Durch die Arbeit des Dortmunder Vereins "Löwenstarke Kinderhilfe" konnte die fünfjährige Sahar operiert werden. © Löwenstarke Kinderhilfe
Löwenstarke Kinderhilfe

Dortmunder Verein holte Zekrya (7) und Sahar (5) für Operationen nach Deutschland

Die „Löwenstarke Kinderhilfe e. V.“ ist trotz Corona-Krise nicht untätig. Der Wickeder Klaus Bullmann ist Vereinsvorsitzender - und berichtet, wie jüngst Kindern geholfen werden konnte.

Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Distanz zueinander anstatt gemeinsame Zusammenkünfte waren in den vergangenen 14 Monaten das Gebot der Stunde. Das hat besonders im Vereinsleben Spuren hinterlassen. „Auch bei der ‚Löwenstarken Kinderhilfe‘ war das so“, wie der Vorsitzende Klaus Bullmann betont.

Gerade karitative Vereine wie die Kinderhilfe wären durch die Corona-Situation weitaus weniger in der Öffentlichkeit sichtbar gewesen, als sonst. Dabei habe der

gemeinnützige Förderverein, der sich auf die klinische Versorgung mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendorthopädie spezialisiert hat, keinesfalls pausiert.

„Das Elend auf der Welt war nicht im Corona-Lockdown, deshalb war unsere Hilfe weiterhin notwendig“, so der Vorsitzende des Vereins.

Medizinische Behandlungen werden ermöglicht

Rund 70 Mitglieder hat die Dortmunder „Löwenstarke Kinderhilfe“ aktuell – und alle leisteten in den vergangenen 16 Jahren einen Beitrag dazu, dass Spenden zusammenkämen, um Menschen in Not helfen zu können.

„Über 200.000 Euro an Spenden konnten wir bisher aufbringen, um Kindern aus Afrika oder dem Nahen Osten dringende medizinische Behandlungen zukommen zu lassen“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Von dem, was hier geleistet wurde, profitiere nun auch der mittlerweile siebenjährige Junge Zekrya . Das Kind war mit einer Fehlbildung seines rechten Unterschenkels zur Welt gekommen. Dadurch sei laut Bullmann sein rechtes Bein deutlich kürzer als das linke gewachsen.

Der siebenjährige Zekrya soll im Juli nach Dortmund geflogen werden, damit die Ärzte sein Bein operieren können.
Der siebenjährige Zekrya soll im Juli nach Dortmund geflogen werden, damit die Ärzte sein Bein operieren können. © Löwenstarke Kinderhilfe © Löwenstarke Kinderhilfe

Amputation verhindert

„In Afghanistan kann man das nicht behandeln und das Bein sollte amputiert werden. Als wir davon erfuhren, haben wir sofort reagiert, um das zu verhindern.

Der Junge wird nun nach Deutschland geholt und wir planen die operative Korrektur der Fehlbildung mit Verlängerung des Unterschenkelknochens über einen externen Fixateur“, erklärt der Wickeder.

Circa 20.000 Euro an Spendengeldern für die sechsmonatige Therapie in Deutschland bringt der Verein dafür auf.

Ähnlich hohe Kosten konnten laut Klaus Bullmann auch übernommen werden, um der fünfjährigen Sahar zu helfen, die seit Geburt unter einer beidseitige Luxation der Hüftgelenke litt.

Klinikum Dortmund führte Operation durch

Durch das Engagement des Vereins konnten im Klinikum Dortmund beide Hüftgelenke operiert, die Hüftköpfe in die Hüftgelenkspfannen gebracht und ein stabiles Pfannendach rekonstruiert werden.

„Die kleine Sahar war sehr tapfer im Krankenhaus und hat die Operationen sehr gut überstanden. Nach acht Wochen Becken-Bein-Gips konnte sie im Rollstuhl mobilisiert werden. Mittlerweile ist das Mädchen vollständig genesen und konnte zurück in sein Heimatland“, erklärt Klaus Bullmann.

Spendenkonten

Wer den Förderverein Löwenstarke Kinderhilfe Dortmund e. V. unterstützen möchte, findet alle Infos dafür unter www.loewenstarke-kinderhilfe.de.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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