger Zentrum aus eigener Erfahrung. Immer wieder komme es dort zu gefährlichen Begegnungen von Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern. Erst kürzlich habe er wieder einen Streit vor dem Real in Eving zwischen einem Fußgänger und einem Radfahrer verfolgt.

Problem sei, dass die Fußgänger gar nicht merken, dass sich dort ein Radweg befinde – eben weil er nicht markiert sei. Es sei überhaupt kein böser Wille der Fußgänger, wenn sie über den Radweg laufen – vielleicht auch, um schnell über die Straße zu kommen oder zur Stadtbahnhaltestelle.

Die SPD bleibe die Antwort schuldig, wo die Radfahrer denn nun fahren sollen, wenn nicht auf dem Radweg – ja wohl nicht auf der Fahrbahn, wo es auf der Evinger Straße wegen des dichten Verkehrs im Zentrum lebensgefährlich sei.

Auf der Bergstraße werden Radfahrer mittels einer gestrichelten Linie von der Straße auf den Gehweg gelotst
Auf der Bergstraße werden Radfahrer mittels einer gestrichelten Linie von der Straße auf den Gehweg gelotst. © Rüdiger Hagenbucher © Rüdiger Hagenbucher

Dieses Prinzip des nicht ausgeschilderten und damit nicht benutzungspflichtigen Radwegs werde bis zur Einmündung Externberg fortgeführt, wo nun das Schild „239 Sonderweg Fußgänger“ mit dem zusätzlichen Hinweis „Radfahrer frei“ stehe.

Ähnlich sei es auf der westlichen Seite im nördlichen Abschnitt zwischen Grävingholzstraße und Forsthausstraße.

Wieder anders sei die Situation an der Ecke Berg-/Evinger Straße. Auf der Bergstraße seien Sicherheitsstreifen markiert. In Richtung Minister-Stein werde der Radfahrer kurz vor der Bushaltestelle, in Höhe des Zafer-Marktes, mittels einer dick markierten gestrichelten Linie von der Fahrbahn auf den Geh-/Radweg geleitet.

Aber auch hier stehe kein Geh-/Radwegschild, also dürfte der Radfahrer entsprechend der SPD-Argumentation hier gar nicht auf den Gehweg wechseln.

Nur, so Hagenbucher: „Erkennen und verstehen kann der Radfahrer das nicht. Die Ampel an der Kreuzung hat im Übrigen auch Fußgänger- und Fahrradsymbole. Auch hier die Frage, welche Logik dahinter steckt.“

Er sei froh, dass das Thema „Radweg Evinger Straße“ endlich diskutiert werde und bittet im Sinne aller Verkehrsteilnehmer, die Radstreifen deutlich(er) zu markieren und die Verkehrsführung nachvollziehbar zu regeln – so wie es an den umgebauten Bushaltestellen ja bereits geschehen sei. Nur den Antrag der Grünen abzulehnen, reiche nicht aus.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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