Immer noch ein ungewohntes Bild: Frauen und Technik. "Wir stärken Mädchen" will bei der Berufswahl helfen und mit Schülern über Geschlechterrollen-Bilder diskutieren. © picture-alliance/ dpa
Förderung

Dortmunder Schule will mit Rollenbildern aufräumen – und bekommt dafür Geld

Eine Dortmunder Schule erhält eine Förderung des Programms „Wir stärken Mädchen“. Um mit stereotypen Rollenbildern aufzuräumen, will sie aber nicht nur Schülerinnen mit dem Projekt ansprechen.

Frauen werden Krankenschwester und Männer studieren Maschinenbau – das ist eines der vielen gängigen Klischees, das Jungs wie Mädchen bei der Berufs- und Studienwahl beeinflusst.

Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) in Dortmund-Brackel will mit solchen Geschlechterrollen-Bildern aufräumen und Schülerinnen und Schülern aufzeigen, dass es Berufsperspektiven jenseits dieser Grenzen gibt.

Unterstützt wird die GSG nun als eine von 33 Schulen aus Berlin, NRW und Rheinland-Pfalz durch die Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und die Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“. Der Startschuss zum zweijährigen Projekt fiel am 14. Dezember 2020.

Einblick in „typische Männerberufe“

Im Rahmen des Programms „Wir stärken Mädchen“ wird die Dortmunder Gesamtschule aber nicht bloß Mädchen teilnehmen lassen. Stattdessen sollen die Schüler unabhängig vom Geschlecht Einblicke in „typische Männerberufe“ erhalten und „direkt in den Dialog mit Frauen aus diesem Bereich“ treten können, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

Unter dem Arbeitstitel „Mut zu neuen Plänen – Berufsbilder in Bewegung“ wird ein Team aus Schülern und Lehrern am Demokratietag im November den Fokus auf geschlechtersensible Themen lenken.

In Kooperation mit Mentorinnen und Mentoren aus regionalen Partnerunternehmen und Institutionen sowie dem

Gleichstellungsbüro der Stadt Dortmund sollen an diesem Tag in Workshops Fragen der gerechten Verteilung von Bildungs- und Berufschancen und gleichberechtigter Bezahlung bearbeiten werden.

„Bei der Vorbereitung bleiben wir unserem Grundsatz treu, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur partizipieren, sondern auch organisieren und mitgestalten“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Stiftung fördert solche Projekte mit bis zu 2.500 Euro. Informationen über die Fördersumme, die der GSG zugesprochen wurden, liegen der Redaktion nicht vor.

„First Lady“, Elke Büdenbender, ist die Schirmherrin

Schirmherrin des Projekts „Wir stärken Mädchen“ ist Elke Büdenbender, sie ist Juristin und Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Sie engagiert sich für das Programm und sagt: „Es ist wichtig, Mädchen zu stärken und sie auf dem Weg zu unterstützen, andere Berufe zu ergreifen, als es den Klischees entspricht.“

Außerdem ist sie der Ansicht, dass das Programm einen „geschützten Rahmen schaffe“, indem Mädchen ihre Potenziale entdecken und entfalten können.

Die DKJS hilft den geförderten Schulen sowohl finanziell als auch organisatorisch bei der Umsetzung der individuellen Projekte.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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