Norbert Burzlaff und Silas Mahler (v.l.) - hier mit firmeneigenem und kamerascheuem Hund Dojan - haben in Kurl das Unternehmen KreInn gegründet. © Andreas Schröter
Coronavirus

Dortmunder gründen trotz Pandemie Digital-Unternehmen

Mitten in der Corona-Pandemie hat sich in Dortmund ein Unternehmen gegründet. Die Marketing-Experten wollen Einzelhändlern in der Krise helfen und sagen, nur auf Kunden zu warten reicht nicht.

Es gibt auch Firmen-Neugründungen mitten in der Corona-Krise: zum Beispiel die KreInn GmbH, ein neues Unternehmen mit Sitz an der Rumpstraße in Kurl. Der Firmenname setzt sich aus den Worten „Kreativtät“ und „Innovation“ zusammen, und die Firma bietet Marketing- und IT-Konzepte für klein- und mittelständische Unternehmen an.

Der Ursprung liegt an der Fachhochschule Dortmund im Jahr 2017. Norbert Burzlaff bot damals Seminare zur Unternehmensführung sowie zur Kommunikation und Kundenorientierung im Fachbereich Informatik an. Dort lernte er Silas Mahler kennen, der damals noch Student war.

„Digitalisierung beginnt damit, dass Unternehmen für ihre Kunden sichtbar werden“

Im weitere Verlauf ist das Team um weitere Mitarbeiter angewachsen – zur offiziellen Firmengründung um die beiden Geschäftsführer Burzlaff und Mahler kam es aber erst im September 2020.

Norbert Burzlaff, der bereits seit langem als Unternehmensberater tätig ist, ist der Ansicht, dass zum Beispiel Einzelhändler heute viel mehr tun müssen, als sich „einfach nur mit verschränkten Armen hinter die Ladentheke zu stellen“ und zu warten, dass die Kunden kommen und kaufen.

Viele von ihnen gehen seiner Beobachtung nach nicht mit der Zeit und vernachlässigen die Vermarktung im Internet. Bei der Erstellung von Websites, Online-Shops und -Katalogen sowie Social-Media-Präsentationen oder einer Terminvereinbarungs-Software will seine neue Firma helfen.

Aus sechs Mitarbeitern besteht das KreInn-Team momentan (v.l.): Silas Mahler, Christopher Keibel, Norbert Burzlaff, Johannes Teklote und Igor Besel
Aus diesen Mitarbeitern besteht das feste KreInn-Team momentan (v.l.): Christopher Keibel, Igor Besel, Norbert Burzlaff, Silas Mahler und Johannes Teklote. © Jan Heinze © Jan Heinze

„Digitalisierung beginnt damit, dass Unternehmen für ihre Kunden sichtbar werden“ sagt Burzlaff. Darin liege ein großes Potenzial. Gerade die Corona-Pandemie verdeutliche die Notwendigkeit eines digitalen Auftritts.

Er betont jedoch, dass er keinesfalls der Ansicht sei, dass das klassische Ladenlokal in den Fußgängerzonen ausgedient habe. Es müsse künftig beides geben: den Online-Handel und das Ladenlokal, in dem die Kunden eine kompetente Beratung erhalten. „Man muss als Verkäufer mit den Menschen reden und ihnen zuhören“, sagt er, „und dann erahnen, für was sie sich interessieren könnten.“ Alle fünf Sinne müssen in einem solchen Laden angesprochen werden.

Unternehmen sucht noch eine Mitarbeiterin

Zu den ersten Kunden von KreInn gehören ein Blumengroßhandel und ein Unternehmen, das im Bereich Tierbedarf tätig ist.

Unterstützung erhält die Firma von Dr. Julian Allendorf aus Münster, der aus seiner Tätigkeit am Institut für Marketing der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sein Wissen über Marketing und Vertrieb einbringt. Gerne würden Burzlaff und Mahler noch eine kreative und designinteressierte jüngere Frau einstellen, schließlich bestehe das Unternehmen bisher nur aus Männern. Infos unter Tel. 0176-54429545 oder E-Mail burzlaff@kreinn.de.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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