Vermitteln zum 1. August bis zu 24 geförderte Ausbildungsstellen (v.l.): Sabrina Suberg, Christine Riesewick, Christina Groth (alle Werkhof), Silke Simon und Inga Winkler (beide Berufsberatung). © Andreas Schröter
Ausbildungsstart 2020

Der Werkhof in Derne bietet die Chance auf Last-Minute-Ausbildungsplätze

Jugendliche, die zum kommenden Ausbildungsjahr noch keine Lehrstelle gefunden haben, sollten nicht aufgeben. Denn in Derne haben sie noch eine Chance, einen Platz zu ergattern.

Wer zum 1. August noch keinen Ausbildungsplatz hat, der kann sich an den Werkhof in Derne wenden. Das gilt auch für Betriebe, die noch Ausbildungsplätze schaffen können.

In Zusammenarbeit mit der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit bietet der Werkhof im „Ausbildungsprogramm NRW. Gemeinsam Chancen eröffnen“ bis zu 24 Ausbildungsplätze für Dortmunder Jugendliche an. Dafür gibt‘s für den ausbildenden Betrieb maximal zwei Jahre lang 300 Euro Zuschuss pro Monat und Auszubildendem. Das Land NRW und der Europäische Sozialfonds bezahlen das.

Voraussetzungen müssen auf beiden Seiten stimmen

Allerdings müssen die Voraussetzungen auf beiden Seiten stimmen, damit es zur Zusammenarbeit kommt, wie Silke Simon vom Jobcenter erläutert. Die Jugendlichen müssen motiviert sein und einen solchen Ausbildungsplatz wirklich wollen, und sie müssen zuverlässig sein.

Der Ausbildungsbetrieb muss nachweisen können, dass er auch sonst Ausbildungsplätze anbietet. Die geförderten Stellen sollen zusätzlich hinzukommen. Im vorigen Jahr habe sie rund 160 Gespräche mit Jugendlichen geführt – am Ende seien 19 geförderte Ausbildungsverhältnisse dabei herausgekommen, so Sabrina Suberg vom Werkhof.

Zahlreiche Berufe stehen zur Auswahl

Die Berufe, die zur Auswahl stehen, sind vielfältig. Darunter sind: Frisör, Medizinischer Fachangestellter, Medientechnologe, Kaufmann für Büromanagement, Kfz-Mechatroniker, Hotelfachmann/-frau, Fleischer oder Pharmazeutisch Kaufmännischer Angestellter.

Hilfe für arbeitslose Jugendliche

Die ehemalige „Werkhof-Gruppe“ in Dortmund-Scharnhorst wurde in den 80-er Jahren mit maßgeblich anthroposophischer Ausrichtung gegründet. Ziel war, die Beschäftigung und Qualifizierung arbeitsloser Erwachsener und Jugendlicher im Stadtteil Scharnhorst mit der Schaffung von Arbeitsplätzen im sozial-ökologischen Bereich zu verbinden. 2003 wurde der Werkhof e.V. in die Werkhof Projekt gGmbH überführt.

Der Werkhof unterstützt die Jugendlichen während des gesamten Verfahrens und auch während der Ausbildung. Das gilt für die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie für Hilfen bei Problemen im Betrieb oder der Berufsschule.

Letzteres könne zum Beispiel durch einen Stützunterricht erfolgen, den sogenannten „ausbildungsbegleitenden Hilfen“. Werkhof-Chefin Christina Groth sagt: „Das ist eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Betriebe.“ Und Sabrina Suberg ergänzt: „Es gibt aber nicht nur lernschwache Teilnehmer am Programm. Auch Abiturienten machen mit.“

Seit 2018 gibt es dieses Ausbildungsprogramm, und je bekannter es werde, desto leichter sei es, Jugendliche und Betriebe dafür zu gewinnen. Dennoch sind für das nun anstehende Ausbildungsjahr noch Plätze frei. Einige Jugendliche seien offenbar der Ansicht, so Silke Simon, dass wegen Corona ohnehin alles brach liege. Das sei aber nicht der Fall.

Interessenten wenden sich an Sabrina Suberg, Tel. 0231-87804129, E-Mail s.suberg@werkhof-projekt.de oder an die Berufsberatung unter Tel. 0231-842-9860, Website: www.jugendberufshaus-dortmund.de (Kontaktformular)

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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