Ein Bild der Zerstörung zeigt sich nach dem tödlichen Unfall am Dienstag (10.11.) auf dem Parkplatz des kleinen Einkaufszentrums an der Ecke Büttnerstraße/Färberstraße in Lanstrop. © Andreas Schröter
Unfall in Lanstrop

„Die ganze Nacht nicht geschlafen“ – Schock nach tödlichem Unfall sitzt tief

Ein Bild der Verwüstung war auch am Mittwoch noch einen Tag nach dem tödlichen Unfall in Dortmund-Lanstrop zu sehen. Bei den Angestellten der umliegenden Ladenlokale herrscht Betroffenheit.

Der Schock über den letztlich tödlichen Unfall in Dortmund-Lanstrop saß im kleinen Einkaufszentrum an der Büttnerstraße auch am Mittwoch (11.11.) noch tief.

Wie berichtet, hatte am Dienstag (10.11.) gegen 10.30 Uhr ein 78-Jähriger die Kontrolle über sein Auto verloren, war gegen eine Werbetafel geprallt und darunter eingeklemmt worden. Er erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

„Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen“, sagt Martina Jänsch, Angestellte in der dortigen Michael-Apotheke. Der Mann sei herzkrank gewesen und war Kunde der Apotheke.

Wäre die Werbetafel nicht im Weg gewesen, wäre er mit voller Fahrt in die Apotheke gefahren. Der Rettungsdienst sei schon nach zehn Minuten da gewesen, aber diese Zeit sei ihr wie eine Ewigkeit vorgekommen.

So sieht die Unfallstelle an der Büttnerstraße/Ecke Färberstraße am Tag nach dem tödlichen Unfall aus
So sieht die Unfallstelle an der Büttnerstraße/Ecke Färberstraße am Tag nach dem tödlichen Unfall aus. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Die Inhaberin des Friseursalons „Petras Haarstudio“, Petra Kinne, gehörte zu denen, die den Rettungsdienst alarmierten. Der Senior hatte einen Termin für 10.30 Uhr im Studio und war wohl auf dem Weg dorthin.

Petra Kinne war es auch, die später die Cousine anrief, mit der das Unfallopfer zusammenlebte. Sie reichte den Hörer an die Feuerwehr weiter.

Haarstudio-Inhaberin Petra Kinne gehörte zu denjenigen, die den Rettungsdienst alarmiert haben
Haarstudio-Inhaberin Petra Kinne gehörte zu denjenigen, die den Rettungsdienst alarmiert haben. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Einen regelmäßigen Fahr-Test für Menschen ab einem gewissen Alter fordert Passant Udo Thiel, der früher als Lkw-Fahrer gearbeitet hat. Aber den aktuellen Unfall könne er sich nur mit einem Herzanfall oder ähnlichem erklären.

Die genaue Unfallursache ist bislang nicht geklärt. Die Polizei vermutet laut Sprecher Sven Schönberg einen internistischen Notfall.

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Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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