In einem der Dortmunder Awo-Wohnhäuser für Menschen mit Behinderungen gibt es nun mehrere Corona-Fälle. © Andreas Schröter
Menschen mit Behinderungen

Corona-Ausbruch in Awo-Wohnhaus in Dortmund – 19 positive Fälle

In Dortmund steigen die Corona-Zahlen dramatisch an: In einem Awo-Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen musste eine Komplett-Testung veranlasst werden. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

In einem der Awo-Wohnhäuser für Menschen mit Behinderungen ist es in der Oberbeckerstraße 34 in Dortmund-Derne zu einer Häufung von positiven Testergebnissen gekommen, teilt die Arbeiterwohlfahrt Dortmund am Montag (2.11.) mit.

Eine Komplett-Testung von 90 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden musste am Freitag (30.10) veranlasst werden. Die Testergebnisse liegen nun vor.

Corona: 16 Bewohner und drei Mitarbeitende positiv getestet

Aufgrund des Kontaktes eines Bewohners innerhalb einer Werkstatt sei zunächst der engere Kreis in der Wohngruppe auf einen Kontakt mit dem Sars-Cov-2-Virus getestet worden. Sieben positive Ergebnisse seien das Resultat gewesen, sagt Awo-Sprecherin Cordula von Koenen.

Daraufhin sei am Freitag die Komplett-Testung von 90 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden veranlasst worden. Am Samstagabend lagen schon die Ergebnisse der Corona-Tests vor: 16 Bewohner und drei Mitarbeitende haben sich mit dem Virus infiziert.

Im Awo-Wohnhaus Derne gibt es 19 positive Corona-Fälle: Trotzdem wird der Betrieb aufrechterhalten. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

„Die Befunde kamen relativ zügig, insbesondere wenn man die derzeit hohen Infektionszahlen landesweit bedenkt“, sagt Awo-Geschäftsführerin Mirja Düwel. Für die gute Zusammenarbeit danken Wohnhausleitung und Geschäftsführung der Arbeiterwohlfahrt dem städtischen Gesundheitsamt.

Betrieb der Einrichtung kann aufrechterhalten bleiben

Ein Partner einer Mitarbeiterin klage über mittelschwere Symptome, ansonsten seien laut Awo-Sprecherin bisher keine Krankheitssymptome in dem Kreis der Infizierten aufgetreten.

Dank dem großen Einsatz der Mitarbeitenden, so Geschäftsführerin Mirja Düwel, könne der Betrieb der Einrichtung trotz der hohen Zahl an positiven Befunden aufrechterhalten werden. Für die gesamte Einrichtung und drei Mitarbeitende gelte aber nun eine vom Gesundheitsamt angeordnete häusliche Quarantäne.

Die geplante Isoliergruppe im Wohnhaus reiche allerdings alleine nicht aus, so die Arbeiterwohlfahrt. Das stelle vor allem die Mitarbeiter vor große Herausforderungen: Es werde eine Trennung der Bewohnergruppen mit und ohne Infektion unter Nutzung der vorhandenen Zimmer und Gruppenteilungen organisiert. Die notwendigen Materialien für die Schutzausrüstungen und Desinfektionen seien vorhanden, erklärt Awo-Sprecherin Cordula von Koenen.

„Wir wissen alle nicht, wie sich die allgemeine Situation entwickelt und wann es Entwarnung geben wird. In dieser Situation ist es besonders wichtig, dass alle zusammenarbeiten und sich nach Kräften unterstützen“, sagt Awo-Chefin Mirja Düwel.

Über die Autorin
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Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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